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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: TAZ-Interview zum Afghanistanabzug: &quot;Man nennt das Niederlage&quot;, Leserbrief + Deutsche Welle zu OrtskrÃ¤ften </title>
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    <span class="xar-mod-title">Afghanistan + Interview</span>

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        <h1>
            TAZ-Interview zum Afghanistanabzug: &quot;Man nennt das Niederlage&quot;, Leserbrief + Deutsche Welle zu OrtskrÃ¤ften          </h1>
        <div class="xar-floatright"></div>
       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 3. Juli 2021 18:08:18 +02:00 (67548 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Von Anfang an habe ich den milit&auml;risch-zivilen Afghanistaneinsatz intensiv verfolgt, war an 20 Mandatsentscheidungen bis 2009 beteiligt und war 20 Mal vor Ort. Im taz-Interview sage ich einiges zu einer Bilanz. in den letzten 15 Jahren habe ich - neben vielen tollen Erfahrungen und Begegnungen - soviele schlimme Nachrichten erlebt, dass die jetzige Z&auml;sur emotional noch gar nicht richtig bei mir angekommen ist - vor allem nicht die akute Gefahr, das die schon krasse Lage in den worst case eines entfesselten B&uuml;rgerkrieges rutscht. Und hierzulande scheint das trotz aller Pr&auml;ventionsrhetorik kaum zu interessieren. &nbsp; &nbsp;</p></div>
            <div>    <p class="Arial" align="center"><strong>Ex-Gr&uuml;nen-MdB zum Afghanistanabzug: </strong></p>
<p class="Arial" align="center"><strong>&bdquo;Man nennt das Niederlage&ldquo; (taz-Interview 03.07.2021) </strong></p>
<p class="Arial">Als der Bundestag 2001 den Einsatz in Afghanistanbeschloss, stimmte Winfried Nachtwei f&uuml;r die Gr&uuml;nen zu. Nach dem Abzug der Bundeswehr zieht er nun Bilanz.</p>
<p class="Arial">Interview Tobias Schulze, <a href="https://taz.de/Ex-Gruenen-MdB-ueber-Afghanistan-Abzug/!5782113/">https://taz.de/Ex-Gruenen-MdB-ueber-Afghanistan-Abzug/!5782113/</a></p>
<p class="Arial"><strong>Taz: Herr Nachtwei, am Dienstagabend haben die letzten deutschen Soldaten Afghanistan verlassen. Was haben Sie empfunden, als Sie die Nachricht geh&ouml;rt haben?</strong></p>
<p class="Arial"><strong>Winfried Nachtwei:</strong> Die Nachricht kam nicht &uuml;berraschend. Trotzdem war es ein emotionaler Tiefpunkt, weil vieles zusammenkommt. Die Bilanz des Einsatzes: Es hat nicht gereicht. Es hat f&uuml;rchterlich viel nicht hingehauen. Das war die erste Reaktion, ich habe aber noch zwei andere Gef&uuml;hle parat.</p>
<p class="Arial"><strong>Welche denn?</strong></p>
<p class="Arial">Als zweites abgrundtiefe Scham. Die meisten afghanischen Ortskr&auml;fte wurden zur&uuml;ckgelassen. Wir von der Initiative zur Rettung dieser Menschen hatten seit Wochen darauf gedr&auml;ngt, dass gef&auml;lligst daf&uuml;r gesorgt werden muss, dass die auch schnell rauskommen. Jetzt besteht die gro&szlig;e Gefahr, dass sie ihren Verfolgern von den Taliban ausgeliefert sind. Unsere Verb&uuml;ndeten am Boden werden sich selbst &uuml;berlassen.</p>
<p class="Arial"><strong>Und das dritte Gef&uuml;hl?</strong></p>
<p class="Arial">Zorn dar&uuml;ber, dass die Bundesregierung in ersten Stellungnahmen wieder die alte Sch&ouml;nrednerei fortsetzt.</p>
<p class="Arial"><strong>Das klingt danach, dass Sie den Einsatz f&uuml;r gescheitert halten.</strong></p>
