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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Mein Buchbeitrag &quot;Die Bundeswehr in Afghanistan - ISAF und Resolute Support&quot; - Gesamtdarstellung und selbstkritrische Bilanz eines politisch Mitverantwortlichen</title>
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    <span class="xar-mod-title">Afghanistan + Artikel von Winfried Nachtwei fÃ¼r Zeitschriften u.Ã¤.</span>

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        <h1>
            Mein Buchbeitrag &quot;Die Bundeswehr in Afghanistan - ISAF und Resolute Support&quot; - Gesamtdarstellung und selbstkritrische Bilanz eines politisch Mitverantwortlichen         </h1>
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       <div class="xar-mod-content">
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 20. März 2020 17:38:26 +02:00 (76297 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>19 Jahre Beteiligung am multinationalen und multidimensionalen Afghanistan-Einsatz - Das gr&ouml;&szlig;te, komplizierteste, teuerste, opferreichste deutsche Krisenengagement, das seine Ziele nach hoffnungsvollen ersten Jahren letztendlich nicht erreichte und heute - au&szlig;er die Zigtausenden AFG-R&uuml;ckkehrerInnen - hierzulande kaum noch interessiert. Hier ein erneuter Versuch einer selbstkritischen Bilanz, um aus richtigen Ans&auml;tzen, vor allem aus den politisch-strategischen Gro&szlig;fehlern zu LERNEN.&nbsp; &nbsp;</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong>Die Bundeswehr in Afghanistan: ISAF und Resolute Support</strong></p>
<p align="center">Winfried Nachtwei</p>
<p><em>(Erschienen in:&ldquo; Wegweiser zur Geschichte &ndash; Afghanistan&ldquo;, im Auftrag des Zentrums f&uuml;r Milit&auml;rgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, hrsg. von Bernhard Chiari, neu bearbeitet von Karl-Heinz Lutz, vierte, aktualisierte und ver&auml;nderte Auflage, Paderborn 2020. Weitere Autoren u.a. Conrad Schetter, J&ouml;rg Baberowski, Bernhard ChiariKatja Mielke, Philipp M&uuml;nch, Nicole Birtsch, Martin Rink. Der Band ist auch als PDF-Datei abrufbar unter </em><a href="http://www.mgfa.de/html/einsatzunterstuetzung/afghanistan?PHPSESSID=3ffe2fda9bcb4128171c0d8f19158373"><em>http://www.mgfa.de/html/einsatzunterstuetzung/afghanistan?PHPSESSID=3ffe2fda9bcb4128171c0d8f19158373</em></a></p>
<p><em>Das Manuskript meines Beitrags wurde im April 2017 abgeschlossen, kurz vor dem Gro&szlig;anschlag am 31. Mai, durch den die Deutsche Botschaft zerst&ouml;rt wurde, und in einem deutschen Umfeld, wo in den Programmen von Union, FDP, SPD, Gr&uuml;nen, Linken Afghanistan als politische Herausforderung nicht mehr auftauchte. Beitr&auml;ge zur aktuellen Entwicklung in Afghanistan (UNAMA-Zivilopfer-Berichte, mein 20. AFG-Besuch im Oktober 2019) auf </em><a href="http://www.nachtwei.de"><em>www.nachtwei.de</em></a><em> .</em></p>
<p>Am 22. Dezember 2001 billigte der Deutsche Bundestag den Antrag der Bundesregierung zur Teilnahme von bis zu 1200 Bundeswehrsoldaten an der UN-mandatierten International Security Assistance Force (ISAF). Der Auftrag lautete, die vorl&auml;ufige Regierung Afghanistans bei der Aufrechterhaltung der Sicherheit in Kabul und Umgebung so zu unterst&uuml;tzen, dass sie und das Personal der UN in einem sicheren Umfeld arbeiten k&ouml;nnten. Diesem begrenzten Unterst&uuml;tzungsauftrag stimmte die gro&szlig;e Mehrheit der Abgeordneten zu &ndash; im Unterschied zur hoch strittigen und knappen Bundestagsentscheidung f&uuml;nf Wochen zuvor zur Beteiligung von bis zu 100 Spezialsoldaten an der Operation Enduring Freedom (OEF) in Afghanistan. Es gebe keine Absicht, so die Bundesregierung, wie im Kosovo l&auml;nger zu bleiben. Landeskundige widersprachen dieser Erwartung von Anfang an.</p>
