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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Eher AnstÃ¶ÃŸe als Orientierung - Anmerkungen zur Afghanistan-Stellungnahme der EKD  vom Januar 2014 (2. Fassung)</title>
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    <span class="xar-mod-title">Afghanistan + Artikel von Winfried Nachtwei fÃ¼r Zeitschriften u.Ã¤.</span>

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        <h1>
            Eher AnstÃ¶ÃŸe als Orientierung - Anmerkungen zur Afghanistan-Stellungnahme der EKD  vom Januar 2014 (2. Fassung)         </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 27. Januar 2014 16:57:45 +02:00 (84393 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Am 27. Januar stellt die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ihre friedensethische Stellungnahme zum Afghanistan-Einsatz vor. Erarbeitet wurde die Stellungnahme durch die Kammer f&uuml;r &Ouml;ffentliche Verantwortung. Hier die &uuml;berarbeitete und erweiterte Fassung meiner Anmerkungen vom 27. Januar.</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong>Eher Anst&ouml;&szlig;e als Orientierung &ndash;</strong></p>
<p align="center"><strong>Anmerkungen zur Afghanistan-Stellungnahme der EKD vom Januar 2014</strong></p>
<p align="center">Winfried Nachtwei, MdB a.D. (2.2.2014)</p>
<p><em>Am 27. Januar 2014 stellte die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) ihre Stellungnahme &bdquo;&acute;Selig sind die Friedfertigen` &ndash; Der Einsatz in Afghanistan: Aufgaben evangelischer Friedensethik&ldquo; der &Ouml;ffentlichkeit vor und zur Diskussion. Erarbeitet wurde die Stellungnahme in einem zweij&auml;hrigen Prozess von der Kammer f&uuml;r &ouml;ffentliche Verantwortung unter Vorsitz von Prof. Hans-J&uuml;rgen Papier, dem ehemaligen Pr&auml;sidenten des Bundesverfassungsgerichts.</em></p>
<p><em>(<a href="http://www.ekd.de/vortraege/2014/20140127_schneider_statement_pk_ekdtext116.html">www.ekd.de/vortraege/2014/20140127_schneider_statement_pk_ekdtext116.html</a></em><em> ; Audio-Mitschnitt der Pr&auml;sentation und Debatte unter <a href="http://www.augengeradeaus.net">www.augengeradeaus.net</a></em><em> ) Im Folgenden die nach der Debatte vom 27. Januar erg&auml;nzte Fassung meiner &bdquo;ersten Anmerkungen&ldquo;.</em></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Zusammenfassung:</span></strong></p>
<p>Ausdr&uuml;cklich zu begr&uuml;&szlig;en ist das Bem&uuml;hen der EKD, die evangelische Friedensdenkschrift von 2007 mit der Realit&auml;t von zw&ouml;lf Jahren Afghanistan-Einsatz zu konfrontieren, diesen friedensethisch zu reflektieren und die Friedensdenkschrift vor diesem Hintergrund zu &uuml;berpr&uuml;fen. In Afghanistan waren Bundeswehrsoldaten erstmalig in Bodenk&auml;mpfe verwickelt. Zugleich ist Afghanistan das Schwerpunktland deutscher Entwicklungs- und Aufbauhilfe. Der Afghanistan-Einsatz ist das bisher gr&ouml;&szlig;te, teuerste, opferreichste und strittigste deutsche Krisenengagement &ndash; und Teil des bisher komplexesten multinationalen Stabilisierungs- und Aufbauprojekts.</p>
<p><strong>Zur rechten Zeit und sehr sp&auml;t</strong>: Die Stellungnahme kommt zur rechten Zeit, wo einerseits der milit&auml;rische Massiv- und Kampfeinsatz in Afghanistan zu Ende geht und das versprochene, prim&auml;r zivile Folgeengagement auf einer ungeschminkten Zwischenbilanz aufbauen m&uuml;sste, wo andererseits die Afghanistan-M&uuml;digkeit un&uuml;bersehbar ist und andere Krisenherde nach vorne ger&uuml;ckt sind.</p>
<p>Die Stellungnahme mit Orientierungsanspruch kommt zugleich sehr sp&auml;t, erst im Nachhinein, nachdem abertausende Einsatzbeteiligte &uuml;ber 12 Jahre Tag f&uuml;r Tag schwierige Entscheidungen zu f&auml;llen hatten, oft in Zielkonflikten und unter Zeitdruck.</p>
<p><strong>Leitlinien mit Gabelungen</strong>: Angesichts der Spannweite friedens- und sicherheitspolitischer Grundorientierungen und Erfahrungen unter Angeh&ouml;rigen der EKD ist schon das Zustandekommen einer gemeinsamen Stellungnahme bemerkenswert. Dass unterschiedliche Bewertungen (&bdquo;Gabelungen&ldquo;) mehrfach explizit benannt und nicht verbr&auml;mt werden, war vielleicht der einzig m&ouml;gliche Weg, bei besonders strittigen Fragen &uuml;berhaupt zu Bewertungen zu kommen. Zusammen mit der sehr behutsamen Sprache beeintr&auml;chtigt das aber die Klarheit der Stellungnahme. Insgesamt scheint sie mehr der Selbstverst&auml;ndigung als der tats&auml;chlichen friedensethischen und &ndash;politischen Orientierung zu dienen. Angesichts des hohen, geradezu existenziellen Orientierungsbedarfs vieler Einsatzbeteiligter und &ndash;verantwortlicher empfinde ich das als einen Mangel.</p>
<p><strong>Friedenspolitisches Gesamtkonzepte und umfassende Mandate </strong>sind zentrale Schlussfolgerungen der EKD. (Hierauf dr&auml;ngen wir Gr&uuml;ne seit vielen Jahren.) Zivile Schw&auml;chen des Gesamteinsatzes werden zu Recht als zentrale M&auml;ngel markiert. Ihre Analyse &nbsp;und Empfehlungen zu ihrer &Uuml;berwindung kommen aber zu kurz. Im Vordergrund stehen die Streitfragen um die Legitimation und Grenzen milit&auml;rischer Gewalt. Die Stellungnahme bleibt damit im Mainstream &ouml;ffentlicher sicherheits- wie friedenspolitischer Wahrnehmungen und Diskurse, die bei Krisenbew&auml;ltigung und internationaler Friedenssicherung immer wieder vorrangig um Milit&auml;rfragen kreisen und Fragen der konstruktiven Konfliktbearbeitung und Friedensf&ouml;rderung, da vermeintlich unstrittig, meist nur am Rande und plakativ, selten als operative Herausforderung behandeln.</p>