<p class="Arial">Wesentliche strategische Ziele wurden eindeutig verfehlt. Der Terror wurde nicht nachhaltig bek&auml;mpft. Al-Qaida wurde zwar zur&uuml;ckgedr&auml;ngt und scheint zurzeit nicht in der Lage zu so gro&szlig;en Anschl&auml;gen wie vor 20 Jahren. Aber 2019 entfielen 41 Prozent der weltweiten Terroropfer auf Afghanistan. Der UN-Auftrag, mit den afghanischen Sicherheitskr&auml;ften f&uuml;r ein sicheres Umfeld zu sorgen, wurde auch krass verfehlt. Allein letztes Jahr sind 10.000 afghanische Polizisten und Soldaten gefallen. Und auch sonst ist &nbsp;verl&auml;ssliche Staatlichkeit nur mangelhaft erreicht worden, man denke nur an die enorme Korruption in herrschenden Kreisen.</p>
<p class="Arial"><strong>Dann kommt jetzt die gro&szlig;e Frage: Warum hat es nicht geklappt? </strong></p>
<p class="Arial">Da kommt ein B&uuml;ndel von Gr&uuml;nden zusammen. Erstens hatte die Staatengemeinschaft keine Strategie. Es gab keine klaren und &uuml;berpr&uuml;fbaren Auftr&auml;ge. Zweitens gab es von Anfang an einen elementaren Dissens. Die USA unter Bush konzentrierten sich auf milit&auml;rische Terror-Bek&auml;mpfung ohne R&uuml;cksicht auf die Zivilbev&ouml;lkerung, w&auml;hrend die Mehrzahl der anderen Verb&uuml;ndeten den Wiederaufbau unterst&uuml;tzen wollten. Drittens wurden die Herausforderungen gigantisch untersch&auml;tzt. Viertens kam mangelnde Landeskenntnis und mangelndes Konfliktverst&auml;ndnis hinzu. Dann, f&uuml;nftens, die Frage der Partnerwahl. Verb&uuml;ndete waren zu oft die alten Warlords statt reformorientierte Kr&auml;fte. Sechstens, ganz wichtig: Dass &uuml;ber viele Jahre die Notwendigkeit einer politischen L&ouml;sung mit den Taliban nicht gesehen wurde. Da gab es Vorst&ouml;&szlig;e, auch von deutscher Seite, aber die USA haben das vor dem Hintergrund der eigenen Hybris lange abgeblockt. Siebtens &hellip; ach, egal, reicht jetzt.</p>
<p class="Arial"><strong>Fahren Sie ruhig fort.</strong></p>
<p class="Arial">Einen Fehler nennen ich noch: Die Milit&auml;rlastigkeit, bef&ouml;rdert durch langj&auml;hrige &nbsp;zivile Schw&auml;che. Die deutsche Diplomatie und die Polizeiausbildung waren quantitativ zu schwach aufgestellt. Unterm Strich war es nicht so, dass die Frauen und M&auml;nner, die wir dorthin entsandt haben, Schei&szlig;e gebaut h&auml;tten. Die waren klasse. Der Knackpunkt war ein kollektives politisches F&uuml;hrungsversagen in sehr vielen Hauptst&auml;dten.</p>
<p><strong>Sie sagen, dass der Westen die Herausforderungen in Afghanistan untersch&auml;tzt hat. Woher kam diese Naivit&auml;t?</strong></p>
<p>Es gab ein Dilemma. Man wollte vor allem aus B&uuml;ndnisloyalit&auml;t nach Afghanistan gehen, aber erst mal nur vorsichtig einen Zeh reinstecken. Es gab damals Berechnungen: Wenn man richtig reingehen w&uuml;rde, wie im Kosovo, w&auml;ren viele hunderttausend Soldaten n&ouml;tig. Das war aber von vornherein illusorisch und das hat dann eben auch die Wahrnehmungsbereitschaft gegen&uuml;ber der Realit&auml;t beeinflusst. Anfangs wurde das auch noch dadurch beg&uuml;nstigt, dass es wirklich aufw&auml;rts zu gehen schien. Wenn man auf einem Transportpanzer durch die Stra&szlig;en f&auml;hrt und die Leute winken, kann man sich vertun.</p>
<p class="Arial"><strong>Haben Sie selbst all die Fehler von Anfang an erkannt oder war der Einsatz auch f&uuml;r Sie ein Lernprozess?</strong></p>
<p>Zu wenig. Aber dann war es ein intensiver Lernprozess. Nach den ersten hoffnungsvollen Jahren kehrte der Krieg 2006 vor allem im S&uuml;den zur&uuml;ck. ISAF drohte, immer mehr zu einer Besatzungstruppe zu werden. Es gab Warnungen von Bundeswehrgener&auml;len. J&uuml;rgen Trittin und ich haben damals einen Brief an Au&szlig;enminister Steinmeier und Kollegen geschrieben und eine kritische Bilanzierung gefordert: Wo steht das Engagement, wo muss umgesteuert werden? Solche Warnungen wurde &uuml;ber Jahre nicht wahrgenommen.</p>
