    <rss version="2.0" xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/" xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/" xmlns:admin="http://webns.net/mvcb/" xmlns:rdf="http://www.w3.org/1999/02/22-rdf-syntax-ns#" xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/">
     <channel>
        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Gedenkansprache zum 9. November 1938 in der Synagoge MÃ¼nster: &quot;Nie wieder!&quot; Nie wieder? Verantwortung zum Schutz</title>
        <link>http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1325</link>
        <description></description>
        <dc:language>en-us</dc:language> 
        <dc:creator>Webmaster</dc:creator> 
        <admin:generatorAgent rdf:resource="http://www.xaraya.org" /> 
        <admin:errorReportsTo rdf:resource="mailto:webmaster@nachtwei.de" />
       <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
       <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
       <docs>http://backend.userland.com/rss</docs>
<div class="xar-mod-page">
   <div class="xar-mod-head">
    <!-- License: GPL http://www.gnu.org/copyleft/gpl.html -->
<ul class="xar-tabs">
            <li class="xar-tab">
                <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=viewmap">View Article Map</a>
           </li>
</ul>
</div>
   <div class="xar-mod-body">
<div class="cattrails xar-displayinline-block xar-padding-thickbottom">
    <span class="xar-mod-title">Erinnerungsarbeit + Vortrag</span>

    <table class="xar-width-auto">
    <tr>
        <td valign="top" class="xar-padding-none">Browse in:&#160;</td>
       <td valign="top" class="xar-padding-none">
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=70">Meine Themen</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=107">Erinnerungsarbeit</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1">Alle(s)</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=1">Publikationstyp</a>
                     &#187;                         <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=108">Vortrag</a>
<br />
                                            <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=107-108">Any of these categories</a>
                    -                        <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=view&amp;itemtype=1&amp;catid=107%2B108">All of these categories</a>
<br />
</td>
   </tr>
   </table>




</div>

        <h1>
            Gedenkansprache zum 9. November 1938 in der Synagoge MÃ¼nster: &quot;Nie wieder!&quot; Nie wieder? Verantwortung zum Schutz         </h1>
        <div class="xar-floatright"></div>
       <div class="xar-mod-content">
           <div class="xar-sub">
Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 11. November 2014 16:41:38 +02:00 (35415 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Auf Einladung der Gesellschaft f&uuml;r Christlich-J&uuml;dische Zusammenarbeit M&uuml;nster hielt ich am 9. November 2014 die Ansprache bei der Gedenkstunde in der Synagoge. Ausgehend von dem Gel&ouml;bnis des &quot;Nie wieder!&quot; schlug ich den Bogen zur Verh&uuml;tung und Bek&auml;mpfung schwerster Massenverbrechen heutzutage - den Bem&uuml;hungen dazu, aber auch dem Versagen dabei.</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong>&bdquo;Nie wieder!&ldquo; Nie wieder? Verantwortung zum Schutz</strong></p>
<p align="center"><strong>Ansprache von Winfried Nachtwei bei der </strong></p>
<p align="center"><strong>Gedenkstunde zum 9. November 1938 in der Synagoge M&uuml;nster</strong></p>