<p>Ausdruck dieser strukturellen Milit&auml;rlastigkeit ist, dass die vielen Frauen und M&auml;nner, die im &ouml;ffentlichen Auftrag in Afghanistan als Entwicklungsexperten, Polizeiberater und Diplomaten gearbeitet haben, in der Stellungnahme der EKD kaum Beachtung finden, geschweige mit ihren Leistungen gew&uuml;rdigt werden. Das ist eine, wenn auch sicher ungewollte, Geringsch&auml;tzung von Friedenspraktikern!</p>
<p><strong>Leitbild Gerechter Frieden</strong>: Es entspricht in hohem Ma&szlig;e dem Anspruch internationaler Friedenssicherung und der F&ouml;rderung menschlicher Sicherheit im UN-System. UN(AMA)-Mandate zielen in dieselbe Richtung wie gerechter Frieden: Prozesse abnehmender Gewalt und zunehmender Gerechtigkeit. Der Afghanistan-Einsatz verdeutlicht aber besonders eindringlich, wie kompliziert, kurvenreich und langwierig die praktische Umsetzung dieses Leitbildes ist</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; in einem gesellschaftlichen Umfeld, wo Gewalt nicht das &bdquo;&auml;u&szlig;erste Mittel&ldquo; ist, wo Ungerechtigkeiten kulturell tief verankert sind,</p>
<p>-&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; im Kontext eines internationalen multilateralen Engagements mit sehr verschiedenen Interessen, Zielen, Kapazit&auml;ten, Verhaltensmustern.</p>
<p><strong>Bleibende Verantwortung</strong>: Manche Formulierungen in der Stellungnahme und in der Debatte bef&ouml;rdern fahrl&auml;ssig den Eindruck, der ganze Afghanistan-Einsatz ginge zu Ende. (Schon der Einstiegssatz des Vorworts) Erst der Friedensbeauftragte der EKD, Renke Brahms, betonte in seinem Abschlusswort ausdr&uuml;cklich die bleibende Verantwortung f&uuml;r die Unterst&uuml;tzung der kriegsgeplagten afghanischen Menschen.</p>
<p><strong>Trotzdem</strong>: Wo sich das Schweigen und Wegsehen zu Afghanistan ausbreiten, da sollten die Denk- und Diskussionsanst&ouml;&szlig;e der EKD-Stellungnahme auf keinen Fall abgetan, sondern produktiv genutzt werden.</p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Im Einzelnen:</span></strong></p>
<p><strong>Zu Kapitel 2. Das deutsche milit&auml;rische Engagement in Afghanistan und die Grenzen rechtserhaltender milit&auml;rischer Gewalt</strong></p>
<p>Seit 2001/2002 wird die deutsche Beteiligung am internationalen Afghanistan-Engagement &uuml;berwiegend unter dem Aspekt Milit&auml;reinsatz, kaum unter der Perspektive Peace-/Statebuilding + Aufbauunterst&uuml;tzung wahrgenommen und diskutiert. Beg&uuml;nstigt wird diese <strong>milit&auml;rlastige Wahrnehmung</strong> durch die Art des politischen Auftrages (explizite Mandatierung nur des Streitkr&auml;fteinsatzes, fehlende Gesamtkonzepte), die auff&auml;llige Sichtbarkeit von Milit&auml;r und seine besondere Strittigkeit.</p>
<p>Die EKD will den milit&auml;rischen und zivilen Einsatz bewerten. Mein Eindruck ist, dass auch die Stellungnahme nicht frei ist von einer gewisssen Milit&auml;rlastigkeit. &Uuml;ber die heikle Frage der Legitimation&nbsp; milit&auml;rischer Gewalt ger&auml;t die Er&ouml;rterung der politischen und zivilen Konfliktbearbeitung und Friedensf&ouml;rderung, deren Vorrang immer wieder betont wird, ins Hintertreffen. Dabei gibt es auch auf diesem friedensethisch grunds&auml;tzlich konsensualen Feld erheblichen Kl&auml;rungs- und nicht nur Verst&auml;rkungsbedarf. Zum Beispiel: die M&ouml;glichkeiten und Grenzen eines extern gest&uuml;tzten Statebuilding, das Spannungsverh&auml;ltnis zwischen Menschen- und Frauenrechten und traditionellen, lokalen Werten.</p>
<p><strong>(5, 6) Selbstverteidigungsrecht</strong>: Im Gegensatz zur verbreiteten Pauschalwahrnehmung des milit&auml;rischen Afghanistan-Einsatzes differenziert die Stellungnahme richtigerweise die unterschiedlichen Operationen OEF (Operation Enduring Freedom) und ISAF.</p>
<p>Sehr zu Recht ist die zeitliche (und r&auml;umliche) Entgrenzung des Selbstverteidigungsrechts, wie es bei OEF in Anspruch genommen und vom Sicherheitsrat akzeptiert wurde, in der Kammer umstritten. Hier w&auml;re eine einm&uuml;tige Absage an einen entgrenzten Verteidigungsbegriff und die damit einhergehende Unterh&ouml;hlung des V&ouml;lkerrechts angebracht gewesen. Die Stellungnahme &auml;u&szlig;ert sich nicht zur Einsatzpraxis von OEF, die im Laufe der Jahre mit &bdquo;rechtserhaltender Gewalt&ldquo; wenig, mit kriegerischer Gegnerbek&auml;mpfung sehr viel zu tun hatte. (Ein Grundproblem war, dass die Bundesregierung immer nur die Notwendigkeit von OEF betonte, zur Realit&auml;t und Wirksamkeit von OEF aber immer die Aussage verweigerte. Dass Bundestagsmehrheiten das lange hinnahmen, empfand ich als Tiefpunkt der realen Parlamentsbeteiligung.)</p>
<p>Nach den gefl&uuml;gelten Worten des damaligen Verteidigungsministers Peter Struck wurde Deutschlands Sicherheit (mit ISAF) auch am Hindukusch verteidigt. Hier w&auml;re eine Klarstellung angebracht gewesen, dass es f&uuml;r die Staatengemeinschaft in Afghanistan um internationale kollektive Sicherheit ging &ndash; und geht &ndash; und nicht um entgrenzte Landesverteidigung.</p>
