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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Wie weiter nach 10 Jahren Aktionsplan zivile KrisenprÃ¤vention? Mein Statement bei der AnhÃ¶rung des Unterausschusses des Bundestages: Sieben K`s (von Kompetenz bis Konsequenz) </title>
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    <span class="xar-mod-title"><p>Zivile Konfliktbearbeitung und Friedensf&ouml;rderung</p> + Vortrag</span>

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            Wie weiter nach 10 Jahren Aktionsplan zivile KrisenprÃ¤vention? Mein Statement bei der AnhÃ¶rung des Unterausschusses des Bundestages: Sieben K`s (von Kompetenz bis Konsequenz)          </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 21. Mai 2014 20:01:17 +02:00 (45971 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Als das Bundeskabinett im Mai 2004 den Aktionsplan zivile Krisenpr&auml;vention (usw.) beschloss, galt das als gro&szlig;er konzeptioneller Fortschritt an Friedensf&auml;higkeit. 10 Jahre danach Zeit zur Bilanz - mit Selbstbewusstsein, ohne Selbstzufriedenheit, mit Energie f&uuml;r die &uuml;berf&auml;llige St&auml;rkung der zivilen Friedensf&ouml;rderung. Hier meine Stellungnahme im Bundestags ...</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong><span style="text-decoration: underline;">Lehren aus 10 Jahren Aktionsplan Zivile Krisenpr&auml;vention &ndash; Wie weiter?</span></strong></p>
<p align="center">Stellungnahme von Winfried Nachtwei, MdB a.D., bei der</p>
<p align="center">&Ouml;ffentlichen Sitzung des Unterausschusses &bdquo;Zivile Krisenpr&auml;vention, Konfliktbearbeitung und vernetztes Handeln&ldquo; am 5. Mai 2014 im Deutschen Bundestag</p>
<p><strong><em>Vorbemerkung</em></strong><em>: Zehn Jahre besteht inzwischen der Aktionsplan &bdquo;Zivile Krisenpr&auml;vention, Konfliktl&ouml;sung und Friedenskonsolidierung&ldquo; der Bundesregierung. Aus diesem Anlass lud der neu konstituierte Unterausschuss zivile Krisenpr&auml;vention und vernetztes Handeln des Bundestages zu einer &ouml;ffentlichen Sitzung mit Sachverst&auml;ndigen und einem anschlie&szlig;enden &bdquo;Geburtstagsempfang&ldquo; ein. Moderiert von der Unterausschussvorsitzenden Dr. Franziska Brantner nahmen die Sachverst&auml;ndigen einf&uuml;hrend Stellung und antworteten auf Fragen der ungew&ouml;hnlich zahlreich erschienenen Abgeordneten:</em></p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <em>Dr. <strong>Patricia Flor</strong>, Leiterin der Abteilung Vereinte Nationen und Globale Fragen im Ausw&auml;rtigen Amt,</em></p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <em>Dr. <strong>Martina Fischer</strong>, Berghof-Foundation,</em></p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <strong><em>Cornelia Brinkmann</em></strong><em>, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin von &bdquo;Steps for Peace&ldquo;/Institut f&uuml;r Peacebuilding,</em></p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <em>Dr. <strong>Hans-Dieter Heumann</strong>, Pr&auml;sident der Bundesakademie f&uuml;r Sicherheitspolitik,</em></p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; <em>Ex-MdB <strong>Winfried Nachtwei</strong>.</em></p>
<p><em>Der zusammenfassende Bericht &bdquo;Ein friedenspolitisches Leitbild wird gebraucht&ldquo; unter <a href="http://www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse18/a03/ua_zks/50472761_kw19_pa_krisenpraevention/216834">www.bundestag.de/bundestag/ausschuesse18/a03/ua_zks/50472761_kw19_pa_krisenpraevention/216834</a> &nbsp;In K&uuml;rze werden hier die Statements der Sachverst&auml;ndigen ver&ouml;ffentlicht.</em></p>
<p><em>Die zahlreichen G&auml;sten hatten dreifachen Grund zur Freude: Wiederbegegnung mit vielen langj&auml;hrigen MitstreiterInnen und Pionieren der zivilen Konfliktbearbeitung, Begegnung mit ermutigend vielen J&uuml;ngeren, ein erfreulicher Geburtstag mit Hoffnungszeichen. Der Vorg&auml;ngerausschuss hatte am 14. Juni 2010 mit der Anh&ouml;rung &bdquo;Erfahrungen und Perspektiven der zivilen Krisenpr&auml;vention&ldquo; seine &ouml;ffentliche Beratungst&auml;tigkeit aufgenommen. (Meine damalige Stellungnahme unter <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;catid=77&amp;aid=982">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;catid=77&amp;aid=982</a> )</em></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Mein Statement</span></strong> (gegen&uuml;ber dem gesprochenen Wort etwas erweitert):</p>