<p>Dreizehn Jahre sp&auml;ter ging mit ISAF der komplizierteste, teuerste und opferreichste Gro&szlig;einsatz der Bundeswehr zu Ende. Das Ende der urspr&uuml;nglich auf zwei Jahre terminierten Folgemission Resolute Support ist noch nicht abzusehen.</p>
<p>Bis 2017 unterlag der internationale und deutsche Afghanistan-Einsatz extremen Ver&auml;nderungen im Hinblick auf den Einsatzraum, die konkreten Aufgaben, die Sicherheitslage, den Kr&auml;fteansatz, die Operationsweise, die zivil-milit&auml;rische Zusammenarbeit und die Wirkungen.</p>
<p>Der ISAF-Einsatz stellte die Bundeswehr von vorneherein vor gr&ouml;&szlig;te Herausforderungen: 5000 km entfernt von der Heimat; extreme geographische, klimatische Bedingungen; eine fragmentierte, kriegszerr&uuml;ttete Gesellschaft mit hohem Konflikt- und Gewaltpotenzial; eine besonders fremde Kultur und so viele Mitakteure wie nie zuvor. Vor allem einsatzerfahrenen Bundeswehrsoldaten war bewusst, dass internationales Milit&auml;r unter solchen Bedingungen nur Zeit kaufen f&uuml;r politische Konfliktl&ouml;sung w&uuml;rde kaufen k&ouml;nnen.</p>
<p>Der ISAF-Einsatz von 5000 Soldaten aus 21 Nationen beschr&auml;nkte sich ab Januar 2002 zun&auml;chst auf den Gro&szlig;raum Kabul. ISAF sollte vor allem Vertrauen bei der einheimischen Bev&ouml;lkerung aufbauen. Diese empfing die ausl&auml;ndischen Soldaten ausgesprochen freundlich. Gemeinsam patrouillierten ISAF-Soldaten und afghanischen Polizisten leicht bewaffnet durch die Millionenstadt. Der Ansatz des &bdquo;light footprint&ldquo; erschien angesichts der verheerenden britischen und sowjetischen Interventionserfahrungen im 19. Und 20. Jahrhundert plausibel.</p>
<p>Nach einem Jahr wurde die Obergrenze des deutschen Kontingents auf 2500 verdoppelt, um 2003 die ISAF-F&uuml;hrung durch das Deutsch-Niederl&auml;ndische Korps zur erm&ouml;glichen. Im August 2003 &uuml;bernahm die NATO die F&uuml;hrung von ISAF. Die F&uuml;hrungsrolle bei der Koordination der internationalen Polizeihilfe nahm Deutschland mit zw&ouml;lf Beamten vor Ort bis 2006 nur unzureichend wahr.</p>
<p><strong>Ausweitung des ISAF-Mandats</strong></p>
<p>Mit dem Beschluss des UN-Sicherheitsrates im Oktober 2003, angesichts kritischer Entwicklungen in einigen Landesteilen das ISAF-Mandat auf das ganze Land auszuweiten, begann die zweite Phase des ISAF-Einsatzes. Deutschland &uuml;bernahm die vier Nordostprovinzen Kunduz, Baghlan, Takhar und Badakhshan als Verantwortungsbereich. In Kunduz entstand Anfang 2004 das erste deutsch gef&uuml;hrte Provincial Reconstruction Team (PRT), gefolgt vom PRT Feyzabad in Badakhshan. Die PRTs mit ihrem milit&auml;rischen und zivilen Leiter entstanden aus der Einsicht, dass Stabilisierung eines Nachkriegslandes allein mit Milit&auml;r nicht zu schaffen, sondern vielmehr auf das vernetzte und abgestimmte Wirken der diplomatischen, milit&auml;rischen, entwicklungspolitischen und polizeilichen Akteure angewiesen sei. Beeintr&auml;chtigt wurde dieser grunds&auml;tzlich sinnvolle Ansatz durch unzureichende strategische Vorgaben (kein gemeinsames Lagebild, fehlende Zielabstimmung), mangelnde ressortgemeinsame Einsatzvorbereitung und die jahrelange personelle Unterausstattung insbesondere der diplomatischen und polizeilichen Komponente. Hinzu kamen die sehr unterschiedlichen PRT-Konzepte von ISAF-Truppenstellern.</p>
