Festakt zu 65 Jahren Dt. Gesellschaft für die Vereinten Nationen - Verleihung des DGVN-Jugendfriedenspreises

Von: Nachtwei amFr, 20 Oktober 2017 23:47:12 +02:00

In ihrem "Gründungsländle" Baden-Württemberg feierte die DGVN ihr 65-jähriges Bestehen. Die Präsidentin des baden-württembergischen Landtages Muhterem Aras hielt die Festrede. Besonders geehrt wurden langjährige Stützen und Pioniere der DGVN sowie etliche tolle junge Leute. Bei der Mitgliederversammlung der DGVN am Folgetag wurde ich zum 9. Mal für weitere zwei Jahre in den Vorstand gewählt. 



Festakt zu 65 Jahre

Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) + Verleihung des DGVN-Jugendfriedenspreis 2017 in Stuttgart

Winfried Nachtwei, Mitglied im DGVN-Vorstand

(Fotos unter www.facebook.com/winfried.nachtwei )

1952 wurde die DGVN in Heidelberg gegründet. In ihrem „Gründungsländle“ feierte die DGVN am 13. Oktober ihr 65-jähriges Bestehen und Arbeiten im Haus der Katholischen Kirche in Stuttgart.

Nach der Begrüßung durch den DGVN-Bundesvorsitzenden Detlef Dzembritzki und den Vorsitzenden des DGVN-Landesverbandes Baden-Württemberg Prof. Dr. Karl-Heinz Meier-Braun hielt die Präsidentin der baden-württembergischen Landtages, Muhterem Aras, die Festrede. (Leider machte ich mir bei der vorzüglichen Rede keine Notizen; ich hoffe, die Rede nachliefern zu können; http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.krise-der-vereinten-nationen-appell-fuer-mehr-zusammenarbeit.3914b953-3a21-4ba0-903e-4bee13b7c10e.html )

Anschließend wurden erstmalig 18 langjährige DGVN-Mitglieder geehrt, unter ihnen Prof. Dr. Klaus Hüfner. Er trat 1957 der DGVN als Schüler bei, war 1964 bis 1995 Mitglied des DGVN-Vorstandes und 1971-2007 Mitglied der Deutschen UNECO-Kommission, 1998-2002 ihr Präsident. ( http://www.wiwiss.fu-berlin.de/fachbereich/emeriti/huefner.html )

Nach den Langstreckenläufern der DGVN übernahmen bei der nachfolgenden Verleihung des DGVN-Jugendfriedenspreises 2017 junge Frauen und Männer Regie und Bühne. Der 2012 erstmalig in Baden-Württemberg in Zusammenarbeit mit der Klimaschutz+ Stiftung verliehene DGVN-Jugendpreis wurde in diesem Jahr erstmalig bundesweit ausgeschrieben.

Das Video zum DGVN-Jugendfriedenspreis: https://www.youtube.com/watch?v=Bdzs7uEIC7o ,

https://jugendfriedenspreis.de/

Unter 16 Bewerberprojekten wählte die Junge Jury drei gleichberechtigte Projekte aus:

Bridging Gaps, Ma`an und die Menschenrechtswoche Tübingen. Die Präsentationen, die Laudationes und die Dankesreden der jungen Frauen und Männer überzeugten und begeisterten mit ihrem menschlichen Engagement und ihrer frohen Professionalität. Lauter junge HoffnungsmacherInnen!

Bridging Gaps e.V.

Jugendaustausch zwischen Deutschland und Südafrika, an dem jeweils 10 Jugendliche aus beiden Ländern teilnehmen werden. Ziel des Projektes ist die Auseinandersetzung mit den Zielen für Nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, mit einem Fokus auf das zehnte Ziel „reduzierte Ungleichheiten“. Die regionalen Gruppen von Bridging Gaps e.V. in Deutschland wollen auf Alltagsrassismus aufmerksam machen und durch Workshops, Filmvorführungen und Seminare Vorurteile abbauen.

Ma’an

Ma’an ist ein wöchentlich stattfindender Schwimmkurs für geflüchtete Kinder, die in Weinheim und Umgebung leben. Zur ehrenamtlichen Betreuung im und am Becken sowie der Bereitstellung aller Schwimmmaterialien gehört auch ein ehrenamtlicher Fahrdienst, der die Kinder bringt und wieder abholt. Während das Schwimmbad geschlossen ist (meist über den Sommer), wird den Kindern ein ebenfalls wöchentlich stattfindendes Alternativprogramm angeboten.

Menschenrechtswoche Tübingen

Die Menschenrechtswoche Tübingen gibt es seit 2015 jährlich. Sie versteht sich als Gemeinschaftsprojekt von verschiedenen, hauptsächlich studentischen, humanitären Gruppen, die gemeinsam eine Projektwoche zu einem übergreifenden menschenrechtlichen Thema auf die Beine stellen. Dabei ist der lokale Bezug auf Tübingen wichtig, ebenso wie ein konstruktiver Ansatz zur Lösung der verschiedenen Probleme. Während der Woche werden Veranstaltungen zu verschiedensten Aspekten der Menschenrechte angeboten, die vor allem nicht-akademisch aufgezogen sind, um so ein Publikum zu erreich, dass sich auch außerhalb der Universität bewegt. Das vielfältige Programm soll zum Denken anregen, aber auch unterhaltsam sein.

Die drei PreisträgerInnen durften sich über das Preisgeld von jeweils 1000 €freuen.

Der Friedenspreis dient der Anerkennung und Förderung des Engagements junger Menschen, die sich während ihrer Schul- oder Ausbildungszeit in besonderer Weise für die Verwirklichung der Ziele und Aufgaben der Vereinten Nationen engagieren. Dabei kann es auch um eine handlungsorientierte, kritisch konstruktive Auseinandersetzung mit den Schwachstellen des UN-Systems und dringend notwendiger Reformen gehen.

Der DGVN Jugendfriedenspreis wurde 2010 seitens eines Vorstandsmitglieds des Landesverbandes Baden-Württemberg als Kooperationsprojekt der DGVN mit der Heidelberger Klimaschutz+ Stiftung e.V. initiiert. Bis 2014 wurde der Preis regional ausgeschrieben und vergeben.

Angestiftet vom Initiator und seinen Geschwistern wurde bei der Klimaschutz+ Stiftung ein Stiftungstopf eingerichtet, dessen Aufbau der dauerhaften jährliche Vergabe des Jugendfriedenspreises der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen dient. Jede weitere Zustiftung erhöht für die kommenden 20 Jahre die Summe des jährlich zur Verfügung stehenden Preisgeldes, dessen Verwendung zweckgebunden der Förderung des Engagements der ausgezeichneten jungen Menschen und ihrer Projekte dient.