<p>Vielen Dank, dass Sie dem zehnj&auml;hrigen Bestehen des Aktionsplans &bdquo;Zivile Krisenpr&auml;vention&ldquo;<a title="" href="#_ftn1">[1]</a> die heutige Sitzung des Unterausschusses widmen und dabei die gute Tradition der vorigen Legislaturperiode, Ihr &ouml;ffentliches Tagen, fortsetzen. So kann ich unter den vielen G&auml;sten heute auch besonders herzlich Prof. Theodor Ebert begr&uuml;&szlig;en, einen besonders verdienten Pionier und Anstifter der zivilen Friedensf&ouml;rderung.</p>
<p>Als Mitglied des Verteidigungsausschusses und des Unterausschusses Abr&uuml;stung hatte ich seit 1994 intensiv mit allen deutschen Krisenengagements zu tun. Zusammen mit Dr. J&ouml;rn Gr&auml;vingholt vom Deutschen Institut f&uuml;r Entwicklungspolitik bin ich seit 2011 Ko-Vorsitzender des Beirats Zivile Krisenpr&auml;vention.</p>
<p><strong>Der Aktionsplan 2002/2004</strong></p>
<p>Die Erfahrungen mit den Balkan-Kriegen und anderen innerstaatlichen Konflikten unterstrichen in den 90er Jahren die Dringlichkeit neuer Instrumente und Ma&szlig;nahmen der zivilen Konfliktbearbeitung &uuml;ber die bisherigen Instrumentarien von Diplomatie und Entwicklungszusammenarbeit hinaus. 1996 fand sich mit den KollegInnen Rainer Eppelmann, Heiner Gei&szlig;ler (CDU), Gert Weisskirchen, Uta Zapf (SPD), Irmgard Schwaetzer (FDP), Christa Nickels und mir (Gr&uuml;ne) erstmalig im Bundestag eine fraktions&uuml;bergreifende Initiative f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung eines Zivilen Friedensdienstes (ZFD).<a title="" href="#_ftn2">[2]</a></p>
<p>Mit der Koalitionsvereinbarung von 1998 wurde der Weg frei f&uuml;r den Aufbau neuer Einrichtungen wie dem Zentrum Internationale Friedenseins&auml;tze (ZIF), Ziviler Friedensdienst, Deutsche Stiftung Friedensforschung (DSF), F&ouml;rderprogramm zivik, Arbeitsgemeinschaft Frieden und Entwicklung (FriEnt) u.a.</p>
<p>Vier Jahre sp&auml;ter konnte das Vorhaben eines Aktionsplans zivile Krisenpr&auml;vention im rot-gr&uuml;nen Koalitionsvertrag verankert werden: Nach den Einzelinstrumenten sollte nun das ganze Politikfeld systematisch gest&auml;rkt werden. Meine Erfahrungen mit den ganzheitlichen Ans&auml;tzen von Bundeswehrreformen waren mir dabei eine wichtige Anregung. Abgesehen von dem Einwand eines hohen AA-Beamten, es gebe doch schon so viele Aktionspl&auml;ne, gab es in den Koalitionsverhandlungen keine Widerst&auml;nde gegen das Vorhaben. Im Vergleich zu heute rasend schnell ging es an den Start: Nach den Bundestagswahlen vom 22. September 2002 war der Koalitionsvertrag schon am 7. Oktober fertig verhandelt. Am 16. Dezember fand auf Einladung des AA eine erste Ressortbesprechung zum Aktionsplan statt. Schon am 30. Dezember hatten die beteiligten zehn (!) Ressorts (einschlie&szlig;lich Kanzleramt) eine erste konzeptionelle Skizze auf dem Tisch. Wie dann im Laufe des Irakkrieg-Jahres 2003 zust&auml;ndige Beamte eigenst&auml;ndig und in konstruktivem Austausch mit zivilgesellschaftlichen Akteuren den Aktionsplan erarbeiteten, geh&ouml;rt zu meinen gr&ouml;&szlig;ten positiven &bdquo;Entt&auml;uschungen&ldquo; als Parlamentarier. Stellvertretend ist hier Martin Fleischer als verantwortlichem Projektkoordinator des AA zu danken!</p>
<p>Der am 12. Mai 2004 vom Bundeskabinett verabschiedete Aktionsplan definierte als strategische Ansatzpunkte der zivilen Krisenpr&auml;vention die F&ouml;rderung verl&auml;sslicher staatlicher Strukturen, die Schaffung von Friedenspotenzialen in Zivilgesellschaft, Medien, Kultur und Bildung sowie die Sicherung von Lebenschancen in Wirtschaft und Umwelt.