<p align="center">(Gegen&uuml;ber dem gesprochenen Wort um einzelne <em>Erg&auml;nzungen</em> und Fu&szlig;noten erweitert)</p>
<p><strong><em>Vorbemerkung</em></strong><em>: </em><em>J&auml;hrlich l&auml;dt die Gesellschaft f&uuml;r Christlich-J&uuml;dische Zusammenarbeit e.V. M&uuml;nster zu einer Gedenkstunde zum 9. November 1938 in der Synagoge in der Klosterstra&szlig;e ein. </em><em>Gru&szlig;worte sprachen in diesem Jahr Pfarrer J&uuml;rgen H&uuml;lsmann, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrender Vorsitzender der Gesellschaft, Dr. Karina von Hoensbroech, Stellvertretende Vorsitzende der J&uuml;dischen Gemeinde, und Regierungspr&auml;sident Prof. Dr. Reinhard Klenke. Am 10. November 2014 berichteten die Westf&auml;lischen Nachrichten unter <a href="http://www.wn.de/Specials/Mauerfall/1783498-Gedenkstunde-in-der-Synagoge-Erinnerung-wach-halten-an-9.-November">www.wn.de/Specials/Mauerfall/1783498-Gedenkstunde-in-der-Synagoge-Erinnerung-wach-halten-an-9.-November</a> </em></p>
<p>Guten Morgen, sehr geehrte Damen und Herren,</p>
<p>Liebe Frau von Hoensbroch, vielen Dank Ihnen und der J&uuml;dischen Gemeinde, dass wir uns heute in der M&uuml;nsteraner Synagoge, im &bdquo;Bethaus f&uuml;r alle V&ouml;lker&ldquo;, versammeln k&ouml;nnen.</p>
<p><strong>Verschiedene 9. November</strong></p>
<p>Der 9. November steht f&uuml;r extreme Entwicklungen in der deutschen und europ&auml;ischen Geschichte des vorigen Jahrhunderts:</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 1918: Die Doppelausrufung der &bdquo;Deutschen Republik&ldquo; durch Philipp Scheidemann und der &bdquo;Freien sozialistischen Republik Deutschland&ldquo; durch Karl Liebknecht &ndash; Versprechen, aus der V&ouml;lkerschl&auml;chterei des 1. Weltkrieges zu lernen.</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 1923: Der gescheiterte Hitler-Putsch, Zeichen eines um sich greifenden Willens, NICHTS aus dem Grauen des 1. Weltkrieges zu lernen.</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 1938: Die Radikalisierung der judenfeindliche Politik der Nazis, der Angriff auf die Gesamtheit der Juden in Deutschland.</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; 1989: Das historische Wunder und Gl&uuml;ck des friedlichen Mauerfalls. Das h&auml;tte v&ouml;llig anders verlaufen k&ouml;nnen &ndash; erinnert sei an das Massaker auf dem &bdquo;Platz des Himmlischen Friedens&ldquo; wenige Monate zuvor in Peking.,</p>
<p><strong>Heute vor 76 Jahren in M&uuml;nster</strong></p>
<p>Seit fast sechs Jahren fortschreitende Diskriminierung, Entrechtung, Ausgrenzung der j&uuml;dischen Menschen in Deutschland, der guten deutschen B&uuml;rger j&uuml;dischen Glaubens, der Nachbarn von nebenan.</p>
<p>Heute Abend vor 76 Jahren Aufm&auml;rsche auf dem Prinzipalmarkt f&uuml;r die &bdquo;alten K&auml;mpfer&ldquo; von 1923, &Uuml;bertragung der Hitler-Rede aus M&uuml;nchen, Vereidigung von SS-Nachwuchs.</p>
<p>Im Laufe des Abends zogen Trupps von SA-M&auml;nnern los, in &bdquo;R&auml;uberzivil&ldquo;. Sie beschmierten Schaufenster von j&uuml;dischen Gesch&auml;ften (sechs allein in der Salzstra&szlig;e) mit judenfeindlichen Parolen. Zu sp&auml;ter Stunde st&uuml;rmten Trupps die Marks-Haindorf-Stiftung am Kanonengraben und die Synagoge hier an diesem Ort. Mit Benzin von einer nahe gelegen Tankstelle wurde die Synagoge in Brand gesetzt. Hetzlieder wurden gegr&ouml;lt, die Feuerwehr am L&ouml;schversuch gehindert.</p>