<p>Im Herbst 2006 umfasste das PRT Kunduz 470 Soldaten, davon 90 Infanteristen f&uuml;r einen Raum von der Gr&ouml;&szlig;e Hessens. Mit Aufgaben wie Pr&auml;senzpatrouillen, Ma&szlig;nahmen der zivil-milit&auml;rischen Kooperation (CIMIC), Key-Leader-Engagement und Konfliktmanagement wirkten die milit&auml;risch schwachen, aber klug eingesetzten ISAF-Kr&auml;fte zun&auml;chst erfolgreich als Pufferkraft. Fortschritte waren un&uuml;bersehbar.</p>
<p>Im Sommer 2006 hatte sich der Schwerpunkt des deutschen Afghanistaneinsatzes nach Norden verschoben. Deutschland &uuml;bernahm die Rolle der Lead Nation im ISAF Regional Command North (RC North). Dazu geh&ouml;rte der Betrieb der Nachschubbasis Camp Marmal bei Mazar-e Sharif f&uuml;r 16 ISAF-Nationen. Trotz erheblichen Drucks einiger Verb&uuml;ndeter kam es 2006 nicht zu einer generellen Ausweitung des Bundeswehreinsatzes in die Kampfzonen des S&uuml;dens.</p>
<p>Erst die Indienststellung des ersten &bdquo;Operational Mentoring and Liaison Team&ldquo; (OMLT) der NATO in Kunduz im August 2006 markierte die beginnende Professionalisierung der Aufbau- und Ausbildungshilfe f&uuml;r die Afghanische Nationalarmee (ANA). Gebremst wurde sie durch konzeptionelle Schw&auml;che und einen Mangel an OMLT-Kr&auml;ften. Feldj&auml;ger &uuml;bernahmen zeitweilig die Ausbildung afghanischer Polizisten, weil deutsche Polizeiausbilder nicht ausreichend zur Verf&uuml;gung standen.</p>
<p>Anf&auml;ngliche Bef&uuml;rchtungen in Deutschland, mit ISAF in einen Kriegseinsatz zu geraten, best&auml;tigten sich f&uuml;r den deutschen ISAF-Einsatz zun&auml;chst nicht. In den ersten vier Jahren des deutschen ISAF-Einsatzes wurde nur ein Schusswechsel gemeldet. Sieben Angriffe mit Sprengfallen forderten aber acht deutsche Gefallene und &uuml;ber 40 Verwundete.</p>
<p>Die dritte Phase des Einsatzes war gepr&auml;gt durch eine sukzessive Versch&auml;rfung der Sicherheitslage in Teilen des deutschen Einsatzgebietes. Fr&uuml;he Warnungen verantwortlicher Offiziere waren 2006 in Berlin ohne Resonanz geblieben. Zu einem Wendepunkt wurde ein Selbstmordanschlag am 19. Mai 2007 in Kunduz, dem drei Bundeswehrsoldaten und sieben afghanische Zivilisten zum Opfer fielen. Priorit&auml;t bekam jetzt der Nahbereichsschutz auf Kosten der Pr&auml;senz in der Fl&auml;che, in der Aufst&auml;ndische zunehmend Fu&szlig; fassen konnten. Mitte 2007 standen f&uuml;r die Nordregion, ein Raum von der Gr&ouml;&szlig;e halb Deutschlands mit schwierigen geographischen und infrastrukturellen Bedingungen, knapp 4000 ISAF-Soldaten zur Verf&uuml;gung. Nachrichtengewinnung, Aufkl&auml;rung und Luftbeweglichkeit waren unzureichend, so dass ihre Wirkungsm&ouml;glichkeiten begrenzt blieben.</p>
<p><strong>Krieg?</strong></p>
<p>Im Juli 2008 l&ouml;ste die Bundeswehr Norwegen in der Stellung der Quick Reaction Force im RC North ab, mit der auch erstmalig offensiv gegen Aufst&auml;ndische operiert werden konnte. Gleichzeitig wurde, sechs Jahre nach Beginn, nun auch die deutsche Polizeiaufbauhilfe massiv aufgestockt. Im Oktober 2008 er&ouml;ffnete der Kommandeur des PRT Kunduz den Obleuten des Verteidigungsausschusses, man habe in der Provinz die Initiative verloren. Als am 29. April 2009 der erste Bundeswehrsoldat bei einem komplexen Hinterhalt im Kampf fiel und danach weitere schwere Gefechte folgten, wurde offenkundig, dass ISAF vor allem in den Provinzen Kunduz und Baghlan mit einem Guerilla- und Terrorkrieg konfrontiert war. Der defensiv ausgerichtete Stabilisierungseinsatz war zum harten Kampfeinsatz geworden. Die bisher restriktiven Einsatzregeln wurden angepasst. Die Tatsache des Krieges vor Ort wurde allerdings von der politischen Leitung in Abrede gestellt, bis sie nach dem von einem deutschen PRT-Kommandeur befohlenen Luftangriff auf zwei entf&uuml;hrte Tanklaster mit vielen Ziviltoten am 4. September 2009 bei Kunduz un&uuml;bersehbar wurde. In der Regierungserkl&auml;rung vom 10. Februar 2010 &auml;u&szlig;erte Au&szlig;enminister Westerwelle, in Afghanistan handele es sich um einen &bdquo;nicht-internationalen bewaffneten Konflikt&ldquo;. Erst damit bestand f&uuml;r die Einsatzsoldaten Rechtsklarheit beim Einsatz milit&auml;rischer Gewalt.</p>