<p><strong>(7) Pr&uuml;fkriterien zu internationalen bewaffneten Friedensmissionen</strong> (Ziffer 117-123 der Friedensdenkschrift): Ihr strategischer Auftrag ist richtigerweise und realistisch-bescheidener &bdquo;Friedensunterst&uuml;tzung&ldquo; (sicheres Umfeld), nicht milit&auml;risches &bdquo;Friedenschaffen&ldquo;. In Afghanistan ergaben sich aber auf der taktischen Ebene von Distrikten und Provinzen Konfliktversch&auml;rfungen (z.T. durch einsickernde Aufst&auml;ndische) bis zur faktischen Macht&uuml;bernahme durch Aufst&auml;ndische. (Im Raum Kunduz ab 2008) Im Rahmen des unver&auml;nderten strategischen Auftrages stellte sich vor Ort die Herausforderung, verloren gegangene Minimalsicherheit wiederherzustellen. Hier&uuml;ber kehrte &bdquo;von unten&ldquo; Krieg auch in solche Teile Afghanistans zur&uuml;ck, wo vorher ein Stabilisierungseinsatz durch Pr&auml;senz und Bev&ouml;lkerungskontakt gewalteind&auml;mmend wirkte. Auf der taktischen und pers&ouml;nlichen Ebene, am Boden waren nun Auftrag, Selbstschutz und Selbstverteidigung, Schutz der Zivilbev&ouml;lkerung im bewaffneten Konflikt unter einen Hut zu bekommen.</p>
<p>Beim Kriterium &bdquo;Aussicht auf Erfolg&ldquo; (122) ist die Einbindung in ein friedenspolitisches Gesamtkonzept nur eine Seite der Medaille. Die andere ist die pers&ouml;nliche (Mi&szlig;-)Erfolgserfahrung der Beteiligten: Wenn Bundeswehrsoldaten 2008/2009 erlebten, dass die Lage in Kunduz im Vergleich zu fr&uuml;heren Kontingenten immer schlimmer und hoffnungsloser &ndash; und in Berlin sch&ouml;n geredet wurde, dann zerbr&ouml;selte hier die Legitimation des Einsatzes.</p>
<p><strong>(8)</strong> <strong>Wirksamkeitsorientierung und Ehrlichkeit</strong>: Das berechtigte Lob f&uuml;r die Fortschrittsberichte der Bundesregierung (&bdquo;bedeutende Schritte zur Evaluierung&ldquo;) ab Dezember 2010 hat Kehrseiten: &Uuml;ber viele Jahre wurden Wirksamkeitsabsch&auml;tzungen und &ndash;analysen vers&auml;umt und verweigert, begn&uuml;gte sich die Bundesregierung mit Berichten zu Ma&szlig;nahmen und Ereignissen, dominierte immer wieder Sch&ouml;nrednerei. Ein integriertes Lagebild von Sicherheit (im Hinblick auf den Kernauftrag &bdquo;sicheres Umfeld&ldquo;/B&uuml;rgersicherheit) und Aufbau gibt es bis heute nicht. In den informationsreichen Fortschrittsberichten ist die Kritikbereitschaft sehr unterschiedlich: am weitest gehenden gegen&uuml;ber afghanischen Akteuren, zur&uuml;ckhaltend gegen&uuml;ber der Internationalen Gemeinschaft, nicht erkennbar gegen&uuml;ber der eigenen Politik.</p>
<p>Bisher wurde eine systematische, differenzierte und &ouml;ffentliche Bilanzierung des Einsatzes vernachl&auml;ssigt und damit die Chance eines breiteren sicherheits- und friedenspolitischen Lernprozesses vertan. Das aber leistet einer Fragmentierung und &bdquo;Privatisierung&ldquo; von Erfahrungslernen und diffusen und pauschalen &bdquo;Lehren&ldquo; in der Gesellschaft Vorschub.</p>
<p>Die Glaubw&uuml;rdigkeit, Akzeptanz und Legitimit&auml;t gerade strittiger Eins&auml;tze h&auml;ngt ma&szlig;geblich davon ab, wie ehrlich sie in der &Ouml;ffentlichkeit kommuniziert werden und ob begr&uuml;ndete Aussicht auf Erfolg besteht. Dieser &bdquo;Grundpflicht zur Ehrlichkeit&ldquo; ist die politische F&uuml;hrung lange Zeit nicht nachgekommen. Gest&uuml;tzt wurde dieses Versagen durch Mentalit&auml;ten und Strukturen der Besch&ouml;nigung, die in der Bundeswehr, unter zivilen Kr&auml;ften und auch im Bundestag immer wieder die Realit&auml;tssicht benebelten.</p>
<p><strong>(9)</strong> <strong>Legalit&auml;t und Legitimit&auml;t,</strong> <strong>unvorhergesehene Entwicklungen</strong>: Im Gegensatz zur heute verbreiteten, unterschiedslosen Sicht von &bdquo;12 Jahren Krieg in Afghanistan&ldquo; stellt die EKD klar, dass der ISAF-Einsatz durch die allj&auml;hrlichen UN-Sicherheitsratsresolutionen v&ouml;lkerrechtlich legal ist. Zu Recht wird die &Uuml;berschneidung mit OEF als friedenspolitisch problematisch bewertet. Unvorhergesehene Faktoren h&auml;tten zu urspr&uuml;nglich ungewollten Gewaltma&szlig;nahmen gef&uuml;hrt. In der Tat: Begonnen wurde der ISAF-Einsatz mit der festen Absicht &bdquo;Unterst&uuml;tzungs- und Stabilisierungseinsatz&ldquo;, &bdquo;blo&szlig; nicht Besatzer sein!&ldquo; Entgegen einer sehr verbreiteten Fehlwahrnehmung war es nie Auftrag von ISAF und Bundeswehr, die afghanischen Konfliktkn&auml;uel milit&auml;risch zu l&ouml;sen. Der begrenzte Charakter eines unterst&uuml;tzenden Einsatzes (sicheres Umfeld, um Aufbau zu erm&ouml;glichen) war auch den Bundeswehrangeh&ouml;rigen sehr bewusst. Die Einsatzform Aufstandsbek&auml;mpfung, in die der ISAF-Einsatz sukzessive ab 2006 im S&uuml;den und 2009 in Teilen des Nordens geriet, stand im kontr&auml;ren Gegensatz zu den Absichten der ersten Jahre.</p>
<p>Die Kammer betont deshalb sehr richtig den Zusammenhang von Grundentscheidungen und Folgeentscheidungen.</p>