<p>Attackiert wurden Gesch&auml;fte und Privatwohnungen, zum Beispiel die Wohnung der Familie des Rechtsanwalts Ludwig Kaufmann am Mauritz-Lindenweg. Der damals 13-j&auml;hrige Hans Kaufmann erinnerte sich: Gegen 4.00 Uhr klingelte es. SA drang herein. &bdquo;Finden wir Waffen, geht es euch schlecht!&ldquo; Nach einem Schuss in die Decke drangen weitere SA-M&auml;nner von der Gartenseite in die Wohnung ein. &bdquo;Die Familie trieb man mit allen &uuml;brigen Mietern in die Mansarde, wo die kranke Gro&szlig;mutter lag. Dort h&ouml;rten sie, dass der Vandalismus auch vor dem Fl&uuml;gel nicht halt machte. Die Schl&auml;ge mit dem Vorschlaghammer auf die Tasten erzeugten eine solche Dissonanz, dass dieses Ger&auml;usch f&uuml;r immer im Ohr von Hans Kaufmann haften blieb.&ldquo;<a title="" href="#_ftn1">[1]</a></p>
<p><strong>Hinsehen &ndash; Wegsehen</strong></p>
<p>In Windeseile sprach sich herum, was in der Nacht geschehen war. Tausende str&ouml;mten am 10. November an die Orte der Verw&uuml;stungen. Auf der Salzstra&szlig;e soll es zeitweilig Gedr&auml;nge gegeben haben. Die Reaktionen reichten von Schadenfreude bis Anteilnahme. Es gab Lehrer, die ihre Schulklasse herf&uuml;hrten und judenfeindliche Lieder singen lie&szlig;en. Kritik ge&auml;u&szlig;ert wurde vor allem an der Zerst&ouml;rung von Sachwerten, an der St&ouml;rung b&uuml;rgerlicher Ordnung. <em>Wer in der Nacht die Polizei anrief, um Hilfe zu bekommen, erhielt als Antwort: &bdquo;Wenn Sie Jude sind, k&ouml;nnen wir nichts machen!&ldquo;</em></p>
<p>Eine Ausnahme war der Kriminal-Obermeister Caspar Brinkmann, der in der Pogromnacht und danach mehrere j&uuml;dische Frauen und Kinder beherbergte <em>und sich schon vorher f&uuml;r Verfolgte eingesetzt hatte</em>.<a title="" href="#_ftn2">[2]</a></p>
<p>Die Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 brachte einen physischen Angriff auf die Gesamtheit der j&uuml;dischen Menschen in Deutschland. 26.000 M&auml;nner wurden in KZ`s gesperrt. Die bisher noch schwache Hoffnung, in Deutschland noch irgendwie existieren zu k&ouml;nnen, zerplatzte in dieser Nacht.</p>
<p>Drei Jahre sp&auml;ter geh&ouml;rten Ludwig Kaufmann und seine Frau Lucie zu den 103 M&uuml;nsteranerinnen und M&uuml;nsteranern, die am 13. Dezember 1941 nach Riga deportiert wurden. In den Tagen zuvor hatten ein fr&uuml;herer Klient, <em>ein SS-Mann</em>, und der ehemalige Anwaltskollege <em>Georg J&ouml;stingmeier</em> Ludwig Kaufmann angeboten, ihm Unterschlupf zu besorgen. Seine Antwort: &bdquo;Ich habe nichts verbrochen. Ich gehe nur offiziell weg.&ldquo;<a title="" href="#_ftn3">[3]</a></p>
<p>In Riga wurden die Kaufmanns zusammen mit den Ehepaaren Ludwig und Henriette Miltenberg <em>(und den T&ouml;chtern Edith und Hannelore)</em>, Adolf und Frieda Steinweg, mit Erich Cohen und Fanny Blumenthal in zwei R&auml;umen mit K&uuml;che zusammengesperrt. In den Wohnungen fanden sie ein totales Chaos vor. Bald erfuhren sie den Grund: ein und zwei Wochen zuvor waren die Vorbewohner herausgetrieben und im Wald von Rumbula erschossen worden, 27.000 Rigaer Juden am 30. November und 8. Dezember. So war &bdquo;Platz geschaffen&ldquo; worden f&uuml;r die aus dem Reich hierher Deportierten.<a title="" href="#_ftn4">[4]</a></p>
<p>Ludwig Kaufmann soll im Kontext der Ghettor&auml;umung Anfang November 1943 um`s Leben gekommen sein. Lucie Kaufmann erlebte die Befreiung nach ihrer Evakuierung aus dem KZ Stutthof im Raum Hamburg. Da wog sie noch 32 kg.</p>
<p><strong>Fr&uuml;he Warner</strong></p>
<p>Die Vernichtungspolitik der Nazis basierte auf einem beispiellosen Zusammenbruch von Mitmenschlichkeit. Einher ging das mit viel, viel Wegsehen &ndash; unten wie oben.</p>
<p>Aber es gab auch Hellsichtige und fr&uuml;he Warner, auch auf der internationalen Ebene.</p>
