Winfried Nachtwei, MdB, Bündnis 90/Die Grünen

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Stoppt Kleinwaffen, keine Waffen in Kinderhände!

Vortrag von Winfried Nachtwei, MdB, zum Auftakt der UNICEF-Aktion am 21.5.2001 in Haltern

In den 80er Jahren waren die Angst vor der atomaren Bedrohung und die Proteste gegen das atomare Wettrüsten auf dem Höhepunkt. Ich erinnere mich an Veranstaltungen der Friedensbewegung in Haltern, wo ich vor zahlreichem Publikum sprach.
Kaum Aufmerksamkeit fanden damals die "kleinen" Kriege am Rande zum Beispiel in Somalia, Kambodscha, Uganda. Meine Frau arbeitete 1980/81 dort als Krankenschwester im Rahmen des Notärzte-Komitees, ich einmal über die Sommerferien in Somalia. In den Flüchtlingslagern an der kambodschanisch-thailändischen Grenze begegnete sie 12-, 14-jährige Jungen mit ihren Kalaschnikows, stark auftretenden Kämpfern der Weißen Khmer. In Somalia pflegte sie Kinder und Jugendliche mit Schussverletzungen. Im Waisenhaus von Hargeisa konnten sich Kinder ohne Beine mangels entsprechender Hilfsmittel nur kriechend fortbewegen. Ich erlebte die Einlieferung eines Jungen, der fünf Tage zuvor auf eine Mine geraten war. Als der Verband aus Lappen um die Beine abgenommen worden war, kamen offene Knochen und Fleischfetzen zum Vorschein, verbreitete sich ein fürchterlicher Gestank. Alltag in den unbeachteten "kleinen" Kriegen.

"Perfekte" Waffen für die Neuen Kriege

Inzwischen haben sich die Verhältnisse von Auf- und Abrüstung verkehrt.
Enorme Abrüstungsschritte gab es zwischen Ost und West: Atomraketen, Panzer, moderne Waffensysteme wurden verschrottet und Armeen erheblich reduziert. Eine solche Abrüstung hat es zu Friedenszeiten noch nicht gegeben.
Zugleich aber breitete sich die Seuche der "neuen Kriege" (Mary Kaldor) aus, auf dem Balkan, im Kaukasus, in Zentral- und Westafrika und anderen Regionen. 1996 waren 26 von 27 größeren bewaffneten Konflikten innerstaatliche. Unter den Bedingungen eines
zerfallenden staatlichen Gewaltmonopols kämpfen warlords, Paramilitärs, Banden und Söldner um Ressourcen, Macht und die Kontrolle der Bevölkerung. Sie führen Krieg mit Massakern, Vertreibungen und Plünderungen vor allem gegen die Zivilbevölkerung. Auch humanitäre Organisationen und internationale Helfer haben längst ihre "Unantastbarkeit" verloren.
"Das Dorf ist zum Schlachtfeld geworden, die Zivilbevölkerung zum Hauptziel," so Olara Otunnu, VN-Sonderbeauftragter für Kinder in bewaffneten Konflikten.
Diese neuen Kriege heißen auch "inoffizielle, privatisierte, entartete Kriege".
Kleinwaffen und leichte Waffen sind die perfekten Waffen für die neuen Kriege!
"Kleinwaffen" sind Revolver, automatische Pistolen, Gewehre, Maschinenpistolen und leichte Maschinengewehre.
"Leichte Waffen" sind schwere MG, Granatwerfer, Mörser, tragbare Luftabwehrraketen und Antipanzergeschütze.
Sie sind leicht zu transportieren und zu bedienen. Sie sind vergleichsweise billig. Eine Kalaschnikow AK-47 kostet in Uganda ein Huhn, in Angola einen Sack Mais, umgerechnet ca. 15 US-$. Sie sind unverwüstlich und leicht zu verstecken.
Waffen verursachen keine Konflikte, fördern aber ihre gewalttätige Austragung. Wo ein rechtsstaatliches Gewaltmonopol fehlt, da dreht sich die Spirale von Bewaffnung und Gewalt immer schneller. Waffen zum Selbstschutz, Waffen für Machtkämpfe, Waffen zum Rauben.

Massenvernichtungswaffen

Kleinwaffen sind heute die tatsächlichen Massenvernichtungswaffen.
Bis zu 90% aller Kriegsopfer kommen heute durch Kleinwaffen ums Leben oder zu Schaden. In den letzten 10 Jahren wurden schätzungsweise 3 Mio. Menschen durch Kleinwaffen umgebracht, 800 im Durchschnitt jeden Tag, davon der größte Teil Kinder und Frauen.
Kleinwaffen sind zugleich die Waffen der Kindersoldaten, von denen es ca. 300.000 gibt.
Eine 13-jährige ehemalige Guerillakämpferin aus Kolumbien:
"Du lernst schnell, dass deine Waffe dein Leben ist. Sie ist deine Mutter. Sie passt auf dich auf, Tag und Nacht."
In den USA kommen laut UNICEF-Angaben täglich 135.000 SchülerInnen mit einer Schusswaffe in die Schule, sterben jeden Tag durchschnittlich 13 Kinder durch Handfeuerwaffen. Seit 1979 kamen in den USA mehr Kinder durch Schusswaffengebrauch um als US-Soldaten in Vietnam.
Kleinwaffen führen zu einer Militarisierung des Alltags, intensivieren und verlängern Konflikte und treffen ganz besonders Kinder – als Opfer, aber auch als Täter.

