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Erinnerungsarbeit
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Ein heller Abschied - Der letzte Weg von Angela Nachtwei-Hanak, meiner Geliebten und besten Kameradin

Veröffentlicht von: Nachtwei am 2. Juli 2021 14:45:50 +02:00 (2059 Aufrufe)

Am 16. Juni begleiteten wir Angela auf ihrem letzten Weg. Genau heute vor sechs Wochen war sie plötzlich im Zusammenhang mit Corona gestorben. Keine zwei Tage vorher hatten wir im Rahmen der Besuchssperre miteinander telefoniert - ohne den Funken eines Gedankens, dass unser gemeinsamer Lebensweg so schnell und endgültig beendet werden könnte.  

Ein heller Abschied –

Der letzte Weg von Angela Nachtwei-Hanak

„Der Mensch ist so lange nicht gestorben, wie das Andenken an ihn noch lebt.“

Margers Vestermanis, 96. Überlebender des Rigaer Ghettos

(Fotos auf www.facebook.com/winfried.nachtwei )

Zur Trauerfeier und Urnenbestattung kamen am 16. Juni 2021 bei voller Junisonne mehr als 100 Trauergäste auf dem Zentralfriedhof Münster unweit des schönen Aasee zusammen. Ungefähr 30 Personen dürfen in die Kapelle, die anderen verfolgen die Trauerfeier über Lautsprecher. Vor der Urne liegen Kränze und Gebinde mit bunter Blumenpracht. Auf den Doppelschleifen stehen als letzte Botschaften:

- „Meiner Geliebten, Bodenstation und besten Kameradin Angela - In lebhafter Dankbarkeit für 55 starke gemeinsame Jahre Dein Winni“

- „Danke Angela, Du hat uns alle beschenkt - Deine Steffi und Familien“

- „In enger Verbundenheit - Afghanischer Frauenverein“

- „Bernd, Jutta, Michael & Thomas - Zum Abschied“

Die „Zwillinge“ Gerd + Richard Bracht und Winne Vogel am Saxophon, Bass und Keyboard spielen zum Auftakt „Careless love“.1926, z-B- von Wynton Maralis & Eric Clapton,  https://www.youtube.com/watch?v=ThjNXVHxwWc ) Bei vielen Auftritten im ergrünenden Münster seit den 80er Jahren waren uns die Musiker herzlich nahegekommen. Mit ihren ruhig-lebendigen Blues-Rhythmen erinnern sie mich an unsere ersten Jahrzehnte, als uns Blues und Jazz besonders begeisterte. ( https://www.diezwillinge.de/ )

Lioba Villis ist unsere Trauerrednerin, die Trauer und Schmerz nicht noch mehr anfacht, sondern Angela einfühlsam lebendig werden lässt, die vom Leben spricht, mit fester, Halt gebender Stimme.

„(…) Schon von Schulzeiten an war sie aktiv in der Jugendbewegung, das Interesse an den Menschen und unserer Welt prägte ihr Leben. Man traf sie auf Demos gegen die Atomkraftwerke, mit perfekt vorbereiteten Transparenten.

Die Liebe zu Menschen war auch Triebfeder in ihrem Beruf als Krankenschwester. Es gab die Mitarbeit beim Notärztekomitee der Cap Anamur, wo sie unter Einsatz ihres Lebens tätig war. Es gab die Mitarbeit im Flüchtlingslager in Nordsomalia - in Krankenhäusern in Uganda und Zaire. Sie hat viel gesehen und viel Segen gebracht für die Menschen, die sie begleitete. Das Engagement ging weiter bei der Nachtwache in der Kinder- und Jugend Psychiatrie hier in Münster. Angela engagierte sich in der Friedensbewegung, sie war in Riga auf den Spuren der Deportationen, sie legte den Finger genau in die Wunden der Geschichte, wo es so richtig wehtut. Sie erinnerte stetig und gab Menschen ein Gesicht, die vergessen waren. Sie wurde Prozessbeobachterin beim NS Kriegsverbrecherprozess gegen Maikovskis und schrieb den Großteil des Protokolls. In Polen war sie an den Endstationen von vielen Todesmärschen - eine ganz besondere Zeit. Es war ihr so wichtig die Geschichte lebendig zu halten und ein Zeichen der Mahnung zu setzen; aber nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern mit der klaren Aussage „wir alle sind gefordert – raus aus der Komfortzone – Frieden braucht Einsatz auch und vor allem den persönlichen.“ Zwischendurch – ich frage mich wie sie das alles geschafft hat – fand sie Zeit für die Kreativität: Schneidern, stricken, töpfern, malen, Arbeiten am Computer. Viele von Ihnen wurden mit Dingen beschenkt, in denen so viel Mühe und Herzblut steckte.