<p>Zum Beispiel William E. Dodd, US-Botschafter in Berlin von Juli 1933 bis Dezember 1937.<a title="" href="#_ftn5">[5]</a></p>
<p>Schon 1933 hielt er in der US-Handelskammer in Berlin eine kritische Rede zum NS-Staat &ndash; in Anwesenheit von Goebbels und Rosenberg. 1935 warnte er in einem Report an seine Regierung vor Hitlers Absicht, den Korridor, die Tschechoslowakei und &Ouml;sterreich zu annektieren. Zum &Auml;rger der deutschen, aber auch der eigenen Regierung nahm er nie an den N&uuml;rnberger Parteitagen teil. Als er Ende 1937 abberufen wurde, urteilte Sigrid Schultz, langj&auml;hrige Deutschland-Korrespondentin des Chicago Tribune: Dodd sei der &bdquo;beste Botschafter gewesen, den wir in Deutschland je hatten.&ldquo; Er sei gegen den Willen der eigenen Regierung f&uuml;r die amerikanischen Ideale eingetreten. Washington vers&auml;umte es, ihm die Unterst&uuml;tzung zu gew&auml;hren, die einem Botschafter in Nazi-Deutschland geb&uuml;hrte, z.T. weil es zu viele M&auml;nner im Au&szlig;enministerium gab, die Deutschland leidenschaftlich liebten, und weil zu viele einflussreiche Gesch&auml;ftsleute unseres Landes glaubten, man k&ouml;nne mit Hitler Gesch&auml;fte machen.&ldquo;<a title="" href="#_ftn6">[6]</a> <em>Thomas Wolfe nach einem Berlinbesuch 1935: Das Haus der Dodds in der Tiergartenstra&szlig;e 27 a sei &bdquo;ein freier und angstloser Zufluchtsort f&uuml;r Menschen aller Meinungen. Wer in Angst und Schrecken lebt, kann dort ohne Furcht atmen und sagen, was er denkt.&ldquo;</em></p>
<p><em>Oder James McDonald, &bdquo;Hochkommissar f&uuml;r Fl&uuml;chtlinge (j&uuml;dische und andere) aus Deutschland&ldquo;. In seinem R&uuml;cktrittsbrief an den Generalsekret&auml;r des V&ouml;lkerbundes vom 27. Dezember 1935 analysierte er umfassend die NS-Ma&szlig;nahmen gegen &bdquo;Nicht-Arier&ldquo; und ihre Vertreibungswirkung. Er warnte, dass in Deutschland eine noch schrecklichere humanit&auml;re Katastrophe unvermeidlich sei, wenn die gegenw&auml;rtigen Tendenzen im Reich nicht gez&auml;hmt und r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht w&uuml;rden. Der Schutz der Individuen vor rassischer und religi&ouml;ser Intoleranz sei eine lebenswichtige Voraussetzung von internationalem Frieden und Sicherheit.<a title="" href="#_ftn7"><strong>[7]</strong></a></em></p>
<p><em>Sein dramatischer Appel blieb unerh&ouml;rt.</em></p>
<p><strong>Niemals mehr solche Massen- und Staatsverbrechen gegen die Menschenrechte?</strong></p>
<p>Gelobt wird das vieltausendfach und jedes Jahr.</p>
<p>Aber oft, wenn ich in diesem Jahr die Fernsehnachrichten sah, kamen mir starke Zweifel hoch: Wurde eigentlich irgendwas gelernt? Wurde etwa nichts gelernt?</p>
<p>DOCH!</p>
<p>In der Bundesrepublik wurden fundamentale Lehren gezogen: mit dem Grundgesetz,</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; mit der Unantastbarkeit der Menschenw&uuml;rde, der Verpflichtung auf die universellen Menschenrechte und die Rechtsstaatlichkeit,</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; mit dem Friedensauftrag des Grundgesetzes, der Bindung ans V&ouml;lkerrecht, der europ&auml;ischen Einigung, der Absage an nationale Sonderwege,</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; dem Eintreten f&uuml;r das Existenzrecht des Staates Israel.</p>
<p>Daniel Barenboim schrieb gestern in der &bdquo;S&uuml;ddeutschen&ldquo; von der &bdquo;demokratischen Erfolgsgeschichte Deutschlands&ldquo;.</p>
