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Villa ten Hompel in Münster: Im Krieg Sitz des Befehlshabers der Ordnungspolizei für Rheinland + Westfalen, seit 20 Jahren hoch angesehener + frequentierter Geschichtsort

Veröffentlicht von: Nachtwei am 14. Dezember 2019 16:30:33 +01:00 (1158 Aufrufe)

1990 stieß ich im Rahmen meiner Riga-Nachforschungen auf die Villa ten Hmpel als Schreibtischtäterort der mittleren Ebene im NS-System, beteiligt an den Deportationen und der Aufstellung massenmörderischer Polizeibataillone. Dazu zwei Dokumente aus der Frühphase des Geschichtsortes.

Der Geschichtsort Villa ten Hompel in Münster besteht am 13. Dezember 2019 20 Jahre. Dank ihres erst von Prof. Alfons Kenkmann, dann von Dr. Christoph Spieker geleiteten Teams wurde die Villa ten Hompel zu einer in Münster und dem Münsterland, bundesweit und international hoch angesehenen und innovativen Einrichtung der Vergangenheitsarbeit und Menschenrechtsbildung.

Hierzu zwei Dokumente aus der Frühzeit der Villa:

- meine allererste Historische Skizze vom 12.06.1994

- ein Offener Brief anlässlich der Eröffnung der Villa am 13.12.1999, dem 58. Jahrestag der Deportation von fast 400 jüdischen Menschen aus em Münsterland in das Ghetto Riga.

Offener Brief zur

Eröffnung der Villa ten Hompel in Münster vom 07.12.1999

(mit nachtäglichen Anmerkungen)

Winfried Nachtwei, MdB

Liebe Freundinnen und Freunde,

sehr geehrte Damen  und Herren!

Am 13. Dezember, dem 58. Jahrestag der Deportation Münsteraner Juden nach Riga, wird  endlich die Villa ten Hompel als Erinnerungs-, Forschungs- und Bildungsstätte eröffnet.

1940 bis 1944 residierte in der Villa der „Befehlshaber der Ordnungspolizei im Wehrkreis VI“ (Rheinland und Westfalen), der u.a. polizeiliche Begleitkommandos für die Deportations-züge in den Osten stellte.

Damit entsteht die einmalige Gelegenheit, die Dimensionen arbeitsteiliger Mitverantwortung und Mittäterschaft im NS-System exemplarisch zu erforschen und zu veranschaulichen, sowie den Zusammenhang von "Normalität" und Staatsverbrechen zu ergründen. Erstmalig wird neben den historischen Orten der Ausführung von NS-Verbrechen oder den Zentralen des SS-Staates ein "Schreibtischtäterort" der mittleren Ebene kenntlich gemacht, der mit seinem Arbeitsalltag der Erfahrungswelt heutiger Bürgerinnen und Bürger viel näher steht als die "Brennpunkte" des NS-Terrors.

Angesichts der unumkehrbaren Tatsache, dass die Überlebenden in wenigen Jahren der jungen Generationen nicht mehr für Gespräche zur Verfügung stehen, angesichts der wichtigen Diskussion über die Zukunft der Erinnerungsarbeit in Deutschland hat diese Stätte in Münster die Chance, eine der möglichen praktischen Antworten auf die Probleme des künftigen Umgangs mit der deutschen Geschichte des zu Ende gehenden Jahrhunderts anzubieten.

Auf die Spur der Villa ten Hompel stieß ich indirekt Anfang der 80er Jahre über die Broschüre „Dem Gedenken an die Gefallenen und Luftkriegstoten (1939-1945)“, in der Dr. Lankenau, Generalleutnant a.D. und Befehlshaber der Ordnungspolizei im Wehrkreis VI bis 1942, Teile seines Buches „Polizei im Einsatz“ zusammengefasst hatte. Anlässlich einer Begegnungsreise der GAL-Friedens-AG 1988 nach Weißrussland erstellte ich eine Dokumentation  „Spuren des Vernichtungskrieges gegen die Sowjetunion im Münsterland“[1], in dem die 17 im Wehrkreis VI aufgestellten Reserve-Polizeibataillone aufgelistet waren und auf die Rolle von Polizeiverbänden beim Vernichtungskrieg im Osten hingewiesen wurde. 