<p><strong>Gr&uuml;ndlich evaluiert wurde der Einsatz bis heute nicht. Nach dem Abzug zeigt jetzt aber auch die Regierung vorsichtige Bereitschaft dazu. Wie m&uuml;sste die Auswertung Ihrer Meinung nach aussehen?</strong></p>
<p>Es muss unbedingt eine unabh&auml;ngige Evaluierung mit externen Fachleuten sein. So wie in Norwegen, die haben als erstes Nato-Land eine seri&ouml;se Evaluierung auf den Tisch gelegt.</p>
<p><strong>Was glauben Sie: Warum steigt die Bereitschaft zur Evaluierung ausgerechnet jetzt?</strong></p>
<p>Wegen des Dr&auml;ngens derjenigen, die entsandt wurden, die zum Teil Kameraden verloren und selbst geblutet haben. Die Fragen sich: Wof&uuml;r das alles? Wenn man feststellt, dass man die Ziele verfehlt hat &ndash; gemeinhin nennt man das eine Niederlage &ndash; will man wenigstens bestm&ouml;glich daraus lernen.</p>
<p><strong>Bei allen verfehlten Zielen: Was ist heute gut in Afghanistan?</strong></p>
<p>Die Gesellschaft hat sich in Teilen erheblich ge&auml;ndert. Das gilt vor allem f&uuml;r die St&auml;dte und f&uuml;r die j&uuml;ngere Generation. Das hat auch einen Niederschlag gefunden in einer vitalen Zivilgesellschaft, die man nicht mehr reduzieren kann auf aus dem Ausland finanzierte NGOs. Nach harten Anschl&auml;gen gab es in den vergangenen Jahren Massendemonstrationen mit aberzehntausenden Teilnehmern - gegen den Terror aber auch gegen das Versagen der Regierung. Die Medienvielfalt ist f&uuml;r die Region ebenfalls ungew&ouml;hnlich. Und Studien zeigen, dass Entwicklungsprojekte, die in der Bev&ouml;lkerung gut verankert sind, auch ziemlich erfolgreich waren. Ich spreche bei solchen Projekten von Hoffnungsinseln, die es trotz alledem in Afghanistan noch gibt.</p>
<p><strong>Aber wie viel Hoffnung bleibt f&uuml;r diese Projekte, wenn die Taliban jetzt in vielen Regionen zur&uuml;ckkehren?</strong></p>
<p>Ich kenne ein Berufsbildungszentrum, in dem auch etliche Frauen lernen und das seit Jahren in einer von Taliban kontrollierten Umgebung arbeitet. Dort hat man weder Probleme noch Bef&uuml;rchtungen. Offensichtlich hat man es da mit pragmatischen Taliban zu tun, die ein Ohr daf&uuml;r haben, wie die Denke in der breiteren Bev&ouml;lkerung ist. Wie das in anderen Landesteilen aussieht, wei&szlig; ich nicht. Aber solche Hoffnungsinseln m&uuml;ssen identifiziert und nach Kr&auml;ften unterst&uuml;tzt werden.</p>
<p><strong>Was kann die Bundesregierung sonst noch tun, um Afghanistan auch nach dem Abzug zu unterst&uuml;tzen?</strong></p>
<p>Zentral ist die weitere Unterst&uuml;tzung des Verhandlungsprozesses zwischen der afghanischen Regierung und den Taliban. Bei den Sicherheitskr&auml;ften muss man sehen, ob es nicht vielleicht auch von au&szlig;erhalb des Landes weiterhin Ausbildungsunterst&uuml;tzung und Beratung geben kann. Und: Die politische UN-Mission und die UN-Unterorganisationen im Land werden an Bedeutung zunehmen. Die Bundesrepublik ist schon zuverl&auml;ssiger Geldgeber, sollte sich hier aber auch st&auml;rker mit Personal beteiligen.</p>
<p><strong>Besteht aber nicht eher die Gefahr, dass f&uuml;r Afghanistan gilt: Aus den Augen, aus dem Sinn? In den Bundestagswahlprogrammen der Parteien taucht Afghanistan kaum noch auf. </strong></p>
<p>Das ist ein ganz entscheidender Punkt: Dranbleiben, ja nicht die Aufmerksamkeit abwenden, wie es nach solchen Kriseneins&auml;tzen der &uuml;bliche Trend ist. Dem zu widerstehen, ist wirklich elementar. Eine Einstellung, Afghanistan lie&szlig;e sich wie Ballast abwerfen, ist illusorisch und zynisch.</p>
<p><strong>Gilt das auch f&uuml;r Sie pers&ouml;nlich? Bleiben Sie Afghanistan-Beobachter oder ist es nach zwanzig Jahren auch mal gut? </strong></p>