<p>ABER: Schatten und Risse sind un&uuml;bersehbar!</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die NSU-Mordserie und das Staatsversagen dabei.</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Welle an antij&uuml;discher Hasspropaganda, ja auch an physischen Angriffen in den letzten Monaten, wo die Solidarit&auml;t politischer und kirchlicher F&uuml;hrungspers&ouml;nlichkeiten deutlich war, wo die Solidarit&auml;t von Seiten der Zivilgesellschaft aber viel zu schwach war. Das muss sich &auml;ndern!</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schlie&szlig;lich &ndash; so mein Eindruck &ndash; eine wachsende, &uuml;ber selbstverst&auml;ndliche und berechtigte Kritik an Politikern hinausgehende, regelrechte Politikverachtung.</p>
<p><strong>Niemals wieder Massenverbrechen gegen die Menschenrechte auf internationaler Ebene?</strong></p>
<p>Dass auch auf internationaler Ebene fundamentale Lehren gezogen wurden, scheint oft nicht mehr bewusst zu sein:</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die UN-Charta, die im n&auml;chsten Jahr 70 Jahre alt wird, und die Allgemeine Erkl&auml;rung der Menschenrechte (1948)</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Konvention zur Verh&uuml;tung und Bestrafung von V&ouml;lkermord (1948)</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Nach den N&uuml;rnberger Prozessen gegen die Hauptkriegsverbrecher der Internationale Strafgerichtshof (1998) gegen die Straflosigkeit &bdquo;der da oben&ldquo;.<a title="" href="#_ftn8">[8]</a></p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die <em>zzt. 16 </em>UN-gef&uuml;hrten Friedenssicherungseins&auml;tze, die in vielen Weltgegenden das letzte Netz vorm Absturz ins Chaos sind.</p>
<p>Im Jahr 2005 beim UN-Milleniumsgipfel der Beschluss der Staats- und Regierungschefs zur &bdquo;Responsibility to Protect&ldquo; (RtoP). Diese v&ouml;lkerrechtliche Norm &bdquo;im Werden&ldquo; bedeutet:</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Die Staaten sind daf&uuml;r verantwortlich, ihre B&uuml;rger vor schwersten Massenverbrechen zu sch&uuml;tzen &ndash; vor V&ouml;lkermord, Kriegsverbrechen, &bdquo;ethischen S&auml;uberungen&ldquo;, Verbrechen gegen die Menschlichkeit.</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Bei Bedarf sind die Staaten von der Staatengemeinschaft dabei zu unterst&uuml;tzen.</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Sind einzelne Staaten nicht f&auml;hig oder willens, diese Verantwortung wahrzunehmen, dann ist auch die Staatengemeinschaft in der Verantwortung zu reagieren &ndash; im ganzen Spektrum von Ma&szlig;nahmen im Rahmen der UN-Charta und bis zu Zwangsma&szlig;nahmen.</p>
<p>Anst&ouml;&szlig;e f&uuml;r die Erarbeitung der RtoP waren der angek&uuml;ndigte V&ouml;lkermord in Ruanda im Jahr 1994, als binnen weniger Wochen mehr als 800.000 Menschen massakriert wurden. M&ouml;gliche und rechtzeitige Nothilfe war vorher gefordert, aber von den UN-Mitgliedern verweigert worden.<a title="" href="#_ftn9">[9]</a> Ein Jahr sp&auml;ter in Bosnien der Massenmord an 8.000 M&auml;nnern in Srebrenica.</p>
<p>20 Jahre danach debattierte der Deutsche Bundestag &uuml;ber das Versagen der Staatengemeinschaft in Ruanda. <em>Bundestagspr&auml;sident Norbert Lammert konstatierte danach: Es bleibe nach der Debatte der Eindruck, &bdquo;dass uns die selbstkritische Auseinandersetzung mit der eigenen Verantwortung 20 Jahre nach den Ereignissen &uuml;berzeugender gelingt als die konkrete Wahrnehmung unserer Verpflichtungen und M&ouml;glichkeiten zu dem Zeitpunkt, als die Ereignisse stattgefunden haben.&ldquo;</em></p>
