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        <title>www.nachtwei.de :: Pressemitteilung + BeitrÃ¤ge von Winfried Nachtwei :: Zivilisatorische Weisheit: Dag-HammarskjÃ¶ld-Ehrenmedaille der DGVN an B. Ferencz, ChefanklÃ¤ger im NÃ¼rnberger Einsatzgruppenprozess, und an den Internationalen Strafgerichtshof - Nachtwei weiter im DGVN-Vorstand </title>
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    <span class="xar-mod-title">Vereinte Nationen (UNO) + Bericht von Winfried Nachtwei</span>

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            Zivilisatorische Weisheit: Dag-HammarskjÃ¶ld-Ehrenmedaille der DGVN an B. Ferencz, ChefanklÃ¤ger im NÃ¼rnberger Einsatzgruppenprozess, und an den Internationalen Strafgerichtshof - Nachtwei weiter im DGVN-Vorstand          </h1>
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Veröffentlicht von: 
                    <a href="http://nachtwei.de/index.php?module=roles&amp;func=display&amp;uid=7">Nachtwei</a> am 19. Dezember 2013 09:36:34 +02:00 (59091 Aufrufe)            </div>
            <div>    <p>Vor 50 Jahren fand im Gallus Saalbau in Frankfurt/M. der erste deutsche Auschwitz-Prozess statt. Jetzt ehrte hier die Deutsche Gesellschaft f&uuml;r die Vereinten Nationen (DGVN) den 93-j&auml;hrigen letzten lebenden Ankl&auml;ger der N&uuml;rnberger Prozesse und den mit seiner Hilfe erk&auml;mpften Internationalen Strafgerichtshof.</p></div>
            <div>    <p align="center"><strong>Zivilisatorische Weisheit: Dag-Hammarskj&ouml;ld-Ehrenmedaille der DGVN an Benjamin Ferencz, Chefankl&auml;ger im N&uuml;rnberger Einsatzgruppenprozess, und an den Internationalen Strafgerichtshof &ndash; Nachtwei weiter im DGVN-Vorstand</strong></p>
<p align="center">Winfried Nachtwei (12/2013)</p>
<p>Ehrung f&uuml;r eine historische Pers&ouml;nlichkeit: Am Vorabend ihrer alle zwei Jahre stattfindenden Mitgliederversammlung lud die Deutsche Gesellschaft f&uuml;r die Vereinten Nationen (DGVN) am 6. Dezember 2013 in Frankfurt/Main an historischem Ort zur Ehrung einer herausragenden historischen Person. Wo im Gallus Saalbau 1964/1965 der erste deutsche Auschwitz-Prozess statt gefunden hatte, wurde nun die &bdquo;Dag-Hammarskj&ouml;ld-Ehrenmedaille&ldquo; verliehen, benannt nach dem zweiten UN-Generalsekret&auml;r (1953 bis 1961). <strong>Preistr&auml;ger des Jahres 2013 waren Prof. Benjamin B. Ferencz, letzter noch lebender Ankl&auml;ger der N&uuml;rnberger Prozesse, und der Internationale Strafgerichtshof (IStGH), vertreten durch die Chefankl&auml;gerin Fatou B. Bensouda</strong>. Letzte Preistr&auml;ger waren Kofi Annan (2009), Klaus T&ouml;pfer (2005), Lakhdar Brahimi und die Sch&uuml;lergruppe &bdquo;Aktion V&ouml;lkerrecht&ldquo; (2004), die anwesenden Prof. Klaus H&uuml;fner und General Eisele (1998), Tadeusz Mazowiecki (1995). (<a href="http://www.dgvn.de/meldung/dag-hammarskj&ouml;ld-ehrenmedaille-2013-1/">www.dgvn.de/meldung/dag-hammarskj&ouml;ld-ehrenmedaille-2013-1/</a> )</p>