<p><strong>(10)</strong> <strong>B&uuml;ndnissolidarit&auml;t und -verantwortung</strong>: Der Stellenwert der B&uuml;ndnissolidarit&auml;t bei Einsatzentscheidungen wird benannt, die damit einhergehenden friedensethischen wie sicherheitspolitischen Dilemmata, aber auch Chancen h&auml;tten aber eine umfassendere Er&ouml;rterung verdient. Wo die Bush-Administration in den ersten Jahren Statebuilding-Unterst&uuml;tzung verachtete, wo die USA und Gro&szlig;britannien 2003 den Krieg gegen den Irak begannen (verbunden mit einer enormen Kr&auml;fteverlagerung und Glaubw&uuml;rdigkeitsverlust in der islamischen Welt), wo B&uuml;ndnisloyalit&auml;t trotz gemeinsamer Rules of Engagement mit widerspr&uuml;chlichen Einsatzpraktiken einherging (bev&ouml;lkerungsorientiert vs. gegnerfixiert), wo faktisch ein Ziele- und Verhaltensdissens bestand, da hat ein solcher Einsatz keine begr&uuml;ndete &bdquo;Aussicht auf Erfolg&ldquo;. Bei multinationalen Eins&auml;tzen reicht es nicht, seinen verl&auml;sslichen Beitrag zu leisten und in nationaler Nabelschau nur auf diesen zu sehen. Teilnehmerstaaten stehen in Mitverantwortung und Mithaftung f&uuml;r Erfolg und Misserfolg des Gesamtunternehmens. Wo z.B. die Schutzverantwortung gegen&uuml;ber der Zivilbev&ouml;lkerung systematisch von Verb&uuml;ndeten verletzt wurde (Zivilopfer, Besatzerverhalten), darf es kein Wegsehen geben, ist &bdquo;B&uuml;ndnisverantwortung&ldquo; gefragt. (ggfs. mit der heiklen Konsequenz, selbst mehr Verantwortung &uuml;bernehmen zu m&uuml;ssen; denn Besserwissen reicht nicht) Umgekehrt l&auml;sst sich viel Positives von anderen Partnern lernen: z.B. von den Niederlanden, der &bdquo;Bodenn&auml;he&ldquo; ihres Einsatzes, seiner unabh&auml;ngig evaluierten Wirksamkeit.</p>
<p><strong>(11)</strong> <strong>Innerafghanische &bdquo;B&uuml;ndnispolitik</strong>&ldquo;: Wo kurzfristiges Stabilisierungsinteresse dominierte, wurden vielfach Kriegsherren und &ndash;verbrecher gest&auml;rkt und konstruktive und &bdquo;Friedenskr&auml;fte&ldquo; vernachl&auml;ssigt. Ein Prozess von weniger Gewalt und mehr Gerechtigkeit wurde damit eher verbaut als bef&ouml;rdert. Dass die deutsche Entwicklungszusammenarbeit ausdr&uuml;cklich Ans&auml;tze von demokratischer Zivilgesellschaft unterst&uuml;tzte, war richtig, aber angesichts der allgemeinen Inkoh&auml;renz weniger wirkm&auml;chtig.</p>
<p><strong>(12)</strong> <strong>Unklares Mandat</strong>: Die Kammer schildert die schrittweise Ausweitung der Bundestagsmandate f&uuml;r die ISAF-Beteiligung der Bundeswehr und bem&auml;ngelt deutlich die &bdquo;immer nur sehr allgemein&ldquo; formulierten Ziele, &bdquo;ohne Angabe pr&auml;ziser, &uuml;berpr&uuml;fbarer, auf ein friedenspolitisches Gesamtkonzept bezogener Teilziele. (&hellip;) Die auch von milit&auml;rischer Seite seit langem geforderten umfangreicheren Mittel f&uuml;r zivile Zwecke sowie die erforderliche Unterst&uuml;tzung im Bereich &acute;good administration` und &acute;good governance` wurde erst Jahre sp&auml;ter (London-Konferenz von 2010) ansatzweise bereitgestellt. Dies k&ouml;nnte sich in einer historischen Nachbetrachtung als das eigentliche und gravierendste Vers&auml;umnis des Engagements der internationalen Gemeinschaft herausstellen.&ldquo; &Uuml;ber viele Jahre &bdquo;fehlte das f&uuml;r eine begr&uuml;ndete Aussicht auf Erfolg erforderliche friedens- und sicherheitspolitische Gesamtkonzept unter dem Primat des Zivilen oder wenigstens unter gleichrangiger Gewichtung der diplomatischen, entwicklungspolitischen und polizeilichen Aufgaben&ldquo;. Mit anderen Worten: Die Grundforderung des Brahimi-Reports von 2000 (!) von &bdquo;klaren und erf&uuml;llbaren Mandaten&ldquo; wurde &uuml;ber Jahre nicht erf&uuml;llt!</p>
<p>Ein erstes &ndash; d&uuml;rftiges &ndash; Afghanistan-Konzept legte die Bundesregierung erst im September 2003 vor. In Berlin herrschte lange die Einstellung vor, bei multinationalen Krisenengagements reiche es, einen begr&uuml;ndeten deutschen Beitrag zu leisten und sich nur begrenzt bis gar nicht konzeptionell Gedanken zum Gesamtprojekt zu machen. Zu bedenken ist aber, dass schon in den Resolutionen des UNO-Sicherheitsrates zu ISAF und UNAMA viel mehr an gesamtkonzeptionellen Anstrengungen steckt, als in der Regel hierzulande wahrgenommen wird. (vgl. au&szlig;erdem Afghanistan Compact Januar 2006, Afghan National Solidarity Program 2003, Afghanistan National Development Strategy 2008)</p>
<p><strong>(13)</strong> <strong>Besatzerimage und &bdquo;kriegs&auml;hnliche Zust&auml;nde&ldquo;</strong>: Dass seit 2006/7 ISAF-Truppen zunehmend als Besatzungstruppen wahrgenommen wurden, traf z.B. f&uuml;r Provinzen im S&uuml;den zu (vgl. Studien des Senlis-Council), damals aber nicht z.B. f&uuml;r die Provinz Kunduz, die sp&auml;ter abdriftete. (vgl. Jan Koehler 2007, Resolution der Rechtsgelehrten u.a. nach dem gro&szlig;en Selbstmordanschlag Ende Mai 2007)</p>
<p>Das Abgleiten eines urspr&uuml;nglichen Friedens- und Stabilisierungseinsatzes in offensive Kampfhandlungen und &bdquo;kriegs&auml;hnliche Zust&auml;nde&ldquo; wurde in der Tat gerade in Deutschland bis September 2009 besch&ouml;nigt. Hilfreich w&auml;re es aber gewesen, wenn die Kammer neben der generellen v&ouml;lkerrechtlichen Einordnung als &bdquo;nicht-internationaler bewaffneter Konflikt&ldquo; auch die krassen Unterschiede &bdquo;am Boden&ldquo; angesprochen h&auml;tte: den Flickenteppich h&ouml;chst unterschiedlicher Sicherheitslagen und Einsatzformen &ndash; intensive Kriegsgebiete wie in Kunar, Helmand, Kandahar, Regionen erh&ouml;hter Unsicherheit, Regionen mit Aufbau und Entwicklung wie Herat, Balkh.</p>
<p><strong>(14, 15)</strong> <strong>Counterinsurgency/COIN</strong>: Das Ziel, Aufst&auml;ndische dadurch zu isolieren, dass die Loyalit&auml;t der Zivilbev&ouml;lkerung gewonnen wird, erscheint zun&auml;chst plausibel und dem vernetzten Ansatz sehr verwandt. Angesichts der komplexen innerafghanischen Loyalit&auml;tsbeziehungen, angesichts verbreiteter bad governance und alliierter Widerspr&uuml;chlichkeiten und Unglaubw&uuml;rdigkeiten war die COIN-Strategie wohl trotz aller taktischer Erfolge ein technokratisches Konzept mit Machbarkeitsillusionen.</p>