Nicht zu vergessen natürlich die Politik. Sie wurde Beraterin und Unterstützerin – sie erschien nicht als die Frau von Winnie Nachtwei auf dem politischen Parkett, aber sie war tief im Bild, wurde aktiver Rückhalt für Reisen, kommentierte kritisch ihre Beiträge, sie war Bodenstation und ihr Winnie Team in Münster. Sie war ihr Regulativ, ihr größter Fan und schärfster Kritiker, sie war sensibel für die Zwischentöne. Sie sprachen von dem Telefonat nach der Sitzung wo sie fragte „na und hast du mich blamiert…“ Sie freute sich aufrichtig über ihre Erfolge - sie selbst hat auf Vieles verzichtet.

Gemeinsam haben Sie sich nicht nur auf ihre Lebensreise gemacht, sondern auch auf viele andere Reisen. Sie waren unterwegs im Mittelmeer-Raum, in Irland und Mexiko, in China und Israel, Lettland und Polen um nur einige davon zu nennen. (…)

Sie hat den Platz in Ihrem Herzen, weil sie genau so war wie sie war. Eine so zugewandte Frau, hilfsbereit, sie unterstützte Menschen und nahm sich oft selbst zurück. Selbst im Sterben war sie präsent. Auf der anderen Seite hat sie so gerne und so viel gelacht. Der Alltagsspaß ist bei aller Ernsthaftigkeit im Leben niemals zu kurz gekommen. Ihr kräftiges volles Lachen bleibt in Ihren Ohren.

Sie war eine Frau, die eine unglaubliche Strahlkraft hatte, eine Lebendigkeit, die mitreißen konnte. Sie hatte ein warmes und offenes Herz für Menschen. Sie war frei von Vorurteil und Dünkel. Sie ging auf Menschen zu und sie sah in jedem Menschen das allerbeste (und wir alle haben etwas Allerbestes, auf das es sich zu sehen lohnt - auch wenn viele von uns damit beschäftigt sind gerade das tief in sich zu verbergen.)

Sie beide haben sich gegenseitig gestützt und stabilisiert, vieles wurde erst durch diese Beziehung und durch ihre Liebe möglich. Angela war einfühlsam und aufmerksam – gemeinsam waren sie stark.

Wenn ein Mann mit Begeisterung und Wertschätzung von seiner Frau spricht und das auch noch nach 55 Jahren Ehe ist das ein deutliches Zeichen.

Ihre Angela – diese Frau, die voller Leben, voller Freude, voller Begeisterung war. Sie hat es Ihnen leicht gemacht sie zu mögen – ihre Herzenswärme bleibt im Herzen, genauso wie ihre Prinzipienhaftigkeit, das Strahlen ihrer Augen, ihre Standhaftigkeit, ihre Leidenschaft für Gerechtigkeit, sie war ein klarer moralischer Kompass, ohne schulmeisterlich dabei über zu kommen

Sie war ein Geschenk – nicht nur für Sie lieber Herr Nachtwei - als Mitstreiterin, Bodenstation und im füreinander Einstehen beste Kameradin, sondern auch für alle Menschen, die sie kennen lernen durften.

Wenn ich die letzte Passage Revue passieren lasse, könnte man den Eindruck erhalten wir nehmen Abschied von einer Heiligen. Nein, das tun wir nicht.

Auch ihr Leben hatte Höhen und Tiefen, Ecken und Kanten – Mensch durch und durch. Auch streitbar natürlich, sie sprachen von ihrem Temperament und ihrem Feuer, was auch manchmal explodieren konnte (…)

Es gibt doch eigentlich kein schöneres Lebensziel als möglichst alt zu werden, und auch liebevoll auf die eigenen Schrulligkeiten zurück zu blicken.

Mensch sein ist bunt- so bunt wie ihre Krawatte. Die Krawatte heißt auch Binder und sie haben sich aneinandergebunden, sie waren ein perfektes Team - jeder für sich einer und doch zusammen dieser große Baum, dessen Hälfte jetzt in diesem Bild fehlt.

Es fällt mir oft schwer große Begriffe zu beschreiben, besonders wenn es um den Begriff Liebe geht ... was ist das eigentlich…Aber wenn mich heute jemand fragt was Liebe ist, werde ich sagen: lies dir die Anzeige von Angela durch und du weißt es.

Und genau diese Liebe bleibt.

Bei allen Fragen, die heute offen bleiben wissen wir dass Liebe nicht stirbt. Und ich spreche nicht von göttlicher Liebe - selbst unsere Menschen Liebe ist so stark, dass der Tod keine Chance dagegen hat.

Die Liebe wird Brücke zwischen der diesseitigen und der jenseitigen Welt. Eine Brücke, auf der wir uns begegnen können, denn wen wir im Leben geliebt haben, der geht uns im Tod nicht verloren. So müssen wollen und dürfen wir Angela weiterhin den Platz freihalten der ihr gehört - einen Platz mitten unter uns Lebenden.

Sie konnten im Sterben bei ihr sein – haben ihr ein Nest gebaut aus Geborgenheit und Liebe, ein Nest, aus dem sie sich fallen lassen konnte. So anstrengende und doch so kostbare Momente – ein letztes Geschenk der Liebe an ihr Leben.

Nun sind wir am Ende der Zeit.

Und doch bleibt immer wieder diese letzte, bange und dringende Frage wo geht es hin, wohin geht diese letzte Lebensreise. Die Antwort darauf genauso schlicht wie deprimierend: ich weiß es nicht und es weiß auch kein anderer - niemand ist zurückgekommen und hat uns berichtet was auf uns wartet.

Und doch lese ich in Ihren Worten auch dieses Wort Hoffnung, als Sie das Gefühl beschrieben Angela schwebt über die Türme und Dächer unseres schönen Münsters in Richtung Osten davon.

Jeden Tag aufs Neue geht im Osten die Sonne auf und jeden Tag aufs Neue geht auch das Licht ihrer Liebe auf.

Angela behält einen Platz in unserem Leben und vielleicht treffen unsere Seelen sich wieder am Ende der Zeit. Glaubst du das - das ist die Frage.

Lassen wir den großen Wort Hoffnung eine Chance gegen alle Zweifel unsere Zeit.“

Als Lioba Villis endet, habe ich aller herzlichsten Grund, aufzustehen und zu klatschen, mit allen zusammen.

Gerd, Richie und Winne spielen „Imagine“ von John Lennon:

„(…) Imagine all the people
Livin' life in peace
You

You may say I'm a dreamer
But I'm not the only one
I hope someday you'll join us
And the world will be as one

(…)“ ( https://www.youtube.com/watch?v=YkgkThdzX-8 )

Parallel laufen Bilder aus Angelas und unserem gemeinsamem Leben:

1) Die zwanzigjährige Strahlende 1967 in Düsseldorf-Stockum

2) Gemeinsam 1969 nach Jugoslawien, 1974 zum Standesamt mit Heinkel und Winni

3) 1974-1980 auf Kinder-Intensivstation UKM mit Kemal

4) 1981 Nord-Somalia (Notärzte-Komitee)

(…)

19) 2020 Aus Angela Maskenproduktion

20) Danke an Angelas Physio`s! DANKE Angela für 55 Jahre Langstreck!