<p>Auch die Bilanz von inzwischen neun Jahren v&ouml;lkerrechtlicher Schutzverantwortung ist ern&uuml;chternd.</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Im M&auml;rz 2011 bezog sich der UN-Sicherheitsrat gegen&uuml;ber Libyen erstmalig explizit auf die RtoP &ndash; die Ergebnisse waren und sind ausgesprochen zwiesp&auml;ltig.</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Wenige Tage sp&auml;ter konnte auf der Basis eines zweiten, sich ebenfalls auf die RtoP berufenden UN-Mandats in der Elfenbeink&uuml;ste tats&auml;chlich der R&uuml;ckfall in den B&uuml;rgerkrieg gestoppt werden.</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Im S&uuml;dsudan, dem j&uuml;ngsten Staat der Erde, explodierte Ende letzten Jahres der Machtkampf zwischen Vizepr&auml;sident und Pr&auml;sident zu exzessiver Gewalt zwischen den Dinka und Nuer. Mehr als 100.000 Menschen mussten sich in zehn UN-Camps fl&uuml;chten.</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; In der Zentralafrikanischen Republik tobten m&ouml;rderische K&auml;mpfe zwischen christlichen und muslimischen Milizen. 10% der Bev&ouml;lkerung floh bisher ins Ausland. Im September er&ouml;ffnete der Internationale Strafgerichtshof ein Ermittlungsverfahren wegen Massakern und Gr&auml;ueltaten an der Zivilbev&ouml;lkerung.</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Syrien versinkt immer tiefer im Strudel des B&uuml;rgerkriegs, der bisher mehr als 200.000 Menschenleben kostete und zunehmend Nachbarstaaten ins Wanken bringt. Eine politische L&ouml;sung wird weiter durch die Blockade im Sicherheitsrat verhindert. Eine ungeahnte Eskalation erfuhr der Krieg durch die st&uuml;rmische Machtexpansion der IS-Armee.</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Schlie&szlig;lich das Massensterben im Mittelmeer, in dem seit Jahresbeginn mehr als 3.000 Menschen auf der Flucht ertranken.</p>
<p><strong>Gewachsene internationale Verantwortung &ndash; gerade auch zum Schutz</strong></p>
<p>Jan Karski, geboren 1914, polnischer Offizier, Jurist, Diplomat, nach dem deutschen &Uuml;berfall Kurier der polnischen Heimatarmee. Um die Welt&ouml;ffentlichkeit &uuml;ber die beginnende Judenvernichtung in Polen aufzukl&auml;ren, gewannen die F&uuml;hrer des j&uuml;dischen Untergrundes Jan Karski zur Unterst&uuml;tzung und schleusten ihn im September 1942 ins Warschauer Ghetto, dann auch &ndash; getarnt als ukrainischer Wachmann &ndash; in das Konzentrationslager Izbica ein. Hier wurde der Mann mit dem fotografischen Ged&auml;chtnis zum Augenzeugen der Menschenvernichtung.<a title="" href="#_ftn10">[10]</a> Erst in London, dann in Washington berichtete er Dutzenden f&uuml;hrenden Personen von der Lage im besetzten Polen, von der systematischen Judenvernichtung. Zugleich &uuml;berbrachte er die Forderungen des j&uuml;dischen Untergrunds zu internationalen Gegenma&szlig;nahmen. Er traf den britischen Au&szlig;enminister Eden und US-Pr&auml;sident Roosevelt. Wirkung erzielte er kaum. (Als im November 1944 sein Buch &bdquo;Story of a Secret State&ldquo; erschien, wurde es zum Bestseller <em>mit 400.000 verkauften Exemplaren</em>. Aber da war es zu sp&auml;t.)</p>
<p>Heute geschehen schwerste Menschenrechtsverbrechen vor allem im Kontext von B&uuml;rgerkriegen in oft un&uuml;bersichtlichen Konflikten, aber bei viel mehr Informationen und Zug&auml;ngen. Heute gibt es viel mehr an weltweiter Wertegemeinschaft als vor sieben, acht Jahrzehnten. Die Unterschiede zwischen damals und heute sind enorm.</p>