Bei Forschungen zu den Riga-Deportationen begegnete mir 1990 in den Aktenbeständen des Staatsarchivs Münster dann erstmalig die Adresse Kaiser-Wilhelm-Ring 28 ("Höherer SS- und Polizeiführer beim Oberpräsidenten von Westfalen, Hannover, Rheinprovinz und beim Reichsstatthalter in Lippe und Schaumburg-Lippe im Wehrkreis VI, i.V. BdO Dr. Lankenau")[2]. In den spärlichen Dokumenten über die Funktion  des Sitzes des Befehlshabers der Ordnungspolizei von 1940 - 1944 wurde vor allem beschrieben, wie die 200.000 zur Verfügung stehenden Kräfte beim Schutz der Bevölkerung im Krieg eingesetzt wurden – z.B. das Reserve-Polizeibataillon 61 aus Dortmund, das dem Polizeipräsidenten Münster vom 8.7.1941 zum Luftschutzeinsatz zur Verfügung stand.

Über den pensionierten Polizeibeamten Alexander Primavesi, der im Dortmunder Präsidium ein bundesweit einzigartiges Polizeiarchiv aufgebaut hatte, erfuhr ich 1993 die andere Seite dieses Bataillons: Allein zwischen September 1939 und April 1940 hatte es in Polen 75.000 Menschen „umgesiedelt“ bzw. direkt erschossen.[3]

Von den insgesamt 17 Polizeibataillonen aus dem Wehrkreis VI waren elf ab Sommer 1941 in Polen und der Sowjetunion im Einsatz. Verfahren der westdeutschen Justiz gegen ehemalige Angehörige von neun dieser Bataillone ergeben zweifelsfrei, dass diese dort umfassend am Holocaust beteiligt waren. Das Polizeibataillon 309 (Köln) verbrannte und erschoss am 27. Juni 1941 in der Synagoge Bialystok über 2000 Jüdinnen und Juden. An der Seite des von Christopher Browning untersuchten Polizeibataillon 101 (Hamburg) mordeten ab Sommer 1942 im Distrikt Lublin die Reserve-Polizeibataillone 65 (Recklinghausen) und 67 (Essen).

Es war schon sehr auffällig: Während die Forschungen zu den Opfern der nationalsozialisti-schen Terrorherrschaft auf eine gute öffentliche Resonanz stießen, liefen Forschungen und Vorträge zu Polizei- und Wehrmachtsverbänden, also zu potentiellen (Mit-)Täterspuren vor der „eigenen Haustür“, weitgehend ins Leere. So kann es nicht verwundern, dass die Geschichte der Villa ten Hompel im NS-Terrorsystem fünfzig Jahre verborgen blieb.

Erst als sich 1994 für den Regierungspräsidenten die Frage der weiteren Verwendung der Villa ten Hompel stellte und ich eine Historische Skizze[4] zu ihrem Hintergrund und ihrer möglichen Verwendung vorlegte, kam der Stein ins Rollen. Im Sommer 1996 beschloss der Rat der Stadt Münster, vom Land NRW die Villa ten Hompel zu kaufen und in ihr eine Erinnerungs- und Studienstätte zum Nationalsozialismus einzurichten. Leider bestand zu diesem Zeitpunkt der anfängliche Allparteienkonsens nicht mehr. Die neue Opposition zog vor allem den historische Stellenwert des BdO-Sitzes in Zweifel und kritisierte die Kosten des Projekts. In der begleitenden öffentlichen Auseinandersetzung war auffällig, wie sehr die Verwicklung des BdO in das NS-Unrechtssystem verdrängt wurde – bis zur Weigerung einer großen Lokalzeitung, Leserbriefpassagen zur Mordtätigkeit der Polizeibataillone zu veröffentlichen.[5]

