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Tornados nach Afghanistan: Strategiewechsel dringend nötig

Veröffentlicht von: Webmaster am 2. April 2007 15:24:20 +02:00 (28133 Aufrufe)
Zur heutigen Verabschiedung der deutschen Tornados nach Afghanistan erklären Jürgen Trittin, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Winfried Nachtwei, sicherheitspolitischer Sprecher:

Egal wie man die Dringlichkeit des Einsatzes der deutschen Recce-Tornados in Afghanistan einschätzt: Unsere guten Wünsche begleiten die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr.

Wer den Tornadoeinsatz nur als Hilfs- und Schutzeinsatz bezeichnet, sagt nicht die ganze Wahrheit. Im Süden haben die Tornados auch eine kampfunterstützende Funktion. Für uns ist klar, dass in Afghanistan auch gekämpft werden muss. Die Frage ist allerdings wie und nach welcher militärischen Strategie. Eine kontraproduktive und einseitige militärische Strategie lehnen wir ab. Damit verliert man Freunde und gewinnt Feinde.

Was wir jetzt dringend brauchen, ist eine Umsetzung des Strategiewechsels. Es geht um die Neugewichtung der militärischen und zivilen Säulen. Die zivile Säule muss deutlich gestärkt werden. Statt guter Worte muss die Bundesregierung diesen Strategiewechsel endlich forcieren und dazu angemessen beitragen.

Es ist gut, dass das Schlüsselprojekt Polizeiaufbau jetzt von der EU übernommen wurde. Aber das reicht nicht. Wir müssen den Anspruch an den Herausforderungen messen. Deshalb müssen die Mittel für den Polizeiaufbau und den zivilen Aufbau vervielfacht werden. Alles andere würde zu einem Kippen Afghanistans führen.


Publikationsliste
Vortragsangebot zu Riga-Deportationen, Ghetto Riga + Dt. Riga-Komitee

Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.

1989 stieß ich auf die Spuren der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.

Mit meinem bebilderten Vortrag "Nachbarn von nebenan - verschollen in Riga" stehe ich gern für Erinnerungsveranstaltungen und Schulen zur Verfügung. (Anlage)

Vorstellung der "Toolbox Krisenmanagement"

Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

zif
Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.

Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:

Tagebuch
    • Meine persönlichen Jahresrückblicke + Kurzmeldungen zur Friedens- und Sicherheitspolitik (Nr. 1-50 im Tagebuchformat)

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