<a title="" href="#_ftn3">[3]</a> Als weitere zentrale Handlungsfelder der zivilen Krisenpr&auml;vention nannte er die Nichtverbreitung, Abr&uuml;stung und R&uuml;stungskontrolle, die Verrechtlichung von Konfliktaustragung, die Mitwirkung internationaler Finanzinstitutionen und Globale Partnerschaften zwischen dem privaten und &ouml;ffentlichen Sektor, die St&auml;rkung der globalen (VN) und regionalen Ebenen (EU, afrikanische Regionalorganisationen. Der Aktionsplan beinhaltete die erste umfassende ressort&uuml;bergreifende Bestandsaufnahme der in den zur&uuml;ckliegenden Jahren unternommenen Ma&szlig;nahmen zur Friedensf&ouml;rderung und definierte Krisenpr&auml;vention als Querschnittaufgabe. Als Voraussetzung f&uuml;r rechtzeitiges und koh&auml;rentes Handeln wurde die Bedeutung einer Infrastruktur der Krisenpr&auml;vention betont. 161 Aktionen veranschaulichten eine beeindruckende Vielfalt und Breite des Politikfeldes. Die Schattenseite war, dass eine solche F&uuml;lle nicht priorisierter Aktionen schlichtweg &uuml;berforderte und den Ansatz diffus werden lie&szlig;.</p>
<p>Das Echo der Fach&ouml;ffentlichkeit war, auch international, weitestgehend sehr positiv: Ein gro&szlig;er konzeptioneller Fortschritt zu mehr Friedensf&auml;higkeit.<a title="" href="#_ftn4">[4]</a> Konstatiert wurde zugleich, dass eine verbesserte personelle und finanzielle Ausstattung sowie eine st&auml;ndige Begleitung durch Parlament und &Ouml;ffentlichkeit f&uuml;r die Umsetzung des Aktionsplans unabdingbar sei. Die Stellungnahme von VENRO zum Aktionsplan brachte die positiven, offenen und strittigen Aspekte vorausschauend auf den Punkt. In sehr falscher Bescheidenheit verzichtete die Bundesregierung zun&auml;chst darauf, den Aktionsplan als Bundestagsdrucksache herauszugeben. Umso prominenter wurde am 11. Mai 2005 das einj&auml;hrige Bestehen des Aktionsplans mit 400 G&auml;sten im Weltsaal des Ausw&auml;rtigen Amtes begangen. Eine erste Bundestagsdebatte zum Thema fand allerdings erst am 15. Dezember 2006 anl&auml;sslich des 1. Umsetzungsberichts des Aktionsplans statt.<a title="" href="#_ftn5">[5]</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Umsetzung</strong></p>
<p>Wie sehr sich in den zur&uuml;ckliegenden 15 Jahren die Instrumente ziviler Konfliktbearbeitung weiterentwickelt und ihre Akteure an Kompetenz gewonnen haben, habe ich immer wieder bei Besuchen in Krisenregionen auf dem Balkan, im Kongo und in Afghanistan, aber auch bei den entsprechenden Einrichtungen hierzulande erlebt: Ihre Fachleute sind besonders dicht dran an den jeweiligen Konfliktgesellschaften, professionell, lebhaft, ausdauernd.</p>
<p>In der Politik sind inzwischen die fr&uuml;her umstrittenen Instrumente anerkannt und in gutem Sinne etabliert.<a title="" href="#_ftn6">[6]</a> Die Zeit, wo sich der Kollege einer anderen Oppositionsfraktion lustig machte &uuml;ber das, was er &bdquo;wei&szlig;e Salbe f&uuml;r verwundete rot-gr&uuml;ne Seelen&ldquo; nannte, ist lange vorbei. Die Einsetzung des neuen Unterausschusses zivile Krisenpr&auml;vention und vernetzte Sicherheit 2009 brachte f&uuml;r das Thema einen Schub an Wahrnehmung und Debatte.</p>
<p>ABER:</p>
<p>Wie dringend der Bedarf an mehr Kapazit&auml;ten der zivilen Krisenpr&auml;vention und Friedenskonsolidierung ist, erlebte ich ebenfalls bei Besuchen in Krisenregionen und in vielen Gespr&auml;chen mit Einsatzr&uuml;ckkehrern. Insbesondere beim Afghanistaneinsatz war &uuml;ber viele Jahre der R&uuml;ckstand der zivilen F&auml;higkeit des Peacebuilding (Diplomaten, Polizeiberater) eklatant. Offiziere sprachen diese F&auml;higkeitsl&uuml;cke immer wieder sehr eindringlich an, viel mehr als Au&szlig;enpolitiker und Angeh&ouml;rige der anderen &bdquo;Afghanistan-Ministerien&ldquo;.</p>
<p>Die neuen F&auml;higkeiten der zivilen Krisenpr&auml;vention blieben eine Qualifizierung &bdquo;in der Nische&ldquo;. Eine Verankerung als Querschnittthema gelang nur sehr begrenzt.<a title="" href="#_ftn7">[7]</a> Dem Ressortkreis fehlten dazu schlichtweg die Zust&auml;ndigkeiten und Ressourcen. Bis 2009 schien mir oft das unausgesprochene Motto zu sein: &bdquo;<em>Wir tun das Beste im Rahmen unserer begrenzten M&ouml;glichkeiten. Aber &auml;ndert ja nichts an unseren begrenzten M&ouml;glichkeiten!</em>&ldquo;</p>
<p>Wie stand es um Koh&auml;renz und vernetztes Handeln? Fortschritte sind unbestreitbar. Aber die Rhetorik ist der Praxis immer noch weit voraus! Mir ist bewusst, dass es f&uuml;r Pr&auml;vention keine Erfolgsgarantie gibt. Aber auch von einer bestm&ouml;glich wirksamen Krisenpr&auml;vention sind wir noch erheblich entfernt.</p>