<p>In der vierten Phase erreichte der ISAF-Einsatz mit knapp 150 000 Soldaten, davon 100.000 aus den USA und &uuml;ber 5 000 aus Deutschland, seinen gr&ouml;&szlig;ten Umfang und die h&ouml;chste Intensit&auml;t. Die USA bewirkten bei ISAF einen Wechsel zur Counter Insurgency Strategie (COIN), bei der die Zivilbev&ouml;lkerung zum Zentrum aller Bem&uuml;hungen werden sollte. Eine Voraussetzung daf&uuml;r war die massive Verst&auml;rkung der eigenen Kr&auml;fte (&bdquo;Surge&ldquo;). Allein in der Nordregion kamen 5000 zus&auml;tzliche US-Soldaten und eine Combat Aviation Brigade mit 57 Hubschraubern hinzu. Ab August 2010 wurden zwei deutsche Ausbildungs- und Schutzbataillone (Task Forces Kunduz und Mazar) mit je einem Marder-Zug sowie zwei Panzerhaubitzen 2000 aufgestellt (umstrukturiert in &bdquo;Partnering and Advisory Task Forces, PATF, ab Juli 2012). Sie sollten dauerhaft in der Fl&auml;che operieren, im Partnering mit den afghanischen Sicherheitskr&auml;ften deren F&auml;higkeiten f&ouml;rdern, Schwerpunktdistrikte freik&auml;mpfen und die Bev&ouml;lkerung f&uuml;r die Regierung gewinnen. Exemplarisch daf&uuml;r stand die Operation &bdquo;Halmazag&ldquo; (31. Oktober bis 3. November 2010) im Distrikt Chahar Darah, dem R&uuml;ckzugsraum der Aufst&auml;ndischen westlich von Kunduz. Die TF Kunduz vertrieb zusammen mit einem ANA-Bataillon sowie amerikanischen und belgischen ISAF-Truppen die Aufst&auml;ndischen aus dem Raum und erm&ouml;glichte dar&uuml;ber die Stromversorgung von sieben D&ouml;rfern und einen Stra&szlig;enausbau durch das Chahar Darah-Tal. Funktionierendes Partnering mit der ANA, ein &uuml;berlegener milit&auml;rischer Kr&auml;fteeinsatz unter Vermeidung von Zivilopfern, die Abstimmung mit der Bev&ouml;lkerung durch zwei Shuras (traditionelle afghanische Ratsversammlungen) w&auml;hrend der Operation sowie die z&uuml;gige ressort&uuml;bergreifende Zusammenarbeit bei Aufbauprojekten erm&ouml;glichten den Erfolg der Operation Halmazag.</p>
<p>Durch die Verst&auml;rkung der ISAF-Kr&auml;fte und die konzertierte Anstrengung der COIN-Kampagne konnten Initiative und Bewegungsfreiheit teilweise zur&uuml;ckgewonnen werden. Der jahrelange Trend st&auml;ndig zunehmender Sicherheitsvorf&auml;lle konnte 2012 erstmalig gedreht werden.</p>
<p>Konterkariert wurden diese Fortschritte am Boden auf der strategischen Ebene durch die Entscheidung von US-Pr&auml;sident Obama, anderer ISAF-Truppensteller und afghanischer F&uuml;hrung, die ISAF-Kampftruppen bis Ende 2014 abzuziehen. Sollte &nbsp;urspr&uuml;nglich die &Uuml;bertragung der Sicherheitsverantwortung f&uuml;r Provinzen an die afghanischen Sicherheitskr&auml;fte nach der jeweiligen &Uuml;bergabereife erfolgen, wurde nun die Einhaltung des Abzugstermins zum ausschlaggebenden Kriterium. Die Aufst&auml;ndischen brauchten nur noch den Abzug der ISAF-Kampftruppen abzuwarten, um dann die erheblich geschw&auml;chten afghanischen Sicherheitskr&auml;fte anzugreifen.</p>
