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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Peacekeeping + vernetztes Handeln mit Gesicht: Festakt zum Tag des Peacekeepers 2017 in Berlin mit Literatur-NobelpreistrÃ¤ger Wole Soyinka </title>
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    <span class="xar-mod-title">Vereinte Nationen (UNO) + Bericht von Winfried Nachtwei</span>

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        <h1>
            Peacekeeping + vernetztes Handeln mit Gesicht: Festakt zum Tag des Peacekeepers 2017 in Berlin mit Literatur-NobelpreistrÃ¤ger Wole Soyinka          </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 29. Oktober 2017 14:08:11 +01:00 (67546 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Lauter Einsatz- und Friedenspraktiker in verschiedenen Uniformen und Zivil, Leistungstr&auml;ger in Friedenssicherung - wieder ein friedens- und sicherheitspolitisches Gro&szlig;ereignis. F&uuml;r die Tagesmedien offenbar ohne jeden Nachrichtenwert!</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong>Peacekeeping und vernetztes Handeln mit Gesicht:</strong></p>
<p align="center"><strong>Festakt zum Tag des Peacekeepers</strong></p>
<p align="center"><strong>am 23. Oktober 2017 in Berlin</strong></p>
<p align="center">Winfried Nachtwei (10/2017)</p>
<p align="center">(Fotos auf <a href="http://www.facebook.com/winfried.nachtwei">www.facebook.com/winfried.nachtwei</a> )</p>
<p>Rund 350 G&auml;ste kamen am Sp&auml;tnachmittag des 23. Oktober, dem Vorabend des Tages der Vereinten Nationen, &nbsp;in den &bdquo;Bolle Fests&auml;len&ldquo; in Berlin Moabit zur Feier des &bdquo;Tages des Peacekeepers 2017&ldquo; zusammen. Die meisten waren Teilnehmerinnen und Teilnehmer an internationalen Friedensmissionen &ndash; Soldaten, Polizisten und Zivilexperten, au&szlig;erdem viele Repr&auml;sentanten der Ressorts, der Politik und Gesellschaft.</p>
<p>Eingeladen hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen gemeinsam mit den Bundesministern des Ausw&auml;rtigen, Sigmar Gabriel, und des Innern, Thomas des Maizi&egrave;re.</p>
<p>Schade war, dass sich die Minister &ndash; es hie&szlig;, wegen der Fraktionssitzungen vor der morgigen Konstituierung des Bundestages &ndash; von ihren Staatssekret&auml;ren vertreten lassen mussten. Die allj&auml;hrlich rotierende Organisationsverantwortung lag dieses Jahr beim Verteidigungsministerium.</p>
<p>Seit 2013 wird auch in Deutschland der Tag des Peacekeepers, angelehnt an den International Day of UN-Peacekeepers am 29. Mai, begangen. (Zum Hintergrund und den letzten Peacekeeper-Tagen: <a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1497">http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1497</a> )</p>
<p>Wie die vorherigen war auch die diesj&auml;hrige Feierstunde w&uuml;rdig, stimmungsvoll und ermutigend. Moderiert wurde sie von Dr. Christian M&ouml;lling, Stellvertrender Direktor des Forschungsinstituts der Deutschen Gesellschaft f&uuml;r Ausw&auml;rtige Politik (DGAP).</p>
<p><strong>Gru&szlig;worte sprachen</strong> Staatssekret&auml;r Gerd Hoofe (BMVg), R&uuml;diger K&ouml;nig (Leiter der Abteilung Stabilisierung im AA) und Staatsekret&auml;rin Dr. Emily Haber (BMI).</p>
<p>Die Videobotschaft des VN-Generalsekret&auml;rs Antonio M. d. O. Guterres war ein wenig pers&ouml;nliches VN-Werbevideo.</p>