<p>Zugleich aber gibt es eigenartige Parallelen. Jan Karski begegneten bei politischen und diplomatischen Spitzenvertretern immer wieder bestimmte Reaktionsmuster: Die einen waren an vielen anderen Fragen interessiert, aber wenig am Schicksal der Juden. Andere taten die Forderungen schnell und ohne Pr&uuml;fung als unrealistisch ab oder ver&ouml;ffentlichten verbale Proteste, &bdquo;scharfe Verurteilungen&ldquo; &ndash; allerdings ohne Konsequenzen.</p>
<p>Solche Reaktionsmuster sind mir auch heute reichlich bekannt.</p>
<p>Niemals wieder schwerste Menschenrechtsverbrechen zuzulassen, ist in Deutschland ein breiter Konsens.</p>
<p>Warum aber wird in Deutschland richtigerweise gegen und f&uuml;r vieles, aber praktisch nie gegen schwerste Menschenrechtsverbrechen und V&ouml;lkermord demonstriert (&uuml;ber Mahnwachen hinaus) &ndash; au&szlig;er von Exilgemeinschaften?</p>
<p>Warum ist die Verh&uuml;tung und Verhinderung schwerster Menschenrechtsverbrechen nicht als nationales Interesse definiert?</p>
<p>Warum sind Deutschland und andere reiche Staaten so zur&uuml;ckhaltend bei der personellen Unterst&uuml;tzung von UN-Friedenssicherung und Rechtsstaatsf&ouml;rderung, die so wichtig zur Gewaltvorbeugung sind?<a title="" href="#_ftn11">[11]</a></p>
<p>Seit einiger Zeit ist vermehrt die Rede von der gewachsenen internationalen Verantwortung Deutschlands &ndash; richtig. Die sollte aber auch ausdr&uuml;cklich die Verantwortung zum Schutz vor Massenverbrechen einschlie&szlig;en. Ein erster Pr&uuml;fstein daf&uuml;r ist, wie klar und konsequent wir heute gegen Judenfeindschaft in Wort und Tat vorgehen.</p>
<div><br clear="all" /><hr align="left" size="1" width="33%" />
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> Gisela M&ouml;llenhof, Rita Schlautmann-Overmeyer: J&uuml;dische Familien in M&uuml;nster, 1935-1945 Abhandlungen und Dokumente, M&uuml;nster2001, S. 610. Die weitere Schilderung des 9./10. November 1938 in M&uuml;nster nach diesem insgesamt dreib&auml;ndigen, &auml;u&szlig;erst verdienstvollen Werk.</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref2">[2]</a> Vgl. Helfer in der Nachbarschaft, Caspar Brinkmann (1892-1979), Kriminalbeamter, M&uuml;nster, in: Matthias M. Ester, Dennis Grunendahl, Christoph Spieker, Julia Volmer-Naumann: Widerst&auml;nde gegen den Nationalsozialismus in M&uuml;nster und im M&uuml;nsterland, Deutsch-Franz&ouml;sische Dokumentation der Ausstellung in Orleans, M&uuml;nster 2010 (Villa ten Hompel Aktuell 13)</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref3">[3]</a> Der 1925 geborene Hans Kaufmann gelangte im Oktober 1939 mit einem durch die &bdquo;Internationale Frauenliga f&uuml;r Frieden und Freiheit&ldquo; vermittelten Kindertransport nach D&auml;nemark. Am j&uuml;dischen Neujahrsfest, am 30.9.1943, wurden er j&uuml;dische Kameraden vor einer Aktion der Gestapo gewarnt. In der Hafenstadt Gilleleje lag er &bdquo;in einem Versteck wie ca. 200 andere Juden, w&auml;hrend die Gestapo anr&uuml;ckte. Gegen 10.30 Uhr erhielt die Gruppe am 6.10. ein Signal. Aus allen H&auml;usern rannten Juden zum Hafen, w&auml;hrend die d&auml;nische Bev&ouml;lkerung zu ihrem Schutz ein Spalier bildete. Zehn Minuten sp&auml;ter segelten sie in einem Frachtkahn in Richtung Schweden.