<p>Die Jahre 2010/2011 waren die intensivsten des deutschen ISAF-Einsatzes mit rund 160 Feindkontakten, darunter 65 Feuergefechten mit eigenem Schusswaffengebrauch, mit 15 Gefallenen und &uuml;ber 110 k&ouml;rperlich Verwundeten. Insgesamt waren Bundeswehrsoldaten in Afghanistan seit 2002 &uuml;ber 380 Mal mit gegnerischen Angriffen konfrontiert und mindestens 150 Mal standen sie in Schusswechseln und Gefechten. 35 deutsche Soldaten fielen durch unmittelbare Feindeinwirkung, &uuml;ber 260 wurden k&ouml;rperlich verwundet. Die Zahl der seelisch Verwundeten l&auml;sst sich nicht pr&auml;zise benennen, liegt aber um ein Mehrfaches &uuml;ber der Zahl der k&ouml;rperlich Verwundeten. In Afghanistan erfuhren erstmals in der bundesdeutschen Geschichte Tausende Bundeswehrsoldaten <em>alle</em> Konsequenzen ihres Berufes: st&auml;ndige Bedrohung durch IEDs und Hinterhalte, hoch intensive Gefechte, Verwundung, Tod, T&ouml;ten.</p>
<p><strong>Von ISAF zu Resolut Support</strong></p>
<p>Die &Uuml;bergabe der Raum- und Sicherheitsverantwortung an die afghanischen Sicherheitskr&auml;fte und des &Uuml;bergangs von ISAF zur Folgemission Resolute Support (RS) bestimmte die f&uuml;nfte Phase des Einsatzes. Sie begann im Oktober 2012 mit der &Uuml;bergabe des Feldlagers Feyzabad an die afghanischen Sicherheitskr&auml;fte. Im Juni und Oktober 2013 folgten die &Uuml;bergaben des Au&szlig;enpostens OP North in Baghlan und des Feldlagers Kunduz. Im Laufe des Jahres 2014 verlie&szlig;en die ISAF-Kampftruppen das Land. Die komplexe Operation der R&uuml;ckverlegung gelang trotz unfriedlicher Bedingungen ohne (gr&ouml;&szlig;ere) St&ouml;rungen. Aus dem RC North Stab entstand das &bdquo;Train-Advise-Assist-Command North&ldquo; (TAAC-N), die &nbsp;Nord-&bdquo;Speiche&ldquo; im &bdquo;Nabe- und Speichenmodell&ldquo; von RS, mit insgesamt 1600 Soldaten.</p>
<p>Am 1. Januar 2015 &uuml;bernahm <strong>Resolute Support</strong> den Auftrag einer deutlich reduzierten internationalen Sicherheitsunterst&uuml;tzung: Statt Partnering und Mentoring beschr&auml;nkte sich der Auftrag jetzt auf Beratung der Korpsebene und des ANA-Ausbildungszentrums ausdr&uuml;cklich ohne Kampfauftrag (sechste Phase). Die 2017 bis zu 980 Bundeswehrsoldaten kamen vor allem in Mazar-e Sharif, in geringem Umfang in Kabul zum Einsatz. Wie nachhaltig die 120 Berater, davon 80 deutsche, in der schwierigen Milit&auml;rkultur des 209. ANA-Korps wirken k&ouml;nnen, ist schwer zu beurteilen. Das gilt genauso f&uuml;r die 60 Beamten des German Police Project Teams.</p>
<p>Parallel zum ISAF-Abzug verschlechterte sich die Sicherheitslage erheblich: Laut UNAMA stieg 2014 die Zahl der Zivilopfer im Kontext des bewaffneten Konflikts sprunghaft um 22% auf 3699 Tote und 6849 Verletzte, 2015 um weitere 4% und 2016 um 3%. Die Zahl der Binnenvertriebenen stieg 2015 auf 1,2 Millionen. Im Nordosten, dem fr&uuml;heren Hauptverant-wortungsgebiet der Bundeswehr, verdoppelte sich 2015 die Zahl der Zivilopfer gegen&uuml;ber dem Vorjahr vor allem infolge der harten K&auml;mpfe in der Provinz Kunduz. Diese gipfelten im Herbst in einer 14-t&auml;gigen Besetzung der Provinzstadt durch die Taliban. Viele Distrikte, die 2010/2011 freigek&auml;mpft worden waren, sind inzwischen wieder unter Kontrolle der Aufst&auml;ndischen. Sehr hoch sind die Verluste der afghanischen Sicherheitskr&auml;fte: 2016 stiegen sie bis Mitte November im Vergleich zum Vorjahr um 35% auf rund 6800 Gefallene und 11780 Verwundete. Hinzu kommt eine hohe Desertionsquote.</p>
<p>Der politisch einm&uuml;tig gewollte, terminfixierte ISAF-Abzug hinterlie&szlig; kein sicheres Umfeld und war mitverantwortlich daf&uuml;r, dass dem bewaffneten Konflikt so viele Menschen zum Opfer fielen wie nie seit 2002. In der deutschen Politik und &Ouml;ffentlichkeit war diese Art von &bdquo;Begleitsch&auml;den&ldquo; nie ein Thema.</p>