<p>Bewegend und mit langem Beifall bedacht war dann die Lesung des nigerianischen <strong>Literatur-Nobelpreistr&auml;gers Wole Soyinka</strong>. (1986 hatte er als erster Afrikaner den Literatur-Nobelpreis erhalten. Der heute 83-J&auml;hrige mit seiner markanten wei&szlig;en Haarkrone, laut Deutsche Welle &bdquo;Nigerias unerschrockener Literat&ldquo;, kritisierte unverbl&uuml;mt viele nigerianische Regierungen und etliche Diktaturen. Seine Friedensinitiativen beim Biafra-Krieg brachten ihm 22 Monate Haft ein. 2017 zerst&ouml;rte er aus Protest gegen den neuen US-Pr&auml;sidenten Trump seine Green Card.&nbsp; <a href="http://www.dw.com/de/wole-soyinka-nigerias-unerschrockener-literat/a-18319016">http://www.dw.com/de/wole-soyinka-nigerias-unerschrockener-literat/a-18319016</a> ) (1)</p>
<p>Stellvertretend werden bei den Feiern zum Tag des Peacekeepers <strong>jeweils drei Soldaten, Polizisten und Zivilexperten geehrt</strong>. Heute waren es</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Zivile Experten</span></p>
<p>- Emanuela Goerick UN Verification Mission in Colombia (UNMC), Human Ressources Officer seit April 2017, verantwortlich f&uuml;r Personalplanung, Rekrutierung, Auswahl und Organisationsmanagement.</p>
<p><em>(UNMC besteht seit November 2016. Ihr Auftrag: Reintegration der fr&uuml;heren Mitglieder der Guerilla-Organisation FARC-EP ins politische, wirtschaftliche und soziale Leben, einschlie&szlig;lich Einhaltung der Sicherheitsgarantien f&uuml;r diese. Seit 5. Oktober ist UNMC zus&auml;tzlich mit der &Uuml;berwachung des Waffenstillstands zwischen kolumbianischer Regierung und der zweitgr&ouml;&szlig;ten Guerilla-Organisatioj ELN betraut. Anfang September 2017 hatten beide Seiten eine Waffenruhe vereinbart.)</em></p>
<p>- Sylwia Zalewska-L&ouml;wenberg European Union Integrated Border Management Assistance Mission in Libya (EUBAM Libya), Strafrechtsexpertin, zust&auml;ndig f&uuml;r die Bedarfsanalyse des libyschen Staatsanwaltswesens, Strafgerichtswesens und Strafvollzugs sowie Gesetzesanalyse.</p>
<p><em>(EUBAM Libya wurde 2013 gegr&uuml;ndet als zivile Beratungsmission zur Unterst&uuml;tzung der Sicherung der libyschen Land-, See- und Luftgrenzen. Das HQ befindet sich wegen der Sicherheitslage seit 2014 in Tunis. Seit Ende 2015 dient die Mission verst&auml;rkt als Planungseinheit zur Vorbereitung einer m&ouml;glichen k&uuml;nftigen GSVP-Mission zur EU-Unterst&uuml;tzung von Rechtsstaatlichkeit, Polizei, Terrorismusbek&auml;mpfung, Grenz- und Migrationsmanagement. Zzt. vor allem strategische Beratung auf ministerieller Ebene. K&uuml;rzlich wurde eine &bdquo;Leichte Pr&auml;senz&ldquo; in Libyen hergestellt, die regelm&auml;&szlig;igere und l&auml;ngere Dienstreisen nach Tripolis erm&ouml;glichen wird.)</em></p>
<p>- Matthias Kalusch OSZE Special Monitoring Mission in Ukraine (SMMU), seit 2014 Leiter des Kiewer Monitoring Teams der OSZE Special Monitoring Mission in Ukraine: Beobachtung der Auswirkungen des Konflikts in der Ostukraine auf Kiew und die umliegenden Regionen, insbesondere der Sicherheitslage, auch humanit&auml;rer und politischer Fragen, z.B. Parlamentssitzungen, Demonstrationen, Verhalten von Sicherheitskr&auml;ften, Lage der Fl&uuml;chtlinge, die aus Krim und dem Osten kommen. Seit 2014 ist er ziviler Koordinator f&uuml;r die deutschen Sekundierten des ZIF bei OSZE SMMU.</p>
<p><em>(Das Kiewer Team ist eines von zehn Beobachterteams mit bis zu 24 BeobachterInnen und acht ukrainische Unterst&uuml;tzungskr&auml;fte. OSZE SMMU wurde im M&auml;rz 2014 auf Bitten der ukrainischen Regierung und mit Beschluss aller 57 OSZE-Mitgliedsstaaten gegr&uuml;ndet und ist eine unbewaffnete zivile Beobachtermission, die&nbsp; mit ihren rund 700 BeobachterInnen rund um die Uhr in allen Regionen des Landes au&szlig;er der Krim pr&auml;sent ist. Ihre Hauptaufgaben: Berichterstattung &uuml;ber die Lage in er Ukraine, &Uuml;berwachung des Waffenstillstandes und des Abzugs von Truppen und Material gem&auml;&szlig; Minsker Abkommen und F&ouml;rderung des Dialogs zwischen allen Konfliktparteien.)</em></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Soldaten</span></p>