<p>Die Kammer spricht zu Recht die kontraproduktiven Wirkungen der gezielten T&ouml;tungen von Aufst&auml;ndischen und Terrorismusverd&auml;chtigen au&szlig;erhalb von Kampfhandlungen an. Bei UNAMA waren die Bewertungen &ndash; unabh&auml;ngig von der v&ouml;lkerrechtlichen Legalit&auml;t &ndash; noch deutlicher: Die zahlreichen Verluste an get&ouml;teten F&uuml;hrern der Aufst&auml;ndischen wurde immer wieder durch nachstr&ouml;mende j&uuml;ngere K&auml;mpfer aus Pakistan ausgeglichen. Diese galten aber als radikaler, brutaler, f&uuml;r Verhandlungen noch weniger bereit. US-General McChrystal, ISAF-Kommandeur 2009/2010, sprach selbst von der &bdquo;COIN-Mathematik&ldquo;: Man t&ouml;te zwei Aufst&auml;ndische &ndash; und bekomme &uuml;ber deren Br&uuml;der, S&ouml;hne zwanzig neue Aufst&auml;ndische.</p>
<p><strong>(17)</strong> <strong>Zivilopfer</strong>: Wo es um friedensethische Orientierung auch f&uuml;r Soldaten im Einsatz geht, w&auml;re es hilfreich gewesen, konkrete Zielkonflikte von Auftrag, Schutz der Zivilbev&ouml;lkerung und Eigenschutz zu thematisieren und zu pr&uuml;fen, wie Bundeswehrsoldaten damit umgegangen sind. Nach meiner Kenntnis war die Vermeidung ziviler Opfer eine zentrale Einsatzregel, der Luftschlag von Kunduz eine tragisch-katastrophale Ausnahme. Auff&auml;llig war aber immer wieder, dass in der deutschen &Ouml;ffentlichkeit und Politik afghanische Kriegsopfer weitestgehend ignoriert wurden, auch bei Trauerfeiern. Die Fotoausstellung von Marcel Mettelsiefen und Christoph Reuter zu den Kunduz-Opfern war da die Ausnahme.</p>
<p>Angesichts einer Gesellschaft, in der Ehre und traditionelle Werte manchmal wichtiger zu sein scheinen als ein Menschenleben, h&auml;tten auch die enormen zivilen &bdquo;Begleitsch&auml;den&ldquo; von Verst&ouml;&szlig;en gegen die Werte und Normen der &ouml;rtlichen Bev&ouml;lkerung (insbesondere bei night raids) ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;ssen. &nbsp;Im &bdquo;Besatzer&ldquo;-Image von ISAF-Truppen spielen solche Berichte eine Schl&uuml;sselrolle, ganz unabh&auml;ngig von entsprechenden einschr&auml;nkenden Direktiven von ISAF.</p>
<p><strong>(18)</strong> <strong>&ldquo;M&ouml;glicherweise&ldquo;</strong>: Nach 12 Jahren Afghanistan-Einsatz sind die Feststellungen zum Fehlen eines wirklich umfassenden Ansatzes, zum &bdquo;Billig-Peacekeeping&ldquo; und &bdquo;Billig-Statebuilding&ldquo; der ersten Jahre im Kern sehr richtig, aber ausgesprochen vorsichtig formuliert.</p>
<p>Der &bdquo;Pr&uuml;fauftrag&ldquo;, &bdquo;ob nicht jede Mandatierung einer bewaffneten Friedensmission immer auch mit einem friedenspolitischen zivilen Konzept zu versehen&ldquo; sei, wird in Nr. 56 a. richtig konkretisiert: den milit&auml;rischen Teil eines Mandates in eine umfassende Mandatierung einbinden, &bdquo;in der die zivilen friedenspolitischen Ziele und Ma&szlig;nahmen konkretisiert werden.&ldquo; Sehr richtig! Versuche in diese Richtung waren bei fr&uuml;heren Mandatsentscheidungen politische Begleitantr&auml;ge im Bundestag. Die hatten &ndash; so meine ern&uuml;chternde Erfahrung &ndash; &uuml;berwiegend eine Legitimationsfunktion, aber kaum reale Wirkung. Die Koh&auml;renz der Aufgaben, F&auml;higkeiten und Ressourcen muss im Mandat selbst angelegt werden.</p>
<p>An dieser Stelle w&auml;re auch die selbstkritische Feststellung angebracht gewesen, dass es in der Vergangenheit aus der Gesellschaft (und auch den Kirchen) &uuml;ber plakative Forderungen hinaus wenig konkreten Druck f&uuml;r eine St&auml;rkung der zivilen Aufbauunterst&uuml;tzung gegeben hat. Unsere und meine wiederholten Forderungen nach einer St&auml;rkung der diplomatischen und insbesondere polizeilichen Komponente blieb jahrelang merkw&uuml;rdig echolos.</p>
<p><strong>Zu Kapitel 3. Die Lage in Afghanistan und das Leitbild des gerechten Friedens</strong></p>
<p><strong>(20)</strong> <strong>Schutz vor Gewalt: </strong>Gegen&uuml;ber dem Stand der Stellungnahmehat sich die Sicherheitslage wieder verschlechtert. Nachdem im Jahr 2012 der Wachstumstrend der Aufst&auml;ndischen-Attacken erstmalig unterbrochen war, nahmen die Attacken 2013 wieder erheblich zu: im 3. Quartal 2013 um 42% gegen&uuml;ber dem Vorjahrszeitraum! Im Vergleich zum bisher schlimmsten Jahr 2011 gab es positive Entwicklungen in wenigen Provinzen (Balkh -45%, Uruzgan -30%), Verschlechterungen hingegen in der Mehrzahl der Provinzen: Badakhshan +80%, Baghlan +114%, Kunduz +41%, Faryab +65%, Nangarhar +146%. Angriffsziele sind in erster Linie die afghanischen Sicherheitskr&auml;fte, Regierungs- und Beh&ouml;rdenvertreter. In 2012 fielen 1200 afghanische Soldaten und 2200 Polizisten im bewaffneten Konflikt. Das im ISAF-Auftrag angestrebte &bdquo;sichere Umfeld&ldquo; ist nicht erreicht. Ob mit dem Aufbau der afghanischen Sicherheitskr&auml;fte bessere Voraussetzungen f&uuml;r mehr B&uuml;rgersicherheit in Zukunft geschaffen wurden, ist zu hoffen und wird sich in den n&auml;chsten Jahren beweisen m&uuml;ssen.</p>