<p>Die d&uuml;stere Lageentwicklung veranlasste die NATO, die urspr&uuml;nglich bis Ende 2016 terminierte Mission f&uuml;r unbestimmte Zeit zu verl&auml;ngern und eine Unterst&uuml;tzung der afghanischen Kr&auml;fte durch RS in nichtkinetischen Bereichen zu erlauben. Dem ANA-Gefechtsstand im umk&auml;mpften Kunduz wurde ein kleines Beratungselement (&bdquo;Expeditionary TAA&ldquo;) mit 50-60 Bundeswehrsoldaten beigestellt.</p>
<p>Eine ressort&uuml;bergreifende und systematische Wirkungsanalyse des deutschen wie des internationalen Afghanistan-Engagements und des Bundeswehreinsatzes gibt es, obwohl h&auml;ufig gefordert, bis heute nicht.</p>
<p>Die Meinungen &uuml;ber die Wirksamkeit des deutschen ISAF-Einsatzes gehen in Gesellschaft, Politik und Streitkr&auml;ften weit auseinander: Oft ist die Rede von einer gemischten Bilanz, von &uuml;berh&ouml;hten und verfehlten Zielen, oft auch von Scheitern. Meist wird der Afghanistaneinsatz auf die milit&auml;rische Komponente verk&uuml;rzt, werden seine politischen und zivilen Anteile ausgeklammert.</p>
<p>Gleichwohl hatte und hat der Bundeswehreinsatz auch positive Wirkungen und Seiten.</p>
<p>- Zum Ersten hatte er eine hohe Akzeptanz in der afghanischen Bev&ouml;lkerung und f&ouml;rderte bis 2007 ein relativ sicheres Umfeld im Norden Afghanistans, was vielf&auml;ltige Aufbaufortschritte erm&ouml;glichte (<em>danach Ab- und Aufw&auml;rtstrends gleichzeitig in verschiedenen Provinzen</em>).</p>
<p>- Zum Zweiten erlaubte er die - allerdings erst 2006/08 einsetzende - forcierte Aufbauhilfe f&uuml;r die afghanischen Sicherheitskr&auml;fte, die teilweise eine eigenst&auml;ndige Operationsf&auml;higkeit erreichten.</p>
<p>- Drittens er ab 2010 zur kurzfristigen Zur&uuml;ckgewinnung vieler von Aufst&auml;ndischen kontrollierter Distrikte im Rahmen der COIN-Offensive.</p>
<p>- Viertens unterst&uuml;tze er das gut funktionierende multinationale Zusammenwirken von bis zu 19 ISAF-Nationen im RC North.</p>
<p>Im Innenverh&auml;ltnis erh&ouml;hte der Einsatz den Ausbildungsstand und die Einsatzf&auml;higkeit der Bundeswehrsoldaten im gesamten Aufgabenspektrum, vom respektvollen Umgang mit der Zivilbev&ouml;lkerung bis zur Aufstandsbek&auml;mpfung und dem insgesamt kontrollierten Einsatz milit&auml;rischer Gewalt. Schlie&szlig;lich war der Afghanistan-Einsatz ein enormer Erfahrungsgewinn der Bundeswehr.</p>
<p>Im Laufe der Jahre wurden die Teilfortschritte zunehmend durch wuchernden Terror und Krieg &uuml;berschattet und infrage gestellt. Das hat eine Vielzahl von Gr&uuml;nden, wie Korruption, schlechte Regierungsf&uuml;hrung oder die Rolle Pakistans.</p>
<p>Strategische Fehler der Staatengemeinschaft beg&uuml;nstigten diese Entwicklung.</p>
<p>- Erstens agierte die Staatengemeinschaft jahrelang auf der Basis allgemeiner UN-Mandate ohne klare, gemeinsame Strategie, ja mit kontr&auml;ren strategischen Ans&auml;tzen und oft kontraproduktiven Wirkungen: Milit&auml;risch beschr&auml;nkte Terrorbek&auml;mpfung versus Sicherheitsunterst&uuml;tzung und Staatsaufbau; unterschiedliche Einstellungen zur afghanischen Eigenverantwortung, zum Umgang mit Warlords und Korruption, zum Einsatz milit&auml;rischer Gewalt und zum Schutz der Zivilbev&ouml;lkerung.</p>
<p>- Zweitens litt der deutsche Einsatz an einer unklaren und un&uuml;berpr&uuml;fbaren Zieldefinition sowie am Vorrang innenpolitischer Opportunit&auml;tserw&auml;gungen auf der politisch-strategischen Ebene.</p>