<p><strong>Neue Chancen</strong></p>
<p>Mit dem Diskurs um eine &bdquo;Neue Verantwortung&ldquo; deutscher Au&szlig;enpolitik und dem Review-Prozess 2014 &bdquo;Au&szlig;enpolitik Weiter Denken&ldquo; sowie dem Konsultationsprozess &bdquo;Zukunftscharta&ldquo; des BMZ ist die &ndash; seit Jahren geforderte &ndash; breite au&szlig;en-, friedens- und sicherheitspolitische Debatte so offen, wie es das seit Jahrzehnten nicht gegeben hat.<a title="" href="#_ftn8">[8]</a></p>
<p>Der 20. Jahrestag des V&ouml;lkermords von Ruanda erinnert daran, dass es im Rahmen der Responsibility to Protect zuerst um die Vorbeugung von Massenverbrechen gehen soll &ndash; und dass hierbei die Fortschritte noch d&uuml;rftig sind.</p>
<p>Der Weltentwicklungsbericht der Weltbank von 2011 hat den engen Zusammenhang von Konflikten, Sicherheit und Entwicklung und kn&uuml;pft an die strategischen Ansatzpunkte des Aktionsplans an.</p>
<p>20 Jahre Erfahrungen mit deutschen Beteiligungen an internationalen Krisenengagements, 10 Jahre Erfahrungen mit dem Aktionsplan &nbsp;dr&auml;ngen auf Auswertung und Konsequenzen.</p>
<p>Die Koalitionsvereinbarung von CDU/CSU und SPD spricht der zivilen Krisenpr&auml;vention &bdquo;eine besondere Bedeutung&ldquo; zu &nbsp;und will &bdquo;deren Strukturen st&auml;rken und weiterentwickeln.&ldquo; Die unumstrittene Fortsetzung des Unterausschusses ist ein gutes Zeichen!</p>
<p><strong>Lehren und Konsequenzen &ndash; Sieben K`s</strong></p>
<p><strong>(1) Konzeptionell</strong>: Bisher stehen verschiedene Grundlagendokumente deutscher Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik relativ unverbunden nebeneinander. (Aktionsplan, Wei&szlig;buch zur Sicherheitspolitik, Verteidigungspolitische Richtlinien, Leitlinien fragile Staaten, BMZ-Strategiepapier &bdquo;Entwicklung f&uuml;r Frieden und Sicherheit&ldquo;) Unklar ist das Verh&auml;ltnis zwischen den Schl&uuml;sselkategorien vernetzte Sicherheit und Zivile Krisenpr&auml;vention. Letztere betont die Zieldimension &bdquo;friedliche Konfliktbearbeitung&ldquo;, erstere ist auf Sicherheit, prim&auml;r die eigene, fokussiert. Verfehlt war, in den Umsetzungsberichten zum Aktionsplan (2006, 2008 und 2010) milit&auml;rische Mittel unterschiedslos unter Krisenpr&auml;vention zu subsumieren.</p>
<p>F&uuml;r die friedens- und sicherheitspolitische Orientierung und Vergewisserung w&auml;re die Entwicklung eines friedenspolitischen Leitbildes als Konkretisierung des Friedensauftrages des Grundgesetzes sehr hilfreich. Damit sollte zugleich die Br&uuml;cke zur VN-Friedenssicherung geschlagen werden, deren Normen und Erfahrungen einer viel st&auml;rkeren Beachtung bed&uuml;rfen. Ein weiterentwickelter (oder neuer) Aktionsplan m&uuml;sste die &nbsp;ver&auml;nderten Rahmenbedingungen f&uuml;r zivile Krisenpr&auml;vention (z.B. Beschleunigung und Vernetzung von Konfliktdynamiken, Internet) reflektieren, Priorit&auml;ten und Schwerpunkte benennen und den Do-No-Harm-Ansatz f&uuml;r die Breite der Politik wiederbeleben.</p>
<p>Verankert werden m&uuml;ssten systematische Wirkungsanalysen und &ndash;beobachtungen. Ohne sie ist effektivere Krisenpr&auml;vention ein Stochern im Nebel.</p>
<p><strong>(2) Kompetenz</strong>: Was in der Entwicklungszusammenarbeit seit Jahren vorangebracht wurde, ist auch in der Ausbildung und im Anforderungsprofil des Ausw&auml;rtigen Dienstes zu verankern - Krisensensibilit&auml;t.</p>
<p>Wirksame Krisenpr&auml;vention ist unverzichtbar angewiesen auf umfassende lokale, regionale und interkulturelle Kompetenz und Bodenhaftung. Zu etlichen &bdquo;neuen&ldquo;, auch deutsche Politik fordernden Krisenregionen (Westafrika, Ukraine) ist die Zahl der Regionalexperten hierzulande sehr begrenzt. Hier k&auml;me es darauf an, &bdquo;blinde Flecken&ldquo; in der Forschungslandschaft zu identifizieren und abzubauen.</p>
<p>Die im Jahr 2000 gegr&uuml;ndete Deutsche Stiftung Friedensforschung ist mit 27 Mio. Euro (empfohlen waren urspr&uuml;nglich 50 Mio. Euro) deutlich unterkapitalisiert.<a title="" href="#_ftn9">[9]</a> Angesichts der andauernden Niedrigzinsen gehen ihre Forschungsf&ouml;rdermittel gravierend zur&uuml;ck &ndash; und das bei steigenden Anforderungen! Um die Handlungsf&auml;higkeit der DSF zu sichern und zu verbessern (z.B. F&uuml;r international vernetzte Forschung und Nachwuchsf&ouml;rderung) ben&ouml;tigt sie eine deutliche Kapitalerh&ouml;hung.</p>