<p>- Hauptfeldwebel Vanessa Kistner (geb. Bohn), Gebirgsj&auml;ger, Mission multidimensionnelle int&eacute;gr&eacute;e des Nations Unies pour la stabilisation au Mali (MINUSMA), 1. Halbjahr 2017 Sp&auml;htruppf&uuml;hrerin (Fennek) und stellv. Zugf&uuml;hrerin; Aufgabe: Verdichtung des Lagebilds f&uuml;r die &uuml;bergeordnete F&uuml;hrung, Bedrohungslage der Zivilbev&ouml;lkerung. Mit Sp&auml;htrupp z.T. f&uuml;nf Tage im Land unterwegs, um Detailinformationen &uuml;ber Gel&auml;nde, Wegenetze und Gef&auml;hrdungslage zu beschaffen, aber auch f&uuml;r Gespr&auml;che mit einheimischer Bev&ouml;lkerung und &Auml;ltesten; &bdquo;Auge und Ohr der Missionsleitung&ldquo;.</p>
<p><em>(MINUSMA ist der gr&ouml;&szlig;te Bundeswehreinsatz mit &ndash; heute - 1010 Soldatinnen und Soldaten, plus 142 bei EUTM Mali. Vgl. Friedenssicherung durch die VN in Mali und deutscher Beitrag zu MINUSMA: </em><a href="index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1476"><em>http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1476</em></a><em> &nbsp;</em><em>Bei MINUSMA arbeiten zzt. auch vier deutsche zivile Experten.)</em></p>
<p>- Korvettenkapit&auml;n Anna Prehn UN International Force in Lebanon (UNIFIL), Okt. 2016 bis Feb. 2017, Leiterin eines deutschen, dann deutsch-libanesischen Ausbildungsteams. Hauptaufgabe Planung und Durchf&uuml;hrung der Ausbildung der libanesischen Marine; &Uuml;berarbeitung des Ausbildungskonzepts der libanesische Marine.</p>
<p><em>(UNIFIL besteht seit 1978. Nach dem Krieg zwischen Israel und dem Libanon 2006 wurde UNIFIL auf den Seeraum vor dem Libanon ausgeweitet. Damit entstand&nbsp; bei UNIFIL der erste seegest&uuml;tzte Einsatzverband unter Kommando der VN. Deutschland ist seit 2006 an der Marinekomponente von UNIFIL beteiligt. Die libanesische Marine soll bef&auml;higt werden, selbst ihre Seegrenze zu sichern und Waffenschmuggel &uuml;ber See zu unterbinden.)</em></p>
<p>- Stabsunteroffizier Sascha Budde, MINUSMA, bis Mai 2017, Waffenmechaniker f&uuml;r das schwere MG.50 im Transporthubschrauber NH90 in Gao, Truppf&uuml;hrer der Bordsicherungssoldaten im vorausfliegenden Begleitschutzhubschrauber.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Polizisten</span></p>
<p>- Polizeihauptkommissarin Kathryn Graun German Police Project Team (GPPT) Kabul, Mai 2015 bis August 2016, Aufgaben: Security, dann Assistentin des GPPT-Leiters, Verbindung zu einzelnen Teams, zu nationalen und internationalen Partnern.</p>
<p><em>(GPPT seit 2002 in Afghanistan, zzt. 42 deutsche Polizeibeamte)</em></p>
<p>- Polizeihauptmeister J&uuml;rgen Schindler, UNPOL MINUSMA, Feb. 2016 bis Mai 2017 Leiter Einsatz und stellv. Regionalkommandeur im HQ MINUSMA Gao.</p>
<p><em>(Zzt. 16 deutsche Polizeibeamte bei MINUSMA)</em></p>
<p>- Polizeioberrat Niels Zimmermann, MINUSMA, Nov. 2015 bis Sep. 2016, Einsatzreferent bei der Aus- und Fortbildung der Formed Police Units (Einsatzhundertschaften) der UN Police.</p>
<p><strong>In einem 10-min&uuml;tigen Film</strong> stellen die neun Peacekeeper ihre Motivation, ihre Aufgaben, Einsatzbedingungen und zentralen Erfahrungen vor, unterlegt mit Szenen aus dem Missionsalltag und landestypischer oder &bdquo;kraftvoller&ldquo; Musik.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Zu Einsatzbedingungen:</span></p>
