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Sicherheitspolitik und Bundeswehr
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"Unselige Traditionen" - Nachtwei in KONTRASTE

Veröffentlicht von: Nachtwei am 30. November 2012 12:28:14 +02:00 (20323 Aufrufe)

Das ARD-Magazin KONTRASTE berichtete am 29.11.2012 über Fälle von Traditionspflege in der Bundeswehr, die im Widerspruch zu Auftrag und Praxis der Bundeswehr stehen und eindeutig gegen den Traditionserlass von 1982 verstoßen. Hierzu nehme auch ich Stellung.

Unselige Traditionen - Nachtwei in KONTRASTE

Seit Jahrzehnten müsste klar sein: Mit ihrer Bindung an Grundgesetz und Völkerrecht, mit ihrem Friedensauftrag, ihrer internationalen Einbindung und Einsatzrealität steht die Bundeswehr im diametralen Gegensatz zur Wehrmacht. Die 57 Jahre Bundeswehr - länger als Reichswehr und Wehrmacht zusammen - bieten reichlich Ereignisse, Personen, Leistungen für eine selbstbewusste eigene Traditionspflege. Und nicht zuletzt die zentralen öffentlichen Gelöbnisse der Bundeswehr am 20. Juli in Berlin wie auch die von-Tresckow-Gedenkfeier beim Einsatzführungskommando demonstrieren alljährlich den Kontinuitätsbruch gegenüber der Wehrmacht allgemein. Umso irritierender ist, was jetzt Caroline Walter und Gregor Witt im rbb-Magazin KONTRASTE enthüllten: eine Gedenkfeier zum Volkstrauertag in Munster, wo unter Beteiligung von Bundeswehrsoldaten Wehrmachtsverbände geehrt wurden, wo ein Veteran das „Treuelied der Waffen-SS" spielt; Kasernen, die weiterhin nach Hitler treu ergebenen Generalen benannt sind; die Vergabe eines Preises für Militärgeschichte durch das Bundesamt für Ausrüstung etc., benannt nach Prof. Werner Hahlweg, der vielfältig in das NS-System involviert war. Das alles verstößt gegen den Traditionserlass des Verteidigungsministers von 1982 und beleidigt die große Masse der Bundeswehrangehörigen, die glaubwürdig Staatsbürger in Uniform sind. Als jemand, der sich seit den 80er Jahren für eine demokratische Traditionspflege am Volkstrauertag und in der Bundeswehr einsetzt, nehme ich in dem KONTRASTE-Beitrag Stellung zu den Demonstrationen einer antidemokratischen Tradition. Der Beitrag: www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste_vom_29_11/unselige_tradition.html Die Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und LINKE hatten am 24.10.2012 den Antrag „Überprüfung der Namen von Bundeswehrkasernen" (BT-Drs. 17/11208) in den Bundestag eingebracht. Er wurde am 28.11.2012 im Verteidigungsausschuss mit den Stimmen von Union, FDP und SPD abgelehnt (BT-Drs. 17/11724). Beispiel für eine vorbildliche Traditionspflege: „Gedenken an Henning von Tresckow, Kopf und Herz des militärischen Widerstandes gegen Hitler, Vorbild für Staatsbürger in Uniform und in Zivil" (www.nachtwei.de/index.php/articles/1149


Publikationsliste
Vortragsangebot zu Riga-Deportationen, Ghetto Riga + Dt. Riga-Komitee

Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.

1989 stieß ich auf die Spuren der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.

Mit meinem bebilderten Vortrag "Nachbarn von nebenan - verschollen in Riga" stehe ich gern für Erinnerungsveranstaltungen und Schulen zur Verfügung. (Anlage)

Vorstellung der "Toolbox Krisenmanagement"

Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

zif
Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.

Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:

Tagebuch
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