Flut an Kleinwaffen

Insgesamt gibt es weltweit ca. 500 Mio. Kleinwaffen, davon die Hälfte im Privatbesitz. Ca. 100 Mio. zirkulieren unkontrolliert außerhalb staatlichen Zugriffs. Am verbreitetsten sind die AK-47 Kalaschnikow, von der bis 1990 in der Sowjetunion 35-50 Mio. produziert wurden und ca. 70 Mio. im Umlauf sind; die israelische Uzi-Maschinenpistole (bis 1990 10 Mio.), das us-amerikanische M 16-Gewehr (8 Mio.), das deutsche G 3-Gewehr (7 Mio.), von dem heute ca. 10 Mio. im Umlauf sind, und das belgische FN-Gewehr (5-7 Mio.).
Hauptproduzenten waren ursprünglich Russland, USA, China, Großbritannien, Frankreich, Belgien und Deutschland. Lizenzvergaben führten dazu, dass 1994 300 Firmen in 52 Staaten Kleinwaffen produzierten, darunter 22 Entwicklungsländer, von denen 16 wiederum exportierten. Bis 1990 wurde das G 3 allein in 18 Staaten produziert. Nach 10 oder 15 Jahren entfielen oft Exportbeschränkungen.
Während der Ost-West-Konfrontation wurden die jeweiligen Verbündeten in ärmeren Ländern mit Waffen beliefert. Seit den 90er Jahren gewann der Handel mit gebrauchten Waffen an Bedeutung. Er wurde angeheizt durch riesige Waffenmengen, die in Folge der Ost-West-Abrüstung freigesetzt wurden. Der Sündenfall der alten Bundesregierung war die Lieferung von mehr als 250.000 AK-47 aus NVA-Beständen und entsprechender Munition an die Türkei. Allein in neun Staaten südlich der Sahara wurden 850.000 Kämpfer demobilisiert und darüber große Waffenmengen freigesetzt. Während der Unruhen in Albanien 1997 verschwanden 600.-700.000 Kleinwaffen aus den Beständen der Armee. Erst ein Viertel wurde inzwischen wieder ausfindig gemacht.
Kleinwaffen werden zunehmen privat gehandelt. Schätzungsweise die Hälfte des ca. 10 Mrd US-$ umfassenden Handels mit Kleinwaffen läuft illegal. Der undurchsichtige Handel mit Kleinwaffen ist ein Betätigungsfeld für organisierte Kriminalität und bildet oft ein Gemenge mit dem Drogen- und Frauenhandel.
Welche Rolle spielen bei der Kleinwaffenflut heutige deutsche Rüstungsexporte?
Sie sind genehmigungspflichtig nach dem Außenwirtschaftsgesetz und dem Kriegswaffenkontrollgesetz. Nach dem erstmalig im Jahr 2000 vorgelegten Rüstungsexportbericht r Bundesregierung wurden 1999 insgesamt 3.284 Ausfuhrgenehmigungen für Handfeuerwaffen (Position A 0001 der Ausfuhrliste) mit einem Gesamtvolumen von 460,8 Mio. DM erteilt. Größte Importeure waren die USA, Schweiz, Spanien und Norwegen. Präzise Daten zu Ausfuhrmengen und Empfängern fehlen bisher. Entsprechende Anfragen meinerseits an die Bundesregierung sind zurzeit noch in Bearbeitung.
Mit den Anfang 2000 in Kraft getretenen neuen Rüstungsexportrichtlinien wurde die Menschenrechtssituation in den Empfängerländern zu einem zentralen Entscheidungskriterium. Das trifft ganz besonders die Kleinwaffen, weil diese zu den ersten Waffen bei Menschenrechtsverletzungen gehören - im Unterschied zum Beispiel zu U-Booten.
Die Erfahrung zeigt, dass gegenläufige Interessen immer wieder versuchen die neuen Richtlinien zu unterlaufen oder gar per Mehrheitsbeschluss im Bundessicherheitsrat zu übergehen. Der gegen die Stimmen der Minister Fischer und Wiezcorek-Zeul genehmigte Export einer Munitionsfabrik an die Türkei ist dafür ein Beispiel.
Um diese Verwässerung der Exportrichtlinien in der politischen Praxis vorzubeugen, drängen wir seit längerem auf mehr Transparenz im Genehmigungsprozess, bisher noch ohne Erfolg.
Die anstehende Reduzierung er Bundeswehr macht in den nächsten drei bis vier Jahren 400.000 G 3-Gewehre und 50.000 Maschinenpistolen und Pistolen überflüssig. Die rot-grüne Bundesregierung muss dann mit der verantwortungslosen Tradition der Vorgängerