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Süddeutsche Zeitung: Winfried Nachtwei, Afghanistan-Experte und Symbol für die Nöte der Grünen

Autor: Webmaster

Datum: 13. Oktober 2007 10:53:34 +02:00 oder Sa, 13 Oktober 2007 10:53:34 +02:00

Zusammenfassung:  In der Süddeutschen Zeitung verfasste Nico Fried folgendes Profil von Winfried Nachtwei:

Hauptteil: 

PROFIL

Winfried Nachtwei, Afghanistan-Experte und Symbol für die Nöte der Grünen

Viele Parlamentarier im Bundestag, einschließlich der Abgeordneten Angela Merkel, haben am Freitag über den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan ohne Kenntnis des Landes aus eigener Anschauung abgestimmt Das muss sich Winfried Nachtwei nicht nachsagen lassen. Acht Mal war der Verteidigungspolitiker der Grünen in den vergangenen Jahren in Afghanistan. Stets bewaffnet mit Fotoapparat und Schreibblock hat der 61Jährige in vielen Gesprächen Material über die Lage des Landes gesammelt Nachtweis akribischen Berichten, mit denen er regelmäßig Parteifreunde, Journalisten und andere Interessierte versorgt, wird selbst in der Bundesregierung Kenntnisreichtum bescheinigt. Umso bedenklicher muss es gerade dort erscheinen, dass er am Bundeswehr-Einsatz und der Informationspolitik der Regierung allerhand auszusetzen hat. Deshalb wählte der Grünen-Politiker am Freitag im Parlament auch die Stimmenthaltung, weil er zwar das Isaf-Engagement weiter unterstützt, beim Einsatz der Tornado-Aufklärungsflugzeuge aber zu viele unbeantwortete Fragen sieht.

Der Abgeordnete aus Münster gehörte damit zu insgesamt 35 Grünen-Abgeordneten (28 Enthaltungen, sieben Nein- Stimmen), die dem umstrittenen Votum des jüngsten Parteitages in Göttingen folgten, dein Antrag der Koalition nicht zuzustimmen. Zu 80 bis 90 Prozent beruhe sein Entschluss zwar auf eigenen Einschätzungen der Lage in Afghanistan, sagt Nachtwei, aber es könne ja auch nicht schaden, "den Laden zusammenzuhalten". Quälend hatte sich die Debatte bei den Grünen in den vergangenen Wochen hingezogen, der Spagat zwischen ehemaliger Regierungspartei und heutiger Opposition misslang. Auch Nachtwei war an der Fummelei an einem Leitantrag des Bundesvorstandes beteiligt, der an der Basis letztlich sang- und klanglos durchfiel. Anders als den übrigen Beteiligten muss man ihm aber keine machttaktischen Motive unterstellen.

Nachtwei steht repräsentativ für die außenpolitische Entwicklung der Grünen. Wie Joschka Fischer hat auch der spätere Geschichtslehrer eine linke Vergangenheit, abzüglich der Straßenschlachten: Er war Mitglied im Kommunistischen Bund Westdeutschland. Von dort kam der einstige Wehrdienstleistende zur Friedensbewegung und wurde eines der Gründungsmitglieder der Grünen. In der Beurteilung deutscher Auslandseinsätze legte er in den 90er Jahren denselben Weg zurück wie der Ex-Außenminister. 2001, in der Debatte um den ersten Afghanistan-Einsatz, war Nachtwei in der Grünen-Fraktion für Fischer eine wichtige Stütze.

Trotz wachsender Skepsis redet Nachtwei bis heute keineswegs einem Abzug der Bundeswehr das Wort. Er versteht sich als Kritiker, der gerade aus Sorge um ein Engagement, das er einst selbst mit` beschlossen hat, hartnäckig auf Missstände hinweist. Deutlich wie kein anderer hat Nachtwei die Defizite in der Polizeiausbildung aufgezählt, was für die Bundesregierung besonders peinlich ist, weil Deutschland jahrelang die Verantwortung für diesen Teil des zivilen Wiederaufbaus trug. Und Nachtweis nächste Reise kommt bestimmt.

Nico Fried

Süddeutsche Zeitung, München, 13.10.2007

Anmerkungen: 

Publikationsliste
Vortragsangebot zu Riga-Deportationen, Ghetto Riga + Dt. Riga-Komitee

Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.

1989 stieß ich auf die Spuren der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.

Mit meinem bebilderten Vortrag "Nachbarn von nebenan - verschollen in Riga" stehe ich gern für Erinnerungsveranstaltungen und Schulen zur Verfügung. (Anlage)

Vorstellung der "Toolbox Krisenmanagement"

Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

zif
Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.

Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:

Tagebuch
    • Meine persönlichen Jahresrückblicke + Kurzmeldungen zur Friedens- und Sicherheitspolitik (Nr. 1-50 im Tagebuchformat)

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