Wege zum Frieden: Mein Vortrag "Friedensbewegung im Münsterland" in Telgte und Sonderführung durch die große Friedens-Ausstellung im LWL-Museum in Münster

Von: Nachtwei amSo, 03 Juni 2018 10:43:17 +01:00

Erst ein Rückblick in die Jahre der größten Massenbewegung, die die Bundesrepublik je erlebt hat, geschildert von dem damaligen Aktivisten Winfried (althochdeutsch "Friedensfreund"); dann der Blick von oben auf "Bilder - Wege zum Frieden" vom Mittelalter bis zur Gegenwart im LWL Museum Münser.  



Mein Vortrag „Friedensbewegung im Münsterland“ in Telgte und Sonderführung durch die

große Friedens-Ausstellung im LWL Museum Münster

Winfried Nachtwei

(Fotos auf www.facebook.com/winfried.nachtwei )

RELíGIO - Westfälisches Museum für religiöse Kultur GmbH
Herrenstraße 1-2
48291 Telgte

Dienstag, 05. Juni 2018, 18 Uhr, Vortrag

Winfried Nachtwei: „Die Friedensbewegung im Münsterland“
Vor 35 Jahren erlebte die Bundesrepublik mit dem Protest gegen die geplante Stationierung von US-Atomraketen eine so breite Friedensbewegung wie nie zuvor. Auch im Münsterland standen Abertausende Menschen auf gegen einen Aufrüstungsschritt, der einen Atomkrieg – insbesondere in Europa - wahrscheinlicher zu machen drohte.
Der damalige Geschichtslehrer Winfried Nachtwei aus Münster war mit der Grünen Friedens-AG voll dabei. In einem bebilderten Vortrag berichtet der langjährige Bundestagsabgeordnete über die Hoch-Zeit der Friedensbewegung im Münsterland: ihre vielfältigen Aktionen, Demos, Proteste an Atomwaffenlagern bei Ostbevern und Dülmen, ihre Breite, Vielfalt, aber auch internen Konflikte, über die Reaktionen ihrer politischen Gegner, ihre kurz- und längerfristigen Wirkungen. Und wie es mit der Friedensbewegung nach der Raketenstationierung bis 1989 und ohne die „klaren Fronten“ des Ost-West-Konflikts vor dem Hintergrund des Golfkrieges 1991 und der Kriege auf dem Balkan weiterging.

(Der Votrag ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung "(M)ein Weg zum Frieden".)
Eintritt frei

Einladung Sonderführung Friedensausstellung in Münster am 06. Juni

Liebe Freundinnen und Freunde,

Ihr seid herzlich zu einer Sonderführung durch die Ausstellung "Bilder vom Frieden - Wege zum Frieden" im LWL Museum am Mittwoch, 6. Juni, 18.15 Uhr, eingeladen (Treffpunkt Eingang Domplatz des LWL-Museums um 18.00 Uhr)

Die Friedensbewegung der 80er Jahre gehört zu den Wurzeln der Grünen Partei. Grüne waren immer wieder VorkämpferInnen für zivile Alternativen der Friedens- und Sicherheitspolitik. Seit den Balkankriegen der 90er Jahr gab es auf dem Feld der Friedenspolitik bei den Grünen aber auch so heiße Kontroversen wie wohl bei keinem anderen Politikfeld. Schließlich: Seit einigen Jahren nimmt die Zahl der Kriege weltweit wieder deutlich zu, vermehrt auch in der europäischen Nachbarschaft.

Vor diesem Hintergrund dürfte für Grüne und "Nahestehende" besonders interessant sein, was das einmalige Kooperationsprojekt von fünf (!) Friedensausstellungen ("Wege zum Frieden - von der Antike bis heute") in Münster an historischen Erfahrungen und Anregungen zu bieten hat: Das Archäologische Museum ("Eirene/Pax - Frieden in der Antike"), das Stadtmuseum ("Ein Grund zum Feiern?"), das Picassso Museum ("Von den Schrecken des Krieges zur Friedenstaube"), die Bistumsausstellung "Frieden. Wie im Himmel so auf Erden" und "Bilder vom Frieden - Wege zum Frieden" im  LWL Museum für Kunst und Kultur.

Hannah Neumann, Friedensforscherin und Menschenrechtsaktivistin, Kreissprecherin der Grünen Berlin Lichtenberg und Mitglied der BAG Frieden, wirkt bei der LWL-Ausstellung "Wege zum Frieden" mit: Im letzten Ausstellungsraum (Frieden in unserer Gegenwart) gehört sie zu 13 Personen aus unterschiedlichen Lebensbereichen die auf Interviewfragen zu verschieden Aspekten des Friedensthemas, angefangen bei eigenen Erfahrungen mit Frieden bzw. Unfrieden antworten. Ihr Einblick in das spannende Ausstellungsprojekt brachte sie auf die Idee, den Münsteraner Grünen eine Sonderführung durch die LWL-Ausstellung anzubieten: Mit einer vom Museum gestellten Führung, ergänzt von Hannah Neumann und Winni Nachtwei, ehemaliger Grüner MdB für Friedens- und Sicherheitspolitik und Vorsitzender des Beirats Zivile Krisenprävention beim Auswärtigen Amt.

Die Ausstellung schildert über die historische Langstrecke und mit vielen eindringlichen Exponaten

- Symbole und Darstellungen des Friedens,

- Frieden (bzw. das Grauen des Krieges) in der Kunst (erschütternd Otto Dix, Käthe Kollwitz)

- Gesten, Rituale und Verfahren des Friedens (der "Damenfrieden von Cambrai", die Bürger von Calais)

- Beispielhafte Friedensschlüsse, dabei die Rolle von Vermittlern, Festen

- Zeitalter der Extreme (die ersten neun Zehntel des 20. Jahrhunderts)

- Frieden in unserer Gegenwart des 21. Jahrhunderts.

Hannah und Winni können dabei Brücken zu den heutigen friedenspolitischen Herausforderungen, zu neueren friedenspolitischen Ansätzen und Grüner Friedenspolitik im Wandel der Zeiten schlagen. Anschließend können wir uns in gemütlicher Runde im Marktcafe dazu austauschen, das Gesehene vertiefen.
Der Eintritt ist frei. Da die Teilnehmerzahl der Führung begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung bei der KV Geschäftsstelle verwaltung@gruene-muenster.de (Geschäftsführerin Hildegard Termühlen), 0251-8995820
Herzliche Grüße
Winni Nachtwei

Rezension der Münsteraner Friedens-Ausstellungen in der Süddeutschen Zeitung vom 25. Mai 2018:

Geschichte des Friedens - Geschenk Gottes

 

In Münster, der Stadt des Westfälischen Friedens, betrachten fünf Ausstellungen die Geschichte der Menschheit auf ihrem langen Weg vom immerwährenden Krieg zum Frieden.

 

Von Rudolf Neumaier

 

http://www.sueddeutsche.de/kultur/geschichte-des-friedens-geschenk-gottes-1.3992051