<p><strong>(22, 23)</strong> <strong>Polizeiaufbau</strong>: Erste Tr&auml;ger rechtserhaltender Gewalt sind Polizei und Justiz. Deren Aufbau und rechtsstaatliche Einhegung ist von zentraler strategischer und allt&auml;glicher Bedeutung f&uuml;r den ganzen Stabilisierungsprozess. Die Ausf&uuml;hrungen der EKD zu dieser Schl&uuml;sselaufgabe des Statebuilding sind rein deskriptiv, d&uuml;rftig und besch&ouml;nigend. Dass Deutschland seine Lead-Rolle beim Polizeiaufbau sehr unzureichend wahrnahm (breitere Anstrengungen erst ab 2008!), dass der Bundestag jahrelang den Einsatz deutscher Polizisten in Afghanistan weitgehend ignorierte, geh&ouml;rt zu den strategischen Vers&auml;umnissen deutscher Afghanistanpolitik. Inoffizielle Sicherheitskr&auml;fte/Milizen werden zu Recht als erhebliches Problem markiert.</p>
<p>Die Forderung nach verst&auml;rkten Bem&uuml;hungen, &bdquo;eine demokratisch kontrollierte Rechtsstaatlichkeit mit einer funktionierenden Justiz und staatlichem Gewaltmonopol unter Einbeziehung der &ouml;rtlichen Traditionen aufzubauen&ldquo;, ist ja grunds&auml;tzlich richtig. Zugleich sollte man dabei aber die enormen Herausforderungen (mehrere Rechtswelten), Widerst&auml;nde und Zeitbedarfe klarstellen. Und ohne ausreichende eigene, verf&uuml;gbare Fachkr&auml;fte daf&uuml;r bleiben die richtigen Forderungen fromme W&uuml;nsche. (vgl. Bericht von der Tagung &uuml;ber Internationale Polizeimissionen am 30.10.-1.11.2013 in der Evangelischen Akademie Loccum, <a href="http://www.nachtwei.de">www.nachtwei.de</a> am 19.12.2013)</p>
<p><strong>F&ouml;rderung der Freiheit</strong></p>
<p><strong>(26)</strong> <strong>F&ouml;rderung einer rechtsstaatlichen Kultur</strong>: Inzwischen f&ouml;rdert die GIZ verwaltungswissenschaftliche Fakult&auml;ten au&szlig;er in Mazar auch in Herat, Kabul, Jalalabad. Besonders erw&auml;hnenswert, weil sonst kaum wahrgenommen, sind Programme der GIZ zur &bdquo;Alphabetisierung und nachholenden Grundbildung&ldquo; f&uuml;r Polizisten (seit 2009, 300 einheimische Trainer), zur Kooperation von Polizeichefs und Staatsanw&auml;lten (COPP), zur F&ouml;rderung ziviler Streitschlichtung auf Distriktebene (Huquq).</p>
<p><strong>Abbau von Not und Anerkennung kultureller Verschiedenheit</strong></p>
<p><strong>(28) NGO`s</strong>: Dass Parallelstrukturen teilweise den Aufbau staatlicher Strukturen konterkarieren, ist ein reales Problem. Verfehlt ist es aber, nur NGO`s daf&uuml;r verantwortlich zu machen und die Mitverantwortung von staatlichen Entwicklungsorganisationen zu &uuml;bergehen.</p>
<p>Wo es in besonderer Weise um den deutschen Afghanistan-Einsatz geht, w&auml;re es hilfreich gewesen, das Engagement von NGO`s mit deutscher Beteiligung + Unterst&uuml;tzung genauer darzustellen und zu bewerten. In der Tat engagieren sich viele in einer nachhaltigen Friedensperspektive, eben f&uuml;r &bdquo;gerechten Frieden&ldquo;, zum Teil &uuml;ber viele Jahre. Warum wird ihre gro&szlig;e, stille Arbeit f&uuml;r weniger Gewalt + Not und mehr Gerechtigkeit nur mit einem Halbsatz erw&auml;hnt?</p>
<p><strong>(29) Drogenbek&auml;mpfung</strong>: Gegen&uuml;ber der Seuche der Drogen&ouml;konomie hat die Staatengemeinschaft zusammen mit der afghanischen Regierung ganz besonders versagt. Zu einer koh&auml;renten Politik hat man hier nie gefunden. Auch die Bundesrepublik hat sich hier lieber &bdquo;rausgehalten&ldquo; und mit einzelnen Ma&szlig;nahmen begn&uuml;gt.</p>
<p><strong>(30-33)</strong> <strong>Deutsche Aufbauhilfe</strong>: Berufsbildung ist ein Schl&uuml;sselsektor. Mit Hilfe der deutschen NGO &bdquo;Help&ldquo; werden in Herat j&auml;hrlich 1000 Frauen und M&auml;nner f&uuml;r marktf&auml;hige Berufe ausgebildet. Solche konstruktiven Bem&uuml;hungen brauchen Beachtung, R&uuml;ckenwind.</p>
<p>Afghanistan ist ein Schwerpunktland f&uuml;r den Einsatz von Friedensfachkr&auml;ften im Rahmen des Zivilen Friedensdienstes. Kirchliche Friedensarbeit setzt stark auf Friedensdienste. Wo, wenn nicht in einer kirchlichen Stellungnahme, w&auml;re der Ort gewesen, die hierzulande weitgehend unbekannte Arbeit von Friedensfachkr&auml;ften in Afghanistan zu w&uuml;rdigen und auszuwerten.</p>
<p>Unverst&auml;ndlich ist, dass die Rolle der Religionen im Konflikt &ndash; ausgenommen die Milit&auml;rseelsorge &ndash; nicht thematisiert wird. Was ist aus den gelegentlichen Versuchen von interreligi&ouml;sem Dialog geworden, an denen doch auch Milit&auml;rseelsorger beteiligt gewesen sein sollen? (Nr. 46)</p>
<p>Im Rahmen der deutschen Aufbauhilfe (BMZ/AA) arbeiten in Afghanistan 250/100 Internationale und 1700/1600 lokale Frauen und M&auml;nner. Das ist eigentlich eine spektakul&auml;re Zahl. Im Unterschied zu den Soldaten (s. Kapitel 4) kommen sie in der Stellungnahme nur am Rande vor. Auch wenn es nicht so gemeint ist: Das l&auml;uft auf eine Geringsch&auml;tzung von Friedenspraktikern hinaus!</p>
<p><strong>Zu Kapitel 4. Die Situation der deutschen Truppen in Afghanistan und die Aufgaben der Seelsorge in der Bundeswehr</strong></p>
<p><strong>Besondere Belastungen von Soldaten</strong></p>
<p><strong>(34)</strong> <strong>R&uuml;ckkehr des Krieges</strong>: Geschildert werden die besonderen Belastungen und Dilemmata von Soldaten, die jetzt st&auml;ndig mit Lebensgefahr, mit Verwundung, Tod, mit Verwunden und T&ouml;ten konfrontiert sind. Geschildert wird der 24-st&uuml;ndige Verlust von Privatsph&auml;re. In diesen Textteilen kommen die Erfahrungen der Milit&auml;rseelsorger authentisch zum Ausdruck. Hier w&auml;re die umfassende &bdquo;Studie ISAF 2010&ldquo; des damaligen Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr (bisher umfassendste empirische Untersuchung zu einem Kontingent) hilfreich gewesen.<a title="" href="#_ftn1">[1]</a></p>
