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CORONA in Afghanistan und anderen Konfliktländern: Brandbeschleuniger! Ein Aufruf zu Hilfe von unten und Berichte zur Lage

Veröffentlicht von: Nachtwei am 4. April 2020 22:41:59 +02:00 (160 Aufrufe)

CORONA IN AFGHANISTAN und anderen Konfliktländern:

Ein Aufruf zu Hilfe von unten, Berichte zur Lage

(1) Aufruf: Von ganzem Herzen unterstütze ich den Aufruf unserer Freundin Nadia Nashir, der Vorsitzenden des Afghanischen Frauenvereins, und gebe ihn hier weiter.

Die offiziellen Zahlen von Corona-Infizierten sind zzt. in Afghanistan noch recht gering. Aber vieles spricht für eine unkontrollierte, kaum vermeidbare enorme Ausbreitung (vgl. Bericht von Friederike Stahlmann unten): die mangelnde Identifikation Betroffener, fehlende Möglichkeiten zu Selbst- und Fremdschutz, keine realistische Chancen auf medizinische Versorgung, verbreitete Mangelernährung (14 Mio. Hungernde zzt.) und geschwächte Immunsysteme, Vorerkrankungen bei einemerheblichen Teil der Erwachsenen. Am 28. März begann in Kabul eine dreiwöchige Ausgangssperre. (vgl. Tagesschau, 28.03., https://www.tagesschau.de/ausland/corona-afghanistan-101.html )

Mit Hygiene-Paketen kann sofort Hunderten, Tausenden Familien geholfen werden. 15 Euro für ein Paket! (http://nachtwei.de/index.php?module=articles&func=display&aid=1628 )

Fotos auf www.facebook.com/winfried.nachtwei

31.03.2020, Winfried Nachtwei, MdB a.D.

Aufruf des AFGHANISCHEN FRAUENVEREINS

Bitte helfen Sie unseren SchülerInnen in Afghanistan,

sich und ihre Familien vor Corona zu schützen

(Ende März 2020)

Liebe Afghanistan-Freundinnen und -Freunde,

die Zahl der Corona-Infizierten steigt in Afghanistan leider von Tag zu Tag. Vor allem die derzeit zurückkehrenden Flüchtlinge aus dem benachbarten Land Iran tragen zur Ausbreitung bei. Es mangelt an Aufklärung und viele arme Familien können es sich aufgrund steigender Preise nicht mehr leisten, sich Seife und andere Hygieneartikel zu kaufen.

Bald jedoch beginnt der Unterricht an unseren Schulen in den Provinzen Kabul, Ghazni und Kunduz. Um die Kinder besser vor dem Corona-Virus zu schützen und seine Ausbreitung zu verlangsamen, starten wir ein Hygiene-Nothilfeprogramm. Allen SchülerInnen und LehrerInnen möchten wir zum Schulstart ein Gesundheitspaket mit Seife, Desinfektionsmittel, einem Wasserbehälter und Infomaterial zu den wichtigsten Vorsorgemaßnahmen rund um Corona ermöglichen.
Unsere Lehrerteams sollen zudem gleich bei Schulbeginn an allen unseren Schulen Aufklärungskampagnen zu den wichtigsten Vorsorgeregeln durchführen.

Um diese spontane Nothilfe leisten zu können und die SchülerInnen und Lehrerinnen unserer Einrichtungen damit zu schützen, bitten wir um Ihre Unterstützung.

Ein Hygiene-Paket für eine Familie wird 15 Euro kosten. Bitte helfen sie uns, alle der uns anvertrauten etwa 3.000 Kinder und ihre Familie mit dieser Hilfe zu erreichen.

Mit einem Hygiene-Paket helfen Sie unseren SchülerInnen, die Ausbreitung des Corona-Virus in Afghanistan aufzuhalten

Sie leisten auf diese Weise einen wichtigen Beitrag und helfen, jene zu schützen, die sonst dem Corona-Virus nichts entgegenzusetzen haben.

Wir danken Ihnen von Herzen und wünschen Ihnen in dieser schwierigen Zeit alles Gute.