&ldquo; M&ouml;llenhof/Schlautmann-Overmeyer, J&uuml;dische Familien in M&uuml;nster, Biographisches Lexikon, M&uuml;nster 1995</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref4">[4]</a> Winfried Nachtwei: Nachbarn von nebenan &ndash; verschollen in Riga, in: Erinnern und Gedenken sind keine Momentaufnahme. Tagungsband des 1. Symposiums des Riga-Komitees in Magdeburg, hrsg. vom Volksbund Deutsche Kriegsgr&auml;berf&uuml;rsorge, Kassel 2013; J&uuml;rgen Hobrecht: &bdquo;Wir haben es doch erlebt&ldquo; &ndash; Das Ghetto von Riga, Dokumentarfilm (98 Min.) Berlin 2013 (Phoenix Medienakademie)</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref5">[5]</a> Geb. 1869, Historiker, Promotion an der Uni Leipzig 1900, liberaler Demokrat. Vgl. Erik Larson: Tiergarten &ndash; in the Garden of Beasts. Ein amerikanischer Botschafter in Nazi-Deutschland, Berlin 2013</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref6">[6]</a> Larson S. 429. Bei seiner Abschiedsrede in Berlin sagte er, die Welt m&uuml;sse sich &bdquo;der traurigen Tatsache stellen, dass die Nationen in einer Zeit, da internationale Zusammenarbeit das Schl&uuml;sselwort sein sollte, weiter denn je voneinander entfernt sind.&ldquo; (Ebenda S. 422) Nach seiner R&uuml;ckkehr in die USA startete Dodd eine Kampagne, gr&uuml;ndete den &bdquo;American Council Against Nazi Propaganda&ldquo; und hielt Vortr&auml;ge im ganzen Land &ndash; &bdquo;dass Hitler und die Nazis eine gro&szlig;e Gefahr f&uuml;r die Welt darstellten, dass ein Krieg in Europa unvermeidlich sei und dass es den Vereinigten Staaten nicht gelingen werde, sich herauszuhalten.&ldquo; (S. 425) Nachfolger Dodds war der Berufsdiplomat Hugh Wilson. Er versuchte die &bdquo;positiven Aspekte&ldquo; Nazi-Deutschlands hervorzuheben und f&uuml;hrte einen Ein-Mann-Feldzug f&uuml;r die Politik des Appeasements. Im Falle eines Krieges m&uuml;sse sich Amerika heraushalten, &auml;u&szlig;erte er gegen&uuml;ber Reichsau&szlig;enminister von Ribbentrop.</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref7">[7]</a> Letter of Resignation of James McDonald, High Commissioner for Refugees (Jewish and Other) Coming from Germany, adressed to THE SECRETARY GENERAL OF THE LEAGUE OF NATIONS, With an Annex containing an analysis of the measures in Germany against &bdquo;Non-Aryans&ldquo;, and their effects in creating refugees, London, December 27th, 1935</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref8">[8]</a> Vgl. Bericht von der Verleihung der Dag-Hammarskj&ouml;ld-Medaille der Dt. Gesellschaft f&uuml;r die Vereinten Nationen (DGVN) am 6. Dezember 2013 in Frankfurt an Benjamin Ferencz, Chefankl&auml;ger im N&uuml;rnberger Einsatzgruppenprozess, und an den Internationalen Strafgerichtshof unter <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1255">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1255</a>&nbsp;</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref9">[9]</a> &bdquo;V&ouml;lkermord in Ruanda &ndash; auch wir sahen weg!&ldquo; Bericht zum 20. Jahrestag im April 2014 unter <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1279">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1279</a>&nbsp;</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref10">[10]</a> Marta Kijowska: Das Leben des Jan Karski &ndash; Kurier der Erinnerung, M&uuml;nchen 2014; Jan Karski: Mein Bericht an die Welt &ndash; Geschichte eines Staates im Untergrund, M&uuml;nchen 2011 (erstmalige deutsche Ver&ouml;ffentlichung des 1944 in den USA erschienen Buches!)</p>
</div>
<div>
<p><a title="" href="#_ftnref11">[11]</a> Bei einer &Ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung von Innenausschuss und Unterausschuss Zivile Krisenpr&auml;vention des Deutschen Bundestages am 3.11.2014 zum Einsatz von Polizisten in Friedensmissionen teilte Stefan Feller, h&ouml;chster Polizeiberater des UN-Generalsekret&auml;rs, mit, dass Deutschland von den zzt. 13.500 UN-Polizisten 24 stellt.</p>
</div>
</div></div>


           <br />
                        </div>
   </div>
</div></channel>
</rss>