<p>Die Kammer stellt fest, dass der Afghanistan-Einsatz in der deutschen &Ouml;ffentlichkeit seit 2009 als &bdquo;Krieg&ldquo; wahrgenommen wird. Diese ungeschminkte Wahrnehmung war &uuml;berf&auml;llig. Aber oft ging sie einher mit einem entgrenzten Umgang mit dem Begriff Krieg. Vielen gilt jetzt der ganze Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr, ja jeder Auslandseinsatz als Krieg. Schleichend verbreitet sich eine Rehabilitierung von Krieg &bdquo;als Mittel der Politik&ldquo; &ndash; und spiegelbildlich dazu die Pauschalablehnung von Auslandseins&auml;tzen, unabh&auml;ngig davon, ob von den Vereinten Nationen mandatiert und gef&uuml;hrt, unabh&auml;ngig davon, ob friedensunterst&uuml;tzend oder -erzwingend. Stabilisierungs-, gar Friedenseins&auml;tze gelten den einen als Sch&ouml;nrednerei, manchen anderen als minderwertiger Einsatz. (Exemplarisch daf&uuml;r war, wie im Herbst 2012 der Abschied der Bundeswehr aus dem erfolgreichen und gewaltarmen Bosnien-Einsatz ignoriert wurde.) Hier besteht dringend ein friedensethischer und &ndash;politischer Kl&auml;rungsbedarf. Die EKD kommt dem nicht nach.</p>
<p><strong>(35)</strong> <strong>Gewissensentscheidung</strong>: Verbreitet ist inzwischen das Urteil, der Afghanistan-Einsatz sei gescheitert. &bdquo;Nichts ist gut in Afghanistan&ldquo; hei&szlig;t, dass es dort keine Hoffnungsfunken, keine Hoffnungstr&auml;ger gibt. Nicht wenige meinen, der Afghanistan-Einsatz sei ein Irrweg von Anfang an gewesen. Wie k&ouml;nnen gewissenhafte Menschen damit ohne Ausfl&uuml;chte umgehen? Wof&uuml;r dann die Entbehrungen, Belastungen der ganzen Familie, Verwundungen, Toten, Kosten?</p>
<p>Die zugespitzte Sinnfrage wird sich wahrscheinlich in diesem Jahr zunehmend stellen. Wie k&ouml;nnen die Kirchen da Hilfestellung leisten?</p>
<p><strong>(39</strong>) <strong>Innere F&uuml;hrung</strong>: Im Laufe der Jahre zweifelten viele Soldaten am Erfolg und politischen Sinn des Einsatzes. Sie waren zunehmend zur&uuml;ckgeworfen auf ihre Professionalit&auml;t und vor allem auf die Kameradschaft der Kampfgemeinschaft. Damit geriet die Innere F&uuml;hrung mit dem Leitbild des Staatsb&uuml;rgers in Uniform massiv unter Druck.</p>
<p><strong>Zu Kapitel 5 Friedenspolitische Aufgaben im Blick auf Afghanistan</strong></p>
<p><strong>(47-48)</strong> <strong>Suche nach Verhandlungsl&ouml;sungen</strong>: Eine tragf&auml;hige Verhandlungsl&ouml;sung ist in der Tat &uuml;beraus dringlich, ein koh&auml;rentes Vorgehen, hohe Lokalexpertise und Einbeziehung aller politischen und gesellschaftlichen Gruppen von ausschlaggebender Bedeutung. Eine ganz besondere Herausforderung dabei ist, bei der Kompromisssuche nicht die einen Ziele des gerechten Friedens f&uuml;r die anderen zu opfern.</p>
<p><strong>(49-52)</strong> <strong>&Uuml;bergabe in Verantwortung, internationaler Truppenabzug, Perspektiven</strong>: Die Kammer gibt hierzu aus friedensethischer Perspektive etliche Gesichtspunkte und Handlungsfelder zu bedenken, sie betont die notwendige tiefe Kenntnis lokaler Bedingungen, ein stimmiges und zur&uuml;ckhaltendes Handeln externer Akteure, die Reflexion nichtintendierter Folgen, den weiten Zeithorizont aller Dimensionen eines gerechten Friedens.</p>
<p><strong>Bleibende Verantwortung</strong>: Begr&uuml;&szlig;t wird, dass sich die Bundesregierung bis 2016 zu j&auml;hrlich 430 Mio. Euro Aufbauhilfe verpflichtet hat. Die Kammer macht aber nicht deutlich, dass die verl&auml;ssliche Unterst&uuml;tzungspartnerschaft mit Afghanistan keineswegs gesichert ist: Un&uuml;bersehbar ist eine verbreitete Afghanistan-M&uuml;digkeit in Gesellschaft, &Ouml;ffentlichkeit und Politik und ein Trend &bdquo;blo&szlig; weg aus Afghanistan!&ldquo;. Zusammen mit den priorit&auml;ren anderen und n&auml;her liegenden Krisenregionen und der Tatsache, dass Afghanistan f&uuml;r Politiker l&auml;ngst kein Gewinnerthema mehr ist, k&ouml;nnte das offizielle Gel&ouml;bnis &bdquo;Wir lassen euch nicht im Stich!&ldquo; sehr schnell zerbr&ouml;seln.</p>
<p>Auf der XXVII. Afghanistan-Tagung der Evangelischen Akademie in Villigst im Dezember 2013 bestand Einigkeit: Nach allen gemachten Versprechen, geweckten Erwartungen, getanen Gro&szlig;fehlern sehen wir uns weiter in menschlicher Mitverantwortung f&uuml;r die kriegsgeplagten Menschen in Afghanistan. Diese Verantwortung ist zugleich eine friedens- und sicherheitspolitische.</p>
<p><strong>Die EKD sollte sich klar zu dieser bleibenden Verantwortung bekennen!</strong></p>
<p align="center"><strong>Gr&ouml;&szlig;ere Beitr&auml;ge und Berichte von W. Nachtwei zu AFHGANISTAN seit 2010 (meist unter <a href="http://www.nachtwei.de">www.nachtwei.de</a> )</strong></p>
<p>- &bdquo;<strong>Blo&szlig; nicht weg aus Afghanistan? Blo&szlig; nicht! Nur wie?</strong>&ldquo;, Vortrag bei der XXVII. Afghanistan-Tagung der Evang. Akademie Villigst &bdquo;Der Frieden ist der Ernstfall &ndash; Afghanistan nach 2014&ldquo; am 15. Dezember 2013 (<a href="http://www.nachtwei.de">www.nachtwei.de</a> 30.12.2013)</p>
<p>- Alarmierende US-Studie von A. Cordesman (CSIS) zu Afghanistan: &bdquo;<strong>Failing Transition&ldquo; &ndash; das F&uuml;hrungsversagen von US-Regierung</strong> und Kongress und der neue Pentagon-Report, August 2013</p>