DANKE Angela, Du hast uns alle beschenkt!  

Stefan Riese und Carola konnten kurzfristig die Medien dafür organisieren und bedienen.

Anschließen lese ich einige Sätze aus Angelas Somalia-Briefen vom Juni 1981 vor:

„Zzt. hocke ich in Tug Wajale (Flüchtlingslager bei Hargeisa in Nordsomalia) und halte die Stellung., bis die neue Truppe kommt – bin also halb Arzt, halb Schwester, wie Achmed meint, der somalische, Deutsch sprechende Translater. (…)

Zwei Somali-Jungen (15-16 Jahre) helfen tatkräftig und gut, vielleicht fällt dir was für die ein. Sie besuchen hier die „Grundschule“, Stand ca. 3.-4. Schuljahr. Wussten z.B. nichtdass die Erde rund ist, sich um die Sonne dreht, warum Tag und Nacht, weshalb Mond mal voll, mal Sichel usw. Seit Sonntag hocke ich hier also (flexibel nicht? Es wollte sonst keiner).

Aber immerhin werde ich hier von vier somalischen Soldaten bewacht, das Auto ist stets startbereit, und jetzt genehmige ich mir eine Tasse Rotwein. Im Hintergrund sind somalische Laute zu hören, begleitetet vom Rhythmus einer Trommel. (…)

In den letzte Tagen hat`s mal wieder ganz schön geschüttet. Spannend fand ich meine erste Fahrt heute am Steuer es Landrover. Durch ewige Schlaglöcher und Schlammseife. Hatte mir soviel Mut und Spaß gar nicht zugetraut. Wenn man muss, geht fast alles. Hab auch schon locker Wunden genäht, hätte nie gedacht, das das das durch Hornhaut (z.B. Fuß) o schwer geht, besonders mit Nadelhalter und Pinzette. Die Impatients hier sind zzt. , außer in den Tb-Zelten: 1 Schwangere mit Tb und Blutsturz, ein Schwarzwasserfieber (Komplikation bzw. Folgeerkrankung der schweren Malaria) mit amöb. Abzessen in Leber, ein Typhusverdacht mit seltsamem Fieber, ein Kind mit Dehydration (Austrocknung) und Eiweißmangel, Anämie, Pneumonie (Lungenentzündung) und Üblichkeiten wie Schuban, Ödemen usw. Ja, ja, werde doch noch Barfußarzt. Heute bin ich fast ausgeflippt (aber nur fast), so viele Patienten und alles alleine tun, fast unmöglich. Musste die „leichten“ Fälle aus der nahen Umgebung wegschicken und vertrösten; die aus der Ferne und natürlich echt Schwerkranke „bediene“ ich, aber Buchführung ist jetzt nicht drin. (…)

Ich habe nicht den Eindruck, dass mich mein Mut verlässt – die Schwierigkeiten und Unzulänglichkeiten sind klar massiv, hindern mich aber nicht, weiter den Leuten auf den Füssen rum zu latschen und lästig zu sein. Nur Ausdauer, Optimismus, ein dickes Fell und ein wenig Idealismus sowie Verständnis schlagen Brücken … Außerdem freut`s mich, dass die „praktischen Leute“ (Wasserbohrer u.a.), die gern saufen und keine Typen für medizinisches Personal sind, aber ganz töfte Kumpel und echte Malocher sind, dass die mich mögen …“

Letzter Händedrücke: Über ihre Urne gebe ich Angela das letzte Mal die Hand. Am Abend des 21. Mai hatte ich mich auf der Intensivstation mit einem kräftigen Händedruck, mit Verbeugung und Haltung von Angela verabschiedet.