<p><strong>(3) Krisenfr&uuml;herkennung</strong>: &Uuml;ber die komplexen und fordernden Stabilisierungseins&auml;tze in Post-Conflict- L&auml;ndern trat in der deutschen Politik in den letzten Jahren die eigentliche Gewalt- und Krisenpr&auml;vention immer mehr in den Hintergrund. Wo die Bew&auml;ltigung der Tagesaufgaben und des Dringlichen schon alle Arbeitskraft absorbiert, geraten wichtige, aber zun&auml;chst nicht dringlich erscheinende Herausforderungen der Krisenfr&uuml;herkennung und Prim&auml;rpr&auml;vention notorisch unter die R&auml;der.</p>
<p>Nichtsdestoweniger gut aufgestellt ist die Krisenfr&uuml;herkennung und Fr&uuml;hwarnung bezogen auf den Schutz deutscher Staatsb&uuml;rger. Die notwendigen F&auml;higkeiten scheinen effektiv &uuml;ber das Krisenreaktionszentrum im Ausw&auml;rtigen Amt organisiert zu sein.</p>
<p>Die Fr&uuml;herkennung politischer Krisen ist demgegen&uuml;ber noch l&uuml;ckenhaft: Rund um den Globus sind die Botschaften die ersten Sensoren. Ob sie krisensensibel sind oder auch nicht, h&auml;ngt wesentlich von der Botschafter&ndash;Person ab. Die l&auml;nderbezogenen Krisenfr&uuml;herkennungsanalysen und &bdquo;Indication &amp; Warning-Meldungen&ldquo; des BND kann ich mangels Einsichtnahme nicht beurteilen. Die im Auftrag des BMZ vom German Institute for Global and Area Studies (GIGA) j&auml;hrlich erstellten Analysen zu innerstaatlicher Gewaltneigung dienen prim&auml;r der l&auml;ngerfristigen und strukturbezogenen Pr&auml;vention und der Ausrichtung von L&auml;nderstrategien.</p>
<p>Die Verh&uuml;tung von Massenverbrechen im Sinne der Schutzverantwortung ist bisher in Deutschland &ndash; im Unterschied zu den USA &ndash; nicht als nationales Interesse definiert. Bisher gibt es in der Bundesregierung keinen Ort, wo Krisenfr&uuml;herkennung verschiedener staatlicher und nichtstaatlicher Sensoren zusammenlaufen und wo wegen enger Anbindung an die politische Leitung auch early action erm&ouml;glichen w&uuml;rde.</p>
<p>Neben Risikoanalysen w&auml;ren Chancenanalysen, Identifizierung von Friedenspotenzialen, konstruktiven Akteuren und Prozessen f&uuml;r wirksame Krisenpr&auml;vention und Friedensf&ouml;rderung von essentieller Bedeutung. Meines Wissens gibt es in Deutschland bisher keinen Ort, wo eine solche Chancenfr&uuml;herkennung systematisch betrieben w&uuml;rde.</p>
<p><strong>(4) Koh&auml;renz</strong>: Dass kein Akteur eine Krise allein bew&auml;ltigen kann, ist unter Krisen- und Friedenspraktikern ziemlich bekannt. Viel weniger klar ist, wer was mehr oder weniger gut kann.</p>
<p>Wo nicht nur abstrakte, sondern auch operative Ziele zusammenpassen, sind Vernetzung, Kooperation f&uuml;r mehr Koh&auml;renz m&ouml;glich und n&ouml;tig.</p>
<p>Der Ressortkreis braucht zur Wahrnehmung seiner Schl&uuml;sselrolle spezifische Befugnisse (nicht auf Kosten z.B. der L&auml;nderreferate, sondern zum beidseitigen Nutzen), mehr Kapazit&auml;ten, Verf&uuml;gungsmittel und insbesondere eine direkte Anbindung an die Leitungsebene.</p>
<p>Die vielf&auml;ltige Akteurslandschaft der zivilen Konfliktbearbeitung erfahre ich &ndash; trotz zunehmenden Austauschs &ndash; immer noch als ziemlich fragmentiert. Allzu oft sind die verschiedenen &bdquo;Subkulturen&ldquo; noch verschiedene Welten mit verschiedenen &bdquo;Sprachen&ldquo; und zu wenig interkultureller Kompetenz bezogen auf potenzielle Kooperationspartner. Zivilgesellschaftliche Akteure erfahren die Bereitschaft zum kontinuierlichen Dialog von Ministerium zu Ministerium als recht unterschiedlich.</p>
<p>Wichtige Funktionen wie Krisenfr&uuml;herkennung, Erfahrungsaustausch, -auswertung und &ndash;sicherung, Aus- und Fortbildung (incl. &Uuml;bungen) brauchen ressortgemeinsame Formate, Verkn&uuml;pfungen, vielleicht auch zentrale Orte. Hierzu k&ouml;nnen und sollten ZIF, ZFD, DSF, zivik, FriEnt, zivilgesellschaftliche Netzwerke, BAKS, Ausbildungseinrichtungen von AA, BMZ/GIZ, Bundeswehr (VNAusbZ) und Innenministerien, Wirtschaft nach ihren M&ouml;glichkeiten beitragen.</p>