<p>- <strong>Alle meine Kunduz-Berichte</strong> 2004 bis 2013 anl&auml;sslich der &Uuml;bergabe des PRT Kunduz an die afghanische Seite am 6. Oktober 2013, (<a href="http://www.nachtwei.de">www.nachtwei.de</a> 6.10.2013)</p>
<p>- <strong>Dokudrama &uuml;ber den Luftschlag von Kunduz</strong> vor 4 Jahren &ndash; Hintergr&uuml;nde und politische Verantwortlichkeiten: notwendige Erg&auml;nzungen (<a href="http://www.nachtwei.de">www.nachtwei.de</a> 3.9.2013)</p>
<p>- <strong>Bilanz und Evaluierung deutscher Auslandseins&auml;tze</strong>, September 2013 (Beitrag f&uuml;r eine Buchver&ouml;ffentlichung)</p>
<p>- <strong>Blo&szlig; weg? Blo&szlig; nicht!</strong> <strong>Was zu tun ist in Afghanistan</strong>, taz 25. Mai 2013 (<a href="http://www.nachtwei.de">www.nachtwei.de</a> 26.5.2013)</p>
<p>- <strong>Kommentar zur ISAF-Debatte im Bundestag</strong>: Wie es wirklich um Afghanistan steht, interessiert immer weniger! 16. Februar 2013 (<a href="http://www.nachtwei.de/">www.nachtwei.de</a> 16.2.2013)</p>
<p>- &bdquo;<strong>Einsatzauftr&auml;ge der Politik m&uuml;ssen klar und erf&uuml;llbar sein</strong>. Andernfalls sind sie unverantwortlich.&ldquo; Interview in KOMPASS 1/2013 (Kath. Milit&auml;rseelsorge)</p>
<p>- Reisebericht &bdquo;<strong>17. Afghanistanreise - R&uuml;ckzug aus der Verantwortung</strong>?&ldquo; Dezember 2012, 14 S.</p>
<p>kein Grund zur Beruhigung (<a href="http://www.nachtwei.de/">www.nachtwei.de</a> 7.11.2012)</p>
<p>- <strong>Afghanistan &ndash; Lehren f&uuml;r den vernetzten Ansatz</strong>, Vortrag an der Bundesakademie f&uuml;r Sicherheitspolitik/BAKS am 26.10.2012 in Berlin (<a href="http://www.nachtwei.de/">www.nachtwei.de</a> 10.11.2012)</p>
<p>- <strong>Sicherheitsvorf&auml;lle AFG-Nord und landesweit</strong>, Mai 2012</p>
<p>- Minister de Maizi&egrave;re warnt vor leichtfertigem <strong>Umgang mit dem Begriff &bdquo;Krieg</strong>&ldquo; &ndash; Rolle r&uuml;ckw&auml;rts in alte Besch&ouml;nigungsrhetorik? Wider die Kriegstrommeln aus verschiedenen Richtungen! Diskussionsbeitrag (<a href="http://www.nachtwei.de">www.nachtwei.de</a> 26.1.2012)</p>
<p>- Buchbeitrag: <strong>Der Afghanistaneinsatz der Bundeswehr &ndash; Von der Friedenssicherung zur Aufstandsbek&auml;mpfung</strong>, in: Anja Seiffert, Phil C. Langer, Carsten Pietsch (Hrsg.): Der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan &ndash; Sozial- und politikwissenschaftliche Perspektiven, Jahresschrift 2011 des Sozialwissenschaftlichen Instituts der Bundeswehr, Dezember 2011</p>
<p>- <strong>11. September bis 22. Dezember 2001</strong> &ndash; Von New York nach Afghanistan aus Berliner Sicht&ldquo;, Zusammenstellung aus pers&ouml;nlichen Aufzeichnungen, August 2011, 30 S.</p>
<p>- Stellungnahme zum Sachverst&auml;ndigengespr&auml;ch des Innenausschusses des Landtages NRW &bdquo;<strong>Abzug deutscher (NRW-)Polizisten aus Afghanistan</strong>&ldquo; (Antrag der Fraktion DIE LINKE) am 9. Juni 2011 in D&uuml;sseldorf</p>
<p><strong>- Aufbau im Schatten von Guerillakrieg und Aufstandsbek&auml;mpfung &ndash; Deutsches Afghanistan-Engagement vor dem zehnten Einsatzjahr, </strong>Reisebericht von der 15. AFG-Reise nach Kabul, Mazar-e Sharif und Kunduz (Ende August), 41 S., Januar 2011</p>
<p><strong>- Ehrlichkeit mit blinden Flecken</strong> &ndash; Kurzkommentar zum &bdquo;Fortschrittsbericht Afghanistan&ldquo; der Bundesregierung, 14.12.2010 (auch auf <a href="http://www.geopowers.com/">www.geopowers.com</a>)</p>
<p><strong>- </strong>Stellungnahmein der &Ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung des Ausw&auml;rtigen Ausschusses des Deutschen Bundestages &uuml;ber &bdquo;<strong>Kriterien zur Bewertung des Afghanistan-Einsatzes</strong>&ldquo; am 23.11.2010 in Berlin</p>
<p>- Referat beim 146. Bergedorfer Gespr&auml;chskreis (K&ouml;rber Stiftung) <strong>Der AFG-Einsatz</strong>: <strong>Bedeutung, Bilanz und Lessons Learned</strong> am 28. Mai in Berlin (ver&ouml;ffentlicht in: Denkw&uuml;rdigkeiten, Journal der Politisch-Milit&auml;rischen Gesellschaft, Juni 2010)</p>
<p>- Buchbeitrag: Der <strong>ISAF-Einsatz der Bundeswehr - Anmerkungen zu einer &uuml;berf&auml;lligen Bilanzierung</strong>, in: Friedensgutachten 2010 der f&uuml;nf deutschen Friedensforschungsinstitute, Berlin Mai</p>
<p>- <strong>Better News</strong> statt Bad News aus AFG, Folge VII, 12 S., Mai 2010</p>
<p>- <strong>Brief an Bisch&ouml;fin Margot K&auml;&szlig;mann</strong>: AFG &ndash; zwischen Erschrecken und Ermutigung, 7.1.2010; vollst&auml;ndig ver&ouml;ffentlicht unter &bdquo;Danke, dass Sie Ansto&szlig; erregt haben&ldquo; in der taz, 13.1.2010 (<a href="http://www.nachtwei.de">www.nachtwei.de</a> 11.1.2010)</p>
<p>- <strong>Materialien</strong> <strong>zur aktuellen Sicherheitslage Afghanistans</strong> (mit Pakistan) in verschiedenen Varianten: Zusammenfassung (7 S.), Kurzfassung (20 S.), Sicherheitsvorf&auml;lle in der Region Nord Ende 2006 bis August 2010 (20 S.); Vollfassung (80 S.) &ndash; laufend aktualisiert seit Sommer 2007</p>
<div><br clear="all" /><hr align="left" size="1" width="33%" />
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<p><a title="" href="#_ftnref1">[1]</a> Anja Seiffert, Phil C. Langer, Carsten Pietsch (Hrsg.): Der Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan &ndash; Sozial- und politikwissenschaftliche Perspektiven, Wiesbaden 2012</p>
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