Bitte bleiben Sie gesund!

Ihre Nadia Nashir
(Vorsitzende)

P.S. Ihre Spende kommt an.

Jetzt spenden!

Nutzen Sie für Ihre Hilfe unser Online-Formular unter: 
www.afghanischer-frauenverein.de/so-helfen-sie-uns
Stichwort: Saubere Hände gegen Corona
oder
per Überweisung auf unser Spendenkonto:
Afghanischer Frauenverein e. V.
Commerzbank AG Koblenz
IBAN: DE28 5708 0070 0680 8505 00
SWIFT-BIC: DRES DEFF 570
Stichwort: Saubere Hände gegen Corona
Pressekontakt:
Afghanischer Frauenverein e.V. (AFV)
Nadia Nashir
Katharinenstraße 32
49078 Osnabrück
Tel.: 05 41-4 08 99 96
info@afghanischer-frauenverein.de

Zum Afghanischen Frauenverein mein Bericht über das Fest zum 25-jährigen Bestehen des AFV 2017: http://nachtwei.de/index.php?module=articles&func=display&aid=1499  

(2) Berichte zu den Corona-Perspektiven in Konfliktregionen und ärmsten Ländern: ein sozialer + wirtschaftlicher Tsunami + Brandbeschleuniger baut sich auf

- „Risiken der Verbreitung von SARS-CoV-2 und schweren Erkrankungen an Covid-19 in Afghanistan, besondere Lage Abgeschobener“, von Friederike Stahlmann, 27.03.2020.

https://www.fluechtlingsrat-thr.de/sites/fluechtlingsrat/files/pdf/Afghanistan/Stahlmann-Corona-Afghanistan.pdf

Summary: „Eine unkontrollierte Verbreitung des Corona-Virus in Afghanistan scheint nicht vermeidbar zu sein – auch weil die Bevölkerung zur ganz überwiegenden Mehrheit nicht die Möglichkeit hat, Selbstschutzmaßnahmen zu ergreifen. Zudem droht eine Eskalation der humanitären Not. Mit medizinischer Versorgung kann auch bei langsamer Verbreitung nicht gerechnet werden. Im landesweiten Zentrum für Corona-PatientInnen in Kabul stehen vier Beatmungsgeräte zur Verfügung, während das Gesundheitsministerium damit rechnet, dass 700.00 Corona-PatientInnen im Krankenhaus behandelt werden müssen. Aus Sicht lokaler Ärzte muss zudem davon ausgegangen werden, dass angesichts der bestehenden Lebensbedingungen auch junge Erwachsene mit einem schweren Verlauf der Krankheit zu rechnen haben. Rückkehrer aus Europa gelten aus Sicht lokaler Ärzte hierbei als besonders vulnerabel.“

- „Entwicklungsländern droht Tragödie – Corona könnte in den ärmsten Ländern eine humanitäre Katastrophe verursachen. Der IWF sieht die „dunkelste Stunde“ und mobilisiert Hilfen mit der Weltbank“, von Winand von Petersdorff, Christian Schmidt, FAZ 06.04.2020,  https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arm-und-reich/corona-krise-entwicklungslaendern-droht-tragoedie-16713132.html

- „Die nächste Katastrophe – Allmählich erreicht das Virus die Favelas und Slums der Welt. Die wirtschaftlichen, politischen und sozialen Folgen werden gigantisch sein“ “, von Marian Blasberg, Georg Fahrion, Laura Höflinger, Susanne Koelbl, Fritz Schaap, DER SPIEGEL Nr. 16/04.04.2020, SPON https://www.spiegel.de/politik/ausland/corona-krise-in-armutsvierteln-wo-es-schon-vorher-schlimm-war-a-00000000-0002-0001-0000-000170323283   