<p>Der 1920 in Siebenb&uuml;rgen geborene Benjamin Ferencz wanderte mit seinen Eltern in die USA aus. Aufgewachsen in einfachen Verh&auml;ltnissen schloss er schon 1943 die Harvard Law School erfolgreich ab. In der US-Army diente er zun&auml;chst in einem Flugabwehr-Bataillon an der Westfront, sp&auml;ter in der neu aufgebauten War Crimes Branch der Army. Er erlebte das Grauen der gerade befreiten KZ Buchenwald, Mauthausen und Dachau und wurde Ermittler im N&uuml;rnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher. Als 27-J&auml;hriger war er 1947 Chefankl&auml;ger im N&uuml;rnberger Einsatzgruppenprozess: Den 22 Angeklagten wurde die Ermordung von mehr als 1 Millionen Menschen vorgeworfen. Lt. AP war es der &bdquo;gr&ouml;&szlig;te Mordprozess der Geschichte&ldquo;. Er wurde zu einem K&auml;mpfer gegen die Straflosigkeit schwerer Menschenrechtsverbrechen und Vork&auml;mpfer des Internationalen Strafgerichtshofes. Im Januar 2009 er&ouml;ffnete Ferencz symbolisch das erste Pl&auml;doyer der Anklage des IStGH. Der auch bei der Preisverleihung anwesende deutsche Richter am IStGH, Hans-Peter Kaul, nennt ihn die &bdquo;weltweit f&uuml;hrende Stimme und f&uuml;hrende Kraft bei der Strafbarmachung k&uuml;nftiger Angriffskriege&ldquo;. Nach Gru&szlig;worten des Frankfurter Stadtrates Prof. Semmelroth, des hessischen Ministers Boddenberg und der Vizepr&auml;sidentin des Bundestages Claudia Roth h&auml;lt Innenminister a.D. Gerhart Baum die Laudatio auf den quirligen 93-j&auml;hrigen &bdquo;Ben&ldquo; und den IStGH. Seine neue Chefankl&auml;gerin, die ehemalige gambische Justizministerin Fatou Bensouda, habe die schwierigste Aufgabe &ndash; unter schwersten Ermittlungsbedingungen (weit entfernte, unsichere Regionen, schwache Staatlichkeit) dennoch juristisch seri&ouml;se Anklageschriften zu schaffen. Der IStGH nahm am 1. Juli 2002 mit Inkrafttreten des R&ouml;mischen Statuts in Den Haag seine Arbeit auf. Zurzeit sind am IStGH 21 F&auml;lle anh&auml;ngig.</p>
<p>Auf die Frage, warum es so lange von N&uuml;rnberg bis zum IStGH in Den Haag gedauert habe, erinnert er daran, dass seit Jahrtausenden die Straflosigkeit &bdquo;der da oben&ldquo; selbstverst&auml;ndlich gewesen sei. Diese Straflosigkeit zu bek&auml;mpfen und zu &uuml;berwinden, war und ist Ausdruck von zivilisatorischer Weisheit.</p>
<p>Benjamin Ferencz hatte fast sieben Jahrzehnte mit schweren Menschenrechtsverbrechen und Massenm&ouml;rdern zu tun. St&auml;ndig damit konfrontiert zu sein, was Menschen Menschen antun k&ouml;nnen, das k&ouml;nnte verbittern, depressiv werden lassen. Davon ist bei dem kleinen, humorvollen und quicklebendigen Herrn nichts zu sp&uuml;ren. Es ist begl&uuml;ckend und elementar ermutigend und hoffnungsvoll, einen solchen Menschen erleben und ihm begegnen zu d&uuml;rfen.</p>
<p><strong>Die Mitgliederversammlung der DGVN </strong></p>
<p>w&auml;hlte am 7. Dezember f&uuml;r zwei Jahre ihren 13-k&ouml;pfigen Bundesvorstand. Zum inzwischen siebten Mal geh&ouml;rte ich dazu. Erneut zum Vorsitzenden gew&auml;hlt wurde Dr. Detlef Dzembritzki, ehemaliger Bundestagsabgeordneter (SPD) und Vorsitzender des Bundestagsunterausschusses Vereinte Nationen.</p>
<p>Ausgesprochen beeindruckend waren die T&auml;tigkeitsberichte des Generalsekretariats und der Landesverb&auml;nde. Die Website mit ihren inzwischen f&uuml;nf Themenportalen ist das R&uuml;ckgrat der DGVN-Bildungsarbeit: DGVN, Menschliche Entwicklung st&auml;rken/Klimawandel bek&auml;mpfen/Frieden sichern/Menschenrechte durchsetzen (neu). Sehr erfolgreich ist das Kooperationsprojekt von DGVN und Berliner Friedrichstadtpalast zu Kinder und Klimawandel.</p>
<p>Der <strong>24. Oktober als Tag der Vereinten Nationen</strong> sollte zum Kristallisationspunkt der VN-Arbeit an den Schulen werden.</p>
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