<p>In Mali Extremtemperaturen, h&ouml;chste bei 73&deg; C, im Schatten 45-53&deg; C; Sandst&uuml;rme, wo Sand durch alle Ritzen geht; Unterkunftscontainer mit Bett, K&uuml;hlschrank und &ndash; am wichtigsten &ndash; Klimaanlage; ein Polizist erlebte in seiner Zeit Anschlag im benachbarten Supercamp, auf den Stra&szlig;en gingen fast t&auml;glich Minen hoch, &bdquo;keine ungef&auml;hrliche Situation&ldquo;.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Besondere Erfahrungen:</span></p>
<p>- Das Arbeiten mit Kameraden anderer L&auml;nder (Mali)</p>
<p>- Gastfreundschaft und gro&szlig;e Dankbarkeit (Libanon)</p>
<p>- Gef&uuml;hle von Freude &uuml;ber Angst, Heimweh, aber auch die Emotion, mit diesen unterschiedlichen Menschen zusammen zu sein (Mali)</p>
<p>- Bewegt habe die Soldatin, als unterwegs &bdquo;ein kleines M&auml;dchen meine Hand nahm und sagte, ihr macht so eine tolle Arbeit, ihr d&uuml;rft nie wieder weg gehen.&ldquo; (Mali)</p>
<p>- Bei Dienstreisen in entferntere Gebiete erlebt, wie UNPOL die malische Polizei begleitete und der Bev&ouml;lkerung ein Gef&uuml;hl von Sicherheit gab. (Mali)</p>
<p>- Man versucht, was zu bewegen, St&uuml;ck Sicherheit reinzubringen, vielleicht nur Tropfen auf den hei&szlig;en Stein mit einem Trupp, aber vielleicht was Wirkung f&uuml;r die Gegend.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Pers&ouml;nliches:</span></p>
<p>- Zeit im Libanon f&uuml;r die Familie sicher schwieriger als f&uuml;r einen selbst. Aber man hatte regelm&auml;&szlig;igen Kontakt, habe es gut &uuml;berstanden. (Libanon)</p>
<p>- &bdquo;Mein Einsatz in Mali war eine Lebenserfahrung, die ich in keiner Weise missen m&ouml;chte und die mir gezeigt hat, wie gut wir in Deutschland leben und wie wichtig es ist, anderen Nationen zu erm&ouml;glichen, denselben Standard zu erreichen.&ldquo;</p>
<p>- &bdquo;Besonders stolz und gl&uuml;cklich bin ich f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung meiner Familie in der Zeit, wo ich in Mali war. Und das ist jetzt an euch gerichtet: Ich m&ouml;chte mich von tiefem Herzen bedanken, dass ihr so viel Vertrauen in mich gehabt habt und unterst&uuml;tzt habt und dass ich diese Erfahrung in Mali sammeln durfte. Vielen Dank!&ldquo; (Mali)</p>
<p>- &bdquo;Ich sch&auml;tze kleine Sachen viel mehr, bin reifer geworden, innerlich gefestigt; wei&szlig; auch jetzt, wohin ich will und was ich machen will. Ja, das haben die Auslandseins&auml;tze bei mir bewirkt.&ldquo; (Mali)</p>
<p>Beim folgenden Gespr&auml;ch des Moderators mit einigen der Peacekeeper loben die Zivilexperten die besonders gute Einsatzbegleitung durch das ZIF, das jetzt eine echte Entsendeorganisation ist. Es f&auml;llt auf, wie viele Peacekeeper sich ausdr&uuml;cklich mit Dankesworten an ihre anwesenden Familienmitglieder wenden.</p>
<p>Zum Abschluss &uuml;berreichen die Vertreter der drei Ministerien &bdquo;ihren&ldquo; Frauen und M&auml;nnern mit herzlichen Worten die Glasskulptur zum Tag des Peacekeepers.</p>
<p>Stimmungsvoll eingerahmt wird die Veranstaltung vom Blechbl&auml;serquintett des Stabsmusikkorps der Bundeswehr.</p>
<p><strong>Schlussbemerkung: </strong></p>
<p>Wieder kamen bei der Feier zum Tag des Peacekeepers&nbsp; so viele Friedenspraktiker in verschiedenen Uniformen und Zivil zusammen wie bei keiner anderen Gelegenheit in Deutschland. Es war wieder ein friedens- und sicherheitspolitisches Gro&szlig;ereignis.</p>
<p>Zum Teil ausf&uuml;hrliche Berichte erschienen am Folgetag im Netz</p>
<p>- auf der Seite des Verteidigungsministeriums: <a href="https://www.bmvg.de/de/aktuelles/tag-des-peacekeepers-19186">https://www.bmvg.de/de/aktuelles/tag-des-peacekeepers-19186</a></p>