- „Minister Müller fordert Weltkrisenstab“; DER SPIEGEL 16/04.04.2020, SPON „Brechen Entwicklungsländer zusammen, gibt es Chaos, Unruhen und Bürgerkrieg“, Interview, https://www.spiegel.de/politik/deutschland/gerd-mueller-im-interview-corona-besiegen-wir-nur-gemeinsam-in-der-welt-oder-nicht-a-a84f1727-c2bd-4087-849b-2f06a6a4adcf ; https://www.afp.com/de/nachrichten/3966/mueller-fordert-einrichtung-von-neuem-weltkrisenstab-corona-krise-doc-1qe23r1

- „Mit Seife gegen die Pandemie – In Ländern wie Zimbabwe haben viele Menschen nicht die nötigen Reserven, um eine Ausgangssperre zu überstehen“, von Thilo Thielke, FAZ 01.04.2020, https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/ausgangssperre-in-zimbabwe-mit-seife-gegen-die-corona-pandemie-16705767.html

- „Was ist ein Virus gegen Jahre von Hunger und Krieg? Die Pandemie beeinträchtigt die Arbeit von Hilfsorganisationen – gleich mehrfach“ von Christoph Ehrhardt, FAZ 31.03.2020, auf faz-net „Wie ein unsichtbarer Brandbeschleuniger“, https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/corona-im-krieg-zahl-der-beduerftigen-in-kriegsgebieten-steigt-16703856.html

- „Allzu fruchtbarer Boden - In vielen Konfliktregionen kommt die Corona-Pandemie erst jetzt langsam an. Schwache, von Krieg und Terror verheerte Staaten haben der Seuche kaum etwas entgegenzusetzen. Und vielerorts könnte das Virus die Konflikte zusätzlich anheizen“ (zu Kolumbien, Mali, Syrien, Jemen, Afghanistan, Philippen), von Tomas Avenarius, Moritz Baumstieger, Tobias Matern, Benedikt Peters, Anna Reuss, SZ 30.03.2020, https://www.sueddeutsche.de/politik/coronavirus-pandemie-covid-19-konfliktregionen-1.4861147

- „Wo Afrika vorne liegt – Beim Coronavirus ist nicht mehr Afrika der Seuchenherd, sondern Europa. Afrikas Regierungen reagieren auch schneller auf die Gefahr als europäische“, von Dominic Johnson, taz, 16.03.2020, https://taz.de/Afrikas-Umgang-mit-dem-Coronavirus/!5668561/


Publikationsliste
Vortragsangebot zu Riga-Deportationen, Ghetto Riga + Dt. Riga-Komitee

Ende 1941/Anfang 1942 rollten Deportationszüge aus Deutschland und Österreich nach Riga.

1989 stieß ich auf die Spuren der verschleppten jüdischen Frauen, Männer und Kinder.

Mit meinem bebilderten Vortrag "Nachbarn von nebenan - verschollen in Riga" stehe ich gern für Erinnerungsveranstaltungen und Schulen zur Verfügung. (Anlage)

Vorstellung der "Toolbox Krisenmanagement"

Von der zivilen Krisenprävention bis zum Peacebuilding: Die 53-seitige Broschüre stellt kompakt und klar auf jeweils einer Themenseite Prinzipien, Akteure und Instrumente des Krisenmanagements vor. Bei einem Kolloquium im Bundestag in Berlin wurde die Schrift einem Fachpublikum vorgestellt. Erstellt von AutorInnen des Zentrums Internationale Friedenseinsätze ZIF und der Stiftung Wissenschaft und Politik SWP ist die "Toolbox" ein wichtiger Beitrag zur friedens- und sicherheitspolitischen Grundbildung auf einem Politikfeld, wo die Analphabetenrate in der Gesellschaft, aber auch in Medien und Politik sehr hoch ist. ... www.zif-berlin.de

zif
Auf dem Foto überreicht W. Nachtwei den AutorInnen seine 2008 erschienene Broschüre zur Zivilen Krisenprävention und Friedensförderung.

Mehr zur Rolle zivilgesellschaftlicher Akteure bei der zivilen Konfliktbearbeitung u.a.:

Tagebuch
    • Meine persönlichen Jahresrückblicke + Kurzmeldungen zur Friedens- und Sicherheitspolitik (Nr. 1-50 im Tagebuchformat)

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