<p>Ich bleibe weiter dran. Inzwischen sind so viele pers&ouml;nliche Verbindungen gewachsen. Zu Afghanen, zu Exil-Afghanen, zu Einsatzr&uuml;ckkehrern, zu Einsatzgesch&auml;digten. Das treibt mich seit Jahren am meisten an, nicht nur die Kopfentscheidung, dass Afghanistan aus au&szlig;en- und sicherheitspolitischen Erw&auml;gungen wichtig ist. Die Verbundenheit zu diesem Land und seinen Menschen h&ouml;rt auch jetzt bei dieser Z&auml;sur nicht auf, bei der ja die akute Gefahr besteht, dass es noch mal in schlimmere Verh&auml;ltnisse abdriftet, n&auml;mlich in einen entfesselten B&uuml;rgerkrieg.</p>
<p>LESERBRIEF von Irmela Falke, Freundeskreis Afghanistan, zu <strong>&bdquo;Man nennt das Niederlage&ldquo;, </strong><em>taz vom 3. 7. 21</em></p>
<p><strong>&bdquo;Hoffnungsinseln&ldquo;?</strong></p>
<p>Im Interview mit Herrn Nachtwei wird die Frage gestellt: &bdquo;Bei allen verfehlten Zielen: Was ist heute gut in Afghanistan?&ldquo; Seine Antwort darauf ist beeindruckend: Die Gesellschaft habe sich doch in Teilen erheblich ge&auml;ndert. Er spricht von Projekten als Hoffnungsinseln, die es trotz alledem in Afghanistan gibt. Wie wahr! Denn es darf nicht unerw&auml;hnt bleiben, dass mithilfe nicht nur von gro&szlig;en internationalen, sondern auch mit kleineren NGOs Bildungslandschaften aufgebaut wurden, die von der Bev&ouml;lkerung getragen und vom &ouml;rtlichen Klerus akzeptiert werden.</p>
<p>Mithilfe von afghanischen Partnern dieser Organisationen vor Ort, engagierten LehrerInnen und bildungshungrigen Sch&uuml;lerInnen sind diese &bdquo;Hoffnungsinseln&ldquo; geschaffen worden. Jungen und besonders M&auml;dchen wurden gef&ouml;rdert, konnten ihre Schulbildung beenden und fanden Jobs, mit denen sie auch ihre Familien unterst&uuml;tzen.</p>
<p>Durch diese Unterst&uuml;tzung von au&szlig;en hat die Bev&ouml;lkerung mit ihrem Willen zur Bildung und mit viel Eigeninitiative einen gro&szlig;en Anteil an diesen Bildungslandschaften in meist abgelegenen Gebieten. Sie hat etwas geschaffen, was eigentlich die Aufgabe der afghanischen Regierung ist. Durch den Abzug der internationalen Kr&auml;fte besteht die Gefahr, dass die zivile internationale Hilfe ebenfalls heruntergefahren wird. Diese wertvollen Errungenschaften sind dann gef&auml;hrdet, wenn die Bundesregierung sich nicht dazu durchringt, endlich auch diese kleinen und mittleren, aber sehr erfolgreichen &bdquo;Hoffnungsinseln&ldquo; ohne die bisherigen hohen b&uuml;rokratischen H&uuml;rden zu f&ouml;rdern. Das sind wir Afghanistan nach &uuml;ber fast 20â€¯Jahren &bdquo;Einsatz&ldquo; mehr als schuldig.</p>
<p><em>Irmela Falke, Alsbach</em></p>
<p><a href="https://taz.de/!5781249/">https://taz.de/!5781249/</a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Vergleiche auch auf Deutsche Welle, 27.07.2021 der Beitrag von Kersten Knipp:</span></p>
<p><strong>Afghanische Ortskr&auml;fte nach Abzug der Bundeswehr</strong></p>
<p><strong>Kritik an hohen H&uuml;rden f&uuml;r Aufnahme afghanischer Ortskr&auml;fte</strong></p>
<p>Afghanische Ortskr&auml;fte, die beispielsweise f&uuml;r die Bundeswehr gearbeitet haben, m&uuml;ssen weiterhin hohe H&uuml;rden f&uuml;r eine Aufnahme in Deutschland &uuml;berwinden. Kenner der Verh&auml;ltnisse fordern einen Kurswechsel.</p>
<p><a href="https://www.dw.com/de/kritik-an-hohen-h%C3%BCrden-f%C3%BCr-aufnahme-afghanischer-ortskr%C3%A4fte/a-58065551">https://www.dw.com/de/kritik-an-hohen-h%C3%BCrden-f%C3%BCr-aufnahme-afghanischer-ortskr%C3%A4fte/a-58065551</a></p></div>


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