<p>- Drittens &uuml;berwog trotz verschiedener Bem&uuml;hungen um interkulturelle Kompetenz insgesamt ein unzureichendes Verst&auml;ndnis der &ouml;rtlichen Gesellschaft, der Beziehungsgeflechte und Konflikte. Es f&uuml;hrte oft zur Dominanz westlicher Leitbilder mit &uuml;berh&ouml;hten Erwartungen. Die Herausforderungen &ndash; Herstellung von Sicherheit und ein entsprechendes Aufbauprogramm in einem kriegszerr&uuml;tteten Land &ndash; wurden untersch&auml;tzt.</p>
<p>- Viertens beschr&auml;nkten knappe Mandatsobergrenzen die Flexibilit&auml;t und Wirksamkeit des Bundeswehrkontingents. &Uuml;ber viele Jahre war die Aufbauhilfe im Vergleich zum milit&auml;rischen Mitteleinsatz finanziell und personell schlechter gestellt, was Ausdruck der gro&szlig;en Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit des vernetzten ressort&uuml;bergreifenden Ansatzes war. Zudem wurden politisch-strategische Wirksamkeitsanalysen stark vernachl&auml;ssigt. Es gab viel Sch&ouml;nrednerei: In den ersten Jahren &uuml;berwogen Aufbau- und Machbarkeitsillusionen, seit <em>(richtig: vor und um</em>) 2014 Abzugsillusionen. Dazu wurden die eigenen Beitr&auml;ge zur Kriegs- und Drogen&ouml;konomie als Wachstumsbranche Nr. 1 ausgeblendet.</p>
<p>- Hinzu kam ein Mangel an strategischer Geduld und ressort&uuml;bergreifender, ehrlicher Kommunikation des Einsatzes. Schlie&szlig;lich wurden erst nach dem Wiedererstarken der Taliban nach einer politischen Konfliktl&ouml;sung gesucht. Die pakistanische Seite des Gewaltkonflikts wurde in diesem Zusammenhang viel zu lange ausgeblendet.</p>
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<p><strong>Bilanz</strong></p>
<p>Die Beratungsmission Resolute Support ist, zusammen mit Polizeiberatern, unverzichtbar, damit die afghanischen Sicherheitskr&auml;fte nicht schnell zerfallen und die Kriegsgewalt nicht noch mehr eskaliert. Als Rahmennation kommt Deutschland im Norden eine Schl&uuml;sselrolle zu. RS ist mit seinem Auftrag und Kr&auml;fteansatz aber nicht in der Lage, die prek&auml;re Pattsituation des bewaffneten Konflikts positiv zu wenden.</p>
<p>Ausschlaggebend hierf&uuml;r ist, wieweit die afghanische Regierung ihre Blockade &uuml;berwindet, wieweit Nachbarn und Regionalm&auml;chte ein gemeinsames Interesse an der Stabilisierung Afghanistans entwickeln und ob Deutschland und die Staatengemeinschaft trotz allem verl&auml;ssliche Partner bei Sicherheitsunterst&uuml;tzung, Aufbau und Entwicklung bleiben. In keinem Land hat sich die Bundesrepublik Deutschland mit Zehntausenden ihrer B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger so sehr f&uuml;r Sicherheit, Frieden und Entwicklung engagiert wie in Afghanistan. Trotz einer verbreiteten &bdquo;Afghanistan-M&uuml;digkeit&ldquo; liegt das weitere Engagement im sicherheits- und friedenspolitischen Interesse der Staatengemeinschaft und auch Deutschlands. Die Menschen in Afghanistan und die dorthin entsandten Frauen und M&auml;nner brauchen Aufmerksamkeit, Unterst&uuml;tzung und Verl&auml;sslichkeit.</p>
<p><strong><em><span style="text-decoration: underline;">Zur j&uuml;ngeren Entwicklung </span></em></strong></p>
<p>- Schlechtere Sicherheitslage, lebensnotwendige Unterst&uuml;tzung, durchhaltende Aufbauprojekte: <strong>Bericht von meinem 20. Afghanistanbesuch</strong> (Mazar-e Sharif und Kunduz), November 2019, <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1613">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1613</a></p>
<p>- <strong>UNAMA-Halbjahresbericht I/2019</strong>&nbsp; + j&uuml;ngste SIGAR-Berichte zu Zivilopfern, Sicherheits- und Risikolage in Afghanistan: R&uuml;ckgang der Zivilopfer um 27%, aber: Anstieg der Zivilopfer durch Pro-Regierungskr&auml;fte um 31%, Anschlagswelle seit Juli, 06.09.2019, <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1603">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1603</a></p>