Der Stab des Befehlshabers der Ordnungspolizei war eine hervorgehobene, aber keineswegs einzigartige Stelle des NS-Systems, ein Ort der "Schreibtischtäter" der mittleren Ebene, eine "ganz normale Polizeibehörde", deren Vollstrecker „ganz normale“ Männer, Beamte, Nachbarn waren. Aber es erscheint mir so wichtig, dass gerade ein solches Zahnrad in der NS-Mordmaschine nicht in Vergessenheit gerät.

Es muss Allgemeingut werden und bleiben, dass die Greueltaten des Nationalsozialismus nur durch Wegsehen, Mitläufertum und aktiver Unterstützung durch normale Bürokraten und durch einfache Bürgerinnen und Bürger möglich werden konnte.

Darum sollten wir diese neue Einrichtung in Münster in unserer eigenen politischen Arbeit, aber auch in der persönlichen Auseinandersetzung mit der Geschichte Münsters und seiner BürgerInnen aktiv nutzen. Denn gelingen kann das Projekt nur, wenn es breite Unterstützung erfährt. Ich bin mir sicher, dass das bundesweit einmalige Projekt der Villa ten Hompel inzwischen wieder von allen im Rat der Stadt Münster vertretenen Parteien getragen wird.

Zu danken ist Alexander Primavesi, der als mutiger Demokrat und loyaler Polizeibeamter entscheidend zur Erforschung der Polizei im NS beitrug. Zu danken ist Alfons Kenkmann, Maria Vogelpohl und Horst Wiechers, die das Projekt von Anfang an mit Hartnäckigkeit verfolgten. Zu danken ist der Stadt Münster, die sich trotz knapper Kassen und gegenläufiger Stimmungen in der Gesellschaft zu diesem Projekt entschlossen hat. Zu danken ist nicht zuletzt der Polizei in Münster, die bei diesem Projekt nicht mehr „Nestbeschmutzung“ befürchtet, sondern im Gegenteil seine Chance begreift, zu einer Stärkung von rechtsstaatlich-demokratischem Bewusstsein in Behörden und Gesellschaft beizutragen.

Mit freundlichem Gruß

Winfried Nachtwei[6]

Einige Informationen zur Villa Tenhompel

von W. Nachtwei,12,06.1994 (erste Kurzskizze)

In der Villa (Kaiser-Wilhelm-Ring 28) befand sich zumindest während der Kriegsjahre der Stab des Befehlshabers der Ordnungspolizei (Bd)) im Wehrkreis VI (vgl. Briefklöpfe des BdO) im Staatsarchiv Münster, Regierung Arnsberg, Polizeiangelegenheiten, Nr. 14939 und 14944). Der genaue Zeitraum ist mir nicht bekannt.

1936/37 wurden in den Ländern und Provinzen Inspekteure der Ordnungspolizei eingesetzt, die nach Kriegsbeginn zu Befehlshabern der Ordnungspolizei wurden. (18 im Reich, 17 in besetzten Gebieten) Der BdO unterstand dem Hauptamt Ordnungspolizei in Berlin unter SS-Obergruppenführer Kurt Deluege.

BdO im Wehrkreis VI waren seit 1936 Oberst Becker, Oberst Dr. Lossen, Generalleutnant Dr. Heinrich Lankernau (April 1939 bis Ende 1942), Generalleutnant Schumann, Generalleutnant Göhrum, Oberst Kruse, Generalleutnant Liessem. .Im Gebiet des Wehrkreis VI lebten 1939 12 Mio. Einwohner. Dem BdO unterstanden hier 13 staatliche Polizeiverwaltungen, die Schutzpolizei und die Gendamerie, die Luftschutzpolizei, die Feuerschutzpolizei, die Freiwilligen Feuerwehren, die Technische Nothilfe, der Reichluftschutzbund, insgesamt über 200.000 Uniformierte, davon 41,000 aktive Polizisten.