<p><strong>(5) Kapazit&auml;ten</strong>: International w&auml;chst der Bedarf an Zivilexperten f&uuml;r Verwaltungsaufbau, Rule of Law, Sicherheitssektorreform, Polizeiaubau, F&ouml;rderung von Zivilgesellschaft, Mediation. Deutsche Fachleute haben hier einen guten Ruf. Sie sind international besonders gefragt, stehen aber in zu geringem Umfang zur Verf&uuml;gung.</p>
<p>Exemplarisch habe ich das &uuml;ber die Jahre auf dem Feld der Polizei erlebt. Internationale Polizeimissionen haben im Kontext der VN-Friedenssicherung eine Schl&uuml;sselrolle bei der F&ouml;rderung eines rechtsstaatlichen Gewaltmonopols und nachhaltiger B&uuml;rgersicherheit. So professionell die deutschen Polizeiberater sind, so sehr leidet ihr Einsatz seit Jahren unter politischer Vernachl&auml;ssigung. Internationale Polizeimissionen und Auslandsverwendungen geh&ouml;ren inzwischen zu den Kernaufgaben der deutschen Polizeien. Um diese angemessen wahrnehmen zu k&ouml;nnen, bedarf es zus&auml;tzlicher Personalstellen, systematischer Erfahrungssicherung und konzeptioneller Kompetenz. (Hierf&uuml;r k&auml;me die Deutsche Hochschule der Polizei infrage.) Die von der Gro&szlig;en Koalition angek&uuml;ndigte Bund-L&auml;nder-Vereinbarung ist ausdr&uuml;cklich zu begr&uuml;&szlig;en.</p>
<p>Es ist an der Zeit, bessere Voraussetzungen f&uuml;r eine z&uuml;gige und durchhaltef&auml;hige Entsendung von zivilen Experten zu schaffen. Dabei sollte sich die Bundesrepublik auf solche Qualifikationen konzentrieren, wo sie besondere St&auml;rken hat. Der notwendige Kr&auml;fteaufwuchs muss nach zivilen Planzielen erfolgen.<a title="" href="#_ftn10">[10]</a> Dabei geben die Zivilen Planziele der EU von 2008 und 2010 eine Mindestorientierung.</p>
<p>Ein deutlich st&auml;rkeres Gewicht sollte die F&ouml;rderung einheimischer Fachkr&auml;fte und Kapazit&auml;ten bekommen. Hierzu verf&uuml;gt das AA-finanzierte F&ouml;rderprogramm &bdquo;zivik &ndash; zivile Konfliktbearbeitung&ldquo; des Instituts f&uuml;r Auslandsbeziehungen &uuml;ber erhebliche Erfahrungen.</p>
<p><strong>(6) Kommunikation</strong>: Die Klage &uuml;ber die schwierige Darstellbarkeit von Krisenpr&auml;vention ist alt. In der Tat: Ihre Prozessorientierung und Langwierigkeit, die Nicht&ouml;ffentlichkeit von Verhandlungen, eine erfolgreiche Gewaltverh&uuml;tung, die unsichtbar und nicht voll beweisbar ist &ndash; all das ist unspektakul&auml;r und im Konkurrenzkampf um Aufmerksamkeit gegen&uuml;ber Milit&auml;r- und Gewaltthemen, gar bad news weit unterlegen:</p>
<p>&bdquo;<em>Ein Baum, der f&auml;llt, macht mehr Krach als ein Wald, der w&auml;chst&ldquo; (Tibetisches Sprichwort) &nbsp;oder &bdquo;bad news are good news</em>&ldquo;.</p>
<p>Trotzdem: Es gab wichtige Fortschritte beim Sichtbarmachen ziviler Krisenpr&auml;vention: Das &nbsp;AA-gef&ouml;rderte multimediale Peace-Counts-Project (&bdquo;Expedition in wachsende W&auml;lder&ldquo;)<a title="" href="#_ftn11">[11]</a>, die im Auftrag des Ressortkreises von SWP und ZIF erarbeitete &ldquo;Toolbox Krisenmanagement&rdquo;, das Dossier &bdquo;Zivile Krisenpr&auml;vention&ldquo; auf der AA-Seite, ansprechende und sehr informative Einzelpublikationen von ForumZFD, ZIF, ifa-zivik u.a., der erstmalige &bdquo;Tag des Peacekeepers 2013 &ldquo; und k&uuml;rzlich der 1. ZIF-Wahlbeobachtungstag. Der Ausbruch aus dem Aufmerksamkeitsschatten gelang damit aber nicht. Hier sind verst&auml;rkte professionelle Anstrengungen n&ouml;tig, um aus dem Zirkel von geringer Sichtbarkeit, schwachem/r Interesse und Lobby, geringem politischen Gewicht herauszukommen, um zivile Krisenpr&auml;vention bekannter, interessanter &ndash; und damit auch politisch relevanter zu machen. Ein (erstmaliger!) Besuch des Au&szlig;enministers, der Kanzlerin oder des Bundespr&auml;sidenten z.B. beim ZIF k&ouml;nnte da ein Zeichen setzen.</p>
<p>(<em><span style="text-decoration: underline;">Nachbemerkung</span>: Mit den vielen G&auml;sten, Sachverst&auml;ndigen und Abgeordneten war im Unterausschuss ein reiches Potenzial an Erfahrungen, Kompetenzen, Geschichten versammelt. Die Chance, daraus medial was zu machen, wurde nicht genutzt</em>.)</p>