<p>- Einmalige Langzeitstudie zu deutschen <strong>Afghanistan-R&uuml;ckkehrern</strong>: Wie verarbeiten sie ihre Einsatzerfahrungen, wie stehen Sie drei Jahre danach zum AFG-Einsatz?, Kommentierte Zusammenfassung der Studie, <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1576">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1576</a> &nbsp;</p>
<p>- <strong>UNAMA-Jahresbericht 2018</strong> zu Zivilopfern in Afghanistan: Wieder um 11.000 Tote und Verletze, Zahl der Daesh-Opfer mehr als verdoppelt, h&ouml;chste Opferzahl bei Luftoperationen seit 2009, 28. Februar 2019, <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1573">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1573</a></p>
<p>- Erste Kommentare zur <strong>Ank&uuml;ndigung eines US-Teilabzuges</strong> aus Afghanistan von T. Ruttig, A. Cordesman/CSIS, TOLOnews, Longwar Journal u.a., 23.12.2018, <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1566">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1566</a></p>
<p>- &bdquo;<strong>Gehen oder bleiben?&ldquo;</strong> Mein Vortrag bei der 32. Afghanistan-Tagung in Villigst, 24.11.2018, <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1563">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1563</a></p>
<p>- <strong>Bundestagsdebatten</strong> zur Resolute-Support-Verl&auml;ngerung/Afghanistan. Nach drei Jahren Beratungsmission in Afghanistan: Klare Sicht? Gemeinsamer Kurs? Langer Atem? Kommentar zu den Bundestagsdebatten &uuml;ber die Fortsetzung der deutschen Beteiligung an &bdquo;Resolute Support&ldquo; am 21.11./12.12.2017, 02.01.2018, <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1513">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1513</a></p>
<p>- Statt &bdquo;weiter so&ldquo; im Nebel abw&auml;rts in Afghanistan: <strong>Endlich kritische &Uuml;berpr&uuml;fung</strong>, Realismus, strategischer Konsens und Exit-Kriterien. Anmerkungen zur Mandatsentscheidung &bdquo;Resolute Support&ldquo;, 21.11.2017, <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1506">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1506</a></p>
<p>- Afghanistan: <strong>Wuchernde Fluchtursachen</strong>, einzelne Hoffnungstr&auml;ger &ndash; Zur Lagebeurteilung des AA und zur deutschen Zusammenarbeit mit AFG unter Bedrohung, 10.09.2017, <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1495">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1495</a></p>
<p>- <strong>M&ouml;rderische Woche in Kabul</strong> &ndash; Mittwoch Lkw-Bombe in Rush Hour im Zentrum, Freitag Demo mit Toten, Samstag 3 Selbstmordattent&auml;ter bei Beerdigung, 1./2./3./7. Juni 2017 <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1475">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1475</a></p>
<p>- Mai 2007: Unser Besuch in der <strong>Hoffnungsprovinz Kunduz</strong>, 14 Tage sp&auml;ter Selbstmordanschlag auf dem Markt von Kunduz &ndash; Wendepunkt des deutschen AFG-Einsatzes, 14. Mai 2017, <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1471">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1471</a>&nbsp;&nbsp;&nbsp;</p>
<p>- <strong>Massakerangriff</strong> auf afghanische Soldaten in Mazar-e Sharif beim Freitagsgebet: Hierzulande keine Anteilnahme, kein Interesse mehr? 01.05.2017,<a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1468">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1468</a></p></div>


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