<p>- beim Zentrum Internationale Friedenseins&auml;tze (ZIF): <a href="http://www.zif-berlin.org/de/ueber-zif/nachrichten-aus-dem-zif/detailansicht/article/tag-des-peacekeepers-2017.html">http://www.zif-berlin.org/de/ueber-zif/nachrichten-aus-dem-zif/detailansicht/article/tag-des-peacekeepers-2017.html</a></p>
<p>- beim Deutschen Bundeswehrverband: <a href="https://www.dbwv.de/aktuelle-themen/einsatz-aktuell/beitrag/news/deutsche-peacekeeper-werden-in-berlin-geehrt/">https://www.dbwv.de/aktuelle-themen/einsatz-aktuell/beitrag/news/deutsche-peacekeeper-werden-in-berlin-geehrt/</a></p>
<p>Im Unterschied zu den Vorjahren ist unerkl&auml;rlicherweise beim Ausw&auml;rtigen Amt und beim Innenministerium keine Nachberichterstattung zu finden.</p>
<p>In den Tagesmedien erreichte die schlechte Tradition der Minimalberichterstattung beim 5. Tag des Peacekeepers aber ihren Tiefpunkt: Es erschien KEIN EINZIGER BERICHT!</p>
<p>Immer wieder scheint es Ereignisse von h&ouml;herem Nachrichtenwert zu geben als die Tatsache, dass neun in Krisenregionen unter hohen Belastungen und Risiken sehr bew&auml;hrte und angesehene deutsche Peacekeeper &ndash; stellvertretend f&uuml;r Tausende &ndash; vorgestellt und geehrt werden.</p>
<p>Am selben 23. Oktober zum Beispiel die Meldung, der Milit&auml;rische Abschirmdienst (MAD) habe seit 2008 rund 200 Rechtsextremisten in der Bundeswehr identifiziert. Die Zahl verbreitete sich am Montagmorgen schnell und un&uuml;bersehbar &uuml;ber die Medien. Es roch wohl nach Skandalverdacht. (Dass die korrekte Zahl ohne Kontext verk&uuml;rzte, ja falsche Kommentierungen beg&uuml;nstigte, enth&uuml;llte schon am 23. Oktober die TAZ in einem Musterbeispiel an seri&ouml;sem Journalismus: &bdquo;<em>Das Spiel mit den Zahlen &ndash; 200 Rechtsextreme sollen seit 2008 in der Bundeswehr aufgefallen sein. Wird alles nur noch schlimmer? Eine Einordnung</em>&ldquo;, <a href="http://www.taz.de/!5456635/">http://www.taz.de/!5456635/</a> ; zus&auml;tzlich auch meine Einordnung: <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1503">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1503</a> )</p>
<p>Ich wei&szlig; um den Bad-News-Mechanismus in den Tagesmedien. Fern liegt mir eine pers&ouml;nliche Medienschelte. Daf&uuml;r kenne ich zum Gl&uuml;ck sehr viele richtig gute, verl&auml;ssliche und nach bestem Wissen und Gewissen arbeitende Journalisten.</p>
<p>Trotzdem finde ich den strukturellen Primat von Skandalnachrichten und die faktische Nachrichtensperre gegen&uuml;ber positiven Nachrichten (hier zu Spitzenleistungstr&auml;gern in Friedenssicherung), die ich inzwischen dutzendfach und durchg&auml;ngig erlebt habe, uns&auml;glich.</p>
<p><strong>(1)</strong> Im Anschluss an den Tag des Peacekeepers stellte am Folgetag Prof. J&uuml;rgen Wertheimer (Internationale Literatur) unter Mitwirkung von Wole Soyinka auf Einladung des Verteidigungsministeriums das <strong>Studienprojekt</strong> &bdquo;<strong>Krisenfr&uuml;herkennung durch Literaturauswertung</strong>&ldquo; (&bdquo;Cassandra-Projekt&ldquo;) am Beispiel Boko Haram/Nigeria vor. Ausgangsthese ist, &bdquo;dass extremistische Ideologien, politisch/religi&ouml;se Utopien und religi&ouml;se (Gewalt-)Phantasien ansteckend wirken, indem sie &uuml;ber Sprache und Symbole spezielle Zielgruppen emotionalisieren und damit die Chance der Radikalisierung schaffen.&ldquo; (Wertheimer) Literarische Texte werden als Seismographen f&uuml;r politische Ver&auml;nderungsprozesse entschl&uuml;sselt, aber auch auf ihre Wirkungsm&ouml;glichkeiten der Gegennarrativbildung gepr&uuml;ft. Ein &auml;u&szlig;erst spannender und vielversprechender Ansatz!</p>
<p>&nbsp;</p>
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