<p><strong>(7) Konsequenz: </strong>Ma&szlig;nahmen der zivilen Krisenpr&auml;vention sind vergleichsweise billig und k&ouml;nnen bei Erfolg erhebliche Krisenfolgekosten einsparen. Aber es gibt sie auch nicht zum Nulltarif. Sie brauchen Fachleute, Kompetenz, Kapazit&auml;ten, Investitionen, &Ouml;ffentlichkeit. In den ersten Jahren des Aktionsplans war es ein zentrales Vers&auml;umnis von uns &bdquo;Betreibern&ldquo;, dass wir die Frage der planm&auml;&szlig;igen Umsetzungsschritte und des zus&auml;tzlichen Mittelbedarfs nicht energisch genug angingen. Wirkungsorientierte Krisenpr&auml;vention braucht mehr konzeptionelle Klarheit und konkrete Zielvorgaben (Planziele) f&uuml;r die Weiterentwicklung ihrer F&auml;higkeiten und einen Zuwachs an &ndash; im Vergleich zu milit&auml;rischer Krisenreaktion geringen &ndash; Mitteln. Soviel Konsequenz muss sein!</p>
<p><strong>Ihnen, sehr geehrte Damen und Herren Abgeordnete</strong>, danke ich f&uuml;r die ungew&ouml;hnlich zahlreiche und ausdauernde Beteiligung an dieser &ouml;ffentlichen Sitzung zu 10 Jahren Aktionsplan.</p>
<p>Ich empfinde das als besonders ermutigend, weil das Politikfeld der zivilen Krisenpr&auml;vention und Friedensf&ouml;rderung trotz aller Wichtigkeit und Akzeptanz in der Regel nicht dringend erscheint und in der Konkurrenz mit den tagesaktuellen Dringlichkeiten immer wieder auf die lange Bank ger&auml;t.</p>
<p>Sie, Frau Flor vom Ausw&auml;rtigen Amt, und Sie, Frau Vorsitzende und liebe Kolleginnen und Kollegen des Unterausschusses, haben deutlich gemacht, dass f&uuml;r Sie die St&auml;rkung der zivilen Krisenpr&auml;vention jetzt auf die Tagesordnung geh&ouml;rt.</p>
<p>Im Namen des Beirats Zivile Krisenpr&auml;vention w&uuml;nsche ich Ihnen eine produktive Ausschussarbeit! Wir freuen uns auf eine anregende und ergiebige Zusammenarbeit!</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">&nbsp;</span></strong></p>
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<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> Die vollst&auml;ndige, die verschiedenen Phasen eines Konfliktzyklus adressierende Bezeichnung lautet &bdquo;Zivile Krisenpr&auml;vention, Konfliktl&ouml;sung und Friedenskonsolidierung&ldquo;.</p>
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<p><a title="" href="#_ftnref2">[2]</a> Der Antragsentwurf begr&uuml;&szlig;te die ZFD-Initiative aus den beiden gro&szlig;en Kirchen und anderen Organisationen. Binnen zwei Jahren sollten in Bosnien 200 Fachleute zur gesellschaftlichen Friedensf&ouml;rderung eingesetzt werden k&ouml;nnen. Zur Finanzierung der Gesamtkosten von 30 Millionen DM sollte der Bund nur zwei bis drei Millionen Mark beitragen. Entwicklungsminister Spranger lehnte diese Mitfinanzierung ab.</p>
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<p><a title="" href="#_ftnref3">[3]</a> Unterrichtung durch die Bundesregierung, Bundestags-Drucksache 15/5438 vom 26.5.2004</p>
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<p><a title="" href="#_ftnref4">[4]</a> Die Friedenswarte Band 79, Heft 3-4 2004, Schwerpunktthema: Aktionsplan; meine Kommentare von 2003, 2004, 2005 und 2010 auf <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1281">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1281</a> . Eher eine Ausnahme war eine Stellungnahme wie die der M&uuml;nchner B&uuml;rgerinitiative f&uuml;r Frieden und Abr&uuml;stung (BIFA): &bdquo;Rot-gr&uuml;ner Etikettenschwindel &ndash; Der stille Angriff auf die Friedensbewegung&ldquo;, M&uuml;nchen 2005</p>
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<p><a title="" href="#_ftnref5">[5]</a> Vgl. zu den Bundestagsdebatte zur ziviler Konfliktbearbeitung insgesamt Christian Egbering, Tagesordnungspunkt &bdquo;Zivile Konfliktbearbeitung&ldquo; &ndash; Eine Diskursanalyse anhand von Reden im Deutschen Bundestag, Neum&uuml;nster 2012; meine Publikationsliste zu ziviler Krisenpr&auml;vention und Friedensf&ouml;rderung 1988-2014 unter <a href="http://www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1282">www.nachtwei.de/index.php?module=articles&amp;func=display&amp;aid=1282</a></p>