Der Stab in Münster umfasste mindestens 80 Offiziere.

Aus den vorhandenen Verbänden stellte der BdO insgesamt 22 Polizeibataillone für den „auswärtigen Einsatz“ auf (Staatsarchiv Münster, Regierungsbezirk Arnsberg, Polizeiabteilung, Ost- und Kriegseinsatz, Nr. 14939, 14940 und 14944/45) In den Veröffentlichungen des ehemaligen BdO Dr. Lankenau wird er Osteinsatz als „Sicherungs- und Ordnungsdienst“ sowie Partisaneneinsatz beschrieben.

Verschiedenen Veröffentlichungen ist zu entnehmen, dass etliche Polizeibataillone aktiv an Massenverbrechen hinter der Front beteiligt waren, zum Beispiel das Reserve-Polizeibataillon 61 (Dortmund), das von September 1939 bis April ^1940 den Bezirk Posen „Judenrein“ machte und ca. 77.000 Menschen in Ghettos und Lager verbrachte, wobei es auch zu vielen Erschießungen kam. (Polizeiarchiv Dortmund) Das Pol.Btl. 309 (Köln/&Bochum) verbrannte am 27. Juli 1941 in der Synagoge von Bialystok mindestens 700 polnische Juden. (Urteil des Landgerichts Wuppertal 1968, s. Heiner Lichtenstein, Himmler`s grüne Helfer, S. 69-96) Solche „Aktionen“ waren behördenintern keineswegs geheim, sie wurden in Kriegstagebüchern dokumentiert und an die vorgesetzten Stellen gemeldet.

Der BdO war auch zuständig für die Bereitstellung von Begleitkommandos für die Deportationszüge in die Lager des Ostens.

Nur wenige hundert Meter vom Sitz des BdO befanden sich andere zentrale Orte der NS-Gewaltherrschaft. In der Gutenbergstraße die Gestapo-Leitstelle Münster, wo vor dem Krieg auch zeitweilig Karl Jäger residierte, der spätere Führer des Einsatzkommandos 3 von Sicherheitspolizei und SD in Litauen (vgl. „Jäger-Bericht“). An der Kreiuzung Warendorfer-Str.-Ring die Gaststätte  Gertrudenhof, Sammelstelle vor der ersten Deportation ins Ghetto Riga am 13.12.1941.

Quellen:

Polizeigeschichtliche Sammlung in der Polizeiführungsakademie in Münster-Hilttrup

Polizeiarchiv Dortmund im Polizeipräsidium (aufgebaut und geführt von dem pesionierten Kriminalbeamten Alexander Pri,mavesi, eine bundesweit einmalige Einrichtung!)  

Alfred Aedtner. „An Ort und Stelle erschossen“. Über die Massenmorde des Polizeibataillon 322, SPIEGEL 44/1986

Christopher R. Browning, Ganz normale Männer. Das Reserve-Polizeibataillon 101 und die Endlösung in Polen, Reinbek 1993

Heinrich Lankenau, Die Polizei im Einsatz1939/45 in NRW (erschienen in den 50er Jahren)

Heinrich Lankenau, Dem Gedenken an die Gefallenen und Luftkriegstoten 1939-1945, Herford

Heiner Lichtenstein, Himmler`s grüne Helfer. Die Schutz und Ornunmgspo9lizei im Dritten Reich, Köln 1990

Georg Tessin, Die Stäbe und Truppeneinheiten der Ordnungspolizei, Schriften des Bundesarchivs 3, Koblenz 1957

  

  