Zum Auszug erklingt der „Saint Louis Blues“ ( https://www.youtube.com/watch?v=dmFUXYaZIMk ; https://www.youtube.com/watch?v=YDg9e8alAC8 ).

Gemeinsam gehen Steffi Klose und ich hinter dem blumengeschmückten Urnen-Fahrzeug. Unsere Nichte Steffi ist die nächste Hinterbliebene von Angela. Mehr als drei Jahre wohnte sie während ihrer Ausbildung bei uns in der Nordhornstraße, sie schätzte Angela als „Ersatzmutter“. Spontan trage ich die Urne die letzten 30 Meter bis zur Grabstelle, drücke sie ans Herz.

Zum Abschied findet Lioba Villis Worte, die Gläubige, Nichtgläubige oder Suchende im Herzen erreichen und bewegen.

Mir ist es noch ein starkes Bedürfnis, den Begleiterinnen und Begleitern des Angela-Abschieds meine tiefe Dankbarkeit mitzuteilen:

Dankbarkeit für 55 gemeinsame starke, unvergessliche Jahre, wo uns – über das historische Glück der ersten Nachkriegsjahrgänge hinaus – auch privat schwere Schicksalsschläge erspart blieben.

Dankbarkeit für eine „Trauerrednerin“ Lioba Villis, die den Abschied von Angela zu einem lebendigen und hellen werden ließ. ( http://www.trauerrede-münster.de/index.html )

Dankbarkeit den vielen Gästen heute, Angehörigen, Freunden, Kollegen verschiedener Couleur, Bekannten aus Münster, Münsterland, Gelsenkirchen, Sauerland, Mülheim, Neuss, Düsseldorf, Bonn, Herzogenaurach, Berlin und Hamburg für ihre solidarische Begleitung.

Am Grab spielen Gerd, Richie und Winne den „Swinging shepard Blues“, „On the sunny sight of thr street und „Just a closer walk with thee“.

Mit Familienangehörigen, engsten Nachbarn und langjährigen Freunden treffen wir uns anschließend im Wintergarten des Restaurants „Zum Himmelreich“ direkt am Aasee. Das „Himmelreich“ war in den letzten Jahren unser liebstes Lokal. Hier nutze ich die Gelegenheit, denjenigen die Angela-Präsentation per Laptop zu zeigen, die die Trauerfeier nur akustisch hatten verfolgen können.  

In der Todesanzeige hieß es, dass anstelle zugedachter Blumen eine Spende für den Afghanischen Frauenverein und seine Schulen als Hoffnungsinseln ganz in Angelas Sinn seien. Nadia Nashir, Vorsitzende des Frauenvereins, teilte inzwischen  mit, dass auf das Kennwort „Angela Nachtwei-Hanak“ über 6.000 Euro von 57 Spender*innen eingegangen seien.

Am 26. Juni erschien in den Westfälischen Nachrichten ein Nachruf auf Angela:

„Angela Nachtwei ist im Zusammenhang mit Corona gestorben - „Bodenstation“ und Ratgeberin“, verfasst von Karin Völker,

 http://nachtwei.de/index.php?module=articles&func=display&aid=1701 .

 

Frau Melissa Bekel vom Bestattungsinstitut Rabert in Münster Roxel und Gievenbeck danke ich herzlich für die einfühlsame und verlässliche Beratung, Organisation und Begleitung.

Münster im Juni 2021, Winni Nachtwei


Publikationsliste
Vortragsangebot zu Riga-Deportationen, Ghetto Riga + Dt. Riga-Komitee

Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.

1989 stieß ich auf die Spuren der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.

Mit meinem bebilderten Vortrag "Nachbarn von nebenan - verschollen in Riga" stehe ich gern für Erinnerungsveranstaltungen und Schulen zur Verfügung. (Anlage)

Vorstellung der "Toolbox Krisenmanagement"

Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

zif
Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.

Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:

Tagebuch