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<p><a title="" href="#_ftnref6">[6]</a> Voraus gingen einige &bdquo;D&uuml;rrejahre&ldquo; des Aktionsplans, wo sich der Eindruck aufdr&auml;ngte, dass der Aktionsplan auf der politischen Leitungsebene der Ministerien, aber auch in der Breite des Parlaments nicht angekommen war. Eine Ausnahme war, dass das Verteidigungsministerium im Fr&uuml;hjahr 2005 zehn Millionen Euro f&uuml;r Zwecke des Aktionsplans zur Verf&uuml;gung stellte.</p>
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<p><a title="" href="#_ftnref7">[7]</a> Zum aktuellen Stand des Politikfeldes empfehlenswert der Sammelband von Andreas Heinemann-Gr&uuml;der/Isabella Bauer (Hrsg.), Zivile Konfliktbearbeitung &ndash; Vom Anspruch zur Wirklichkeit, Opladen 2013</p>
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<p><a title="" href="#_ftnref8">[8]</a> Die Ergebnisse einer bei der Auftaktkonferenz am 20. Mai im AA vorgestellten Umfrage &bdquo;Einmischen oder zur&uuml;ckhalten?&ldquo;geben dem Politikfeld der Zivilen Krisenpr&auml;vention einen deutlichen R&uuml;ckenwind: Auf die Frage, wo sich Deutschland st&auml;rker orientieren solle, antworteten 86% in der humanit&auml;ren Hilfe, 85% diplomatische Verhandlungen, je 80% St&auml;rkung der Zivilgesellschaft, Abr&uuml;stung und R&uuml;stungskontrolle, 75% Ausbildung von Polizei- und Sicherheitskr&auml;ften, 68% Hilfe beim Aufbau staatlicher Institutionen. Repr&auml;sentative Infratest-Umfrage im Auftrag der K&ouml;rber-Stiftung, <a href="http://www.koerber-stiftung.de/internationale-politik/sonderthemen/umfrage-aussenpolitik.html">www.koerber-stiftung.de/internationale-politik/sonderthemen/umfrage-aussenpolitik.html</a></p>
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<p><a title="" href="#_ftnref9">[9]</a> Ein F&ouml;rderungsschwerpunkt der DSF ist Gewaltpr&auml;vention und Konfliktanalyse, Konfliktbearbeitung, Friedenskonsolidierung, R&uuml;stungskontrolle und Abr&uuml;stung, Friedensv&ouml;lkerrecht &ndash; alles Themenschwerpunkte auch des Aktionsplans Die DSF ist deutlich schlechter ausgestattet als andere vom Bund (mit-)gegr&uuml;ndete Stiftungen der Wissenschaftsf&ouml;rderung.</p>
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<p><a title="" href="#_ftnref10">[10]</a> Die Koalitionsvereinbarung von CDU/CSU und SPD 2013: <em>Durch gezielte Ma&szlig;nahmen sollen deutsche Beamte, Richter und Staatsanw&auml;lte ermutigt werden, an Auslandseins&auml;tzen teilzunehmen. Eine &bdquo;umfassende Bund-L&auml;nder-Vereinbarung&ldquo; wird angestrebt, um die &bdquo;rechtlichen, organisatorischen und finanziellen Voraussetzungen f&uuml;r den Einsatz von Polizistinnen und Polizisten in Friedensmissionen zu verbessern.</em>&ldquo;</p>
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<p><a title="" href="#_ftnref11">[11]</a> Petra Gerster mit Michael Gleich, Die Friedensmacher, 11 Reportagen, M&uuml;nchen 2005; Claudia Major, Tobias Pietz, Elisabeth Sch&ouml;ndorf, Wanda Hummel, Toolbox Krisenmanagement &ndash; Von der zivilen Krisenpr&auml;vention bis zum Peacebuilding: Prinzipien, Akteure, Instrumente, Berlin 2011; Christine Schweitzer, Erfolgreich gewaltfrei &ndash; Professionelle Praxis in ziviler Friedensf&ouml;rderung, ifa-Studie, Stuttgart 2009; Krisenpr&auml;vention mit zivilen Mitteln &ndash; Ein Beitrag zu Frieden und Sicherheit, hrsg. vom Ausw&auml;rtigen Amt in Zusammenarbeit mit 13 Ressorts der Bundesregierung, Berlin o.J.; <a href="http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/friedenspolitik/Krisenpraevention/Uebersicht_node.html">www.auswaertiges-amt.de/DE/Aussenpolitik/friedenspolitik/Krisenpraevention/Uebersicht_node.html</a> ; ZIF-Weltkarte &bdquo;Friedenseins&auml;tze2013/2014&ldquo;; ZIF-Poster &bdquo;Deutsche in Friedenseins&auml;tzen OSZE &amp; EU 2002-2013, Berlin 2014; Magazin ForumZFD, erscheint viertelj&auml;hrlich; die FriEnt-Impule; meine Berichte zum zehnj&auml;hrigen Bestehen des ZIF 2012, zum &bdquo;Tag des Peacekeepers 2013&ldquo;, zum 1. ZIF-Wahlbeobachtungstag und zur Feierstunde f&uuml;r Teilnehmer an polizeilichen Auslandsverwendungen des Jahres 2013 auf <a href="http://www.nachtwei.de">www.nachtwei.de</a></p>
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