[2] Regierung Arnsberg, Polizeiangelegenheiten, Nr. 14939 und 14944

[3] Am 27.06.1994 sprachen Horst Wiechers und ich in Dortmund ausführlich mit Kriminalhauptmeister a.D.  Primavesi. Vor zehn Jahren sei er zufällig bei einem Gang in den Keller des Polizeipräsidiums auf das Thema gestoßen. Seitdem sei er dran. In Münster-Hiltrup an der Polizei-Führungsakademie seien von 16 Teilnehmern an Ratslehrgängen 11 aus dem Reichssicherheitshauptamt gekommen. Von seinen eigenen Gruppenleitern kamen fast alle aus dem RSHA, auch höhere Funktionen. Primavesi war selbst überzeugter NS-Anhänger, auch HJ-Standortführer. Er habe Jahre für den Wandel gebraucht. Der damalige Polizeipräsident war sechs Jahre im KZ. Er stellte auf Anordnung alle wieder ein. Zurzeit arbeite er an einer Dokumentation über die Ordnungspolizei für das Staatsarchiv.  

[4] „Einige Informationen zur Villa Tenhompel“, 12.06.1994, 1 Seite (s. Anlage); Die Villa ten Hompel als „Sitz des Befehlshabers der Ordnungspolizei“ (BdO), Historische Skizze, 14.08.1994, 6 Seiten.

Am 24.08.1994 Gespräch mit dem Leiter der Schulabteilung beim RP Münster, und Regierungsvize-präsident Wirz.

Am 05.09.1994 Gespräch mit Herrn Ost bei A. Primavesi. „Ost sehr gepackt.“

Am 16.09.1994 Antwort von Staatsanwalt Wacker, Zentrale  Stelle der Länderjustizverwaltungen in Ludwigsburg, auf meine Anfrage zu Befehlshaber der Ordnungspolizei ab 1939 (zu Ermittlungsverfahren gegen BdO-Angehörige, speziell zu den BdO in Münster, Verfahren gegen Angehörige von Begleitkommandos und gegen Angehörige weiterer Polizeibataillone aus dem Wehrkreis VI außer 61 und 309), 5 Seiten

14.-15.12.1995 Lehrerfortbildungs-Tagung „Bekenntnis zu einer schwierigen Vergangenheit – Annäherung an einen schwierigen historischen Ort, die Villa ten Hompel in Münster“, Tagungsteam LRSD G. Knauer, StD J. Neiss, Frau StR`M. Vogelpohl, StR H. Wiechers

[5] Am 21.08.1996 Schreiben an die Mitglieder des Haupt- und Finanzausschusses des Rates der Stadt Münster; am 27.08.1996 Schreiben an NRW-Innenminister Franz-Josef Kniola; am 27.09.1996 an Ralph Giordano, Heiner Lichtenstein/WDR, an den Präsidenten der Polizei-Führungsakademie, Dr. Reiner Schulte, an NRW-Innenminister a.D. Dr. Herbert Schnoor

[6] „Ganz normale Männer“. Die Verwicklung von Polizeibataillonen aus dem Rheinland und Westfalen in den nationalsozialistischen Vernichtungskrieg, in: Alfons Kenkmann (Hrsg.), Villa ten Hompel: Sitz der Ordnungspolizei in Dritten Reich; vom „Tatort Schreibtisch“ zur Erinnerungsstätte?, Münster 1996, S. 54-77


Publikationsliste
Vortragsangebot zu Riga-Deportationen, Ghetto Riga + Dt. Riga-Komitee

Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.

1989 stieß ich auf die Spuren der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.

Mit meinem bebilderten Vortrag "Nachbarn von nebenan - verschollen in Riga" stehe ich gern für Erinnerungsveranstaltungen und Schulen zur Verfügung. (Anlage)

Vorstellung der "Toolbox Krisenmanagement"

Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

zif
Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.

Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:

Tagebuch
    • Meine persönlichen Jahresrückblicke + Kurzmeldungen zur Friedens- und Sicherheitspolitik (Nr. 1-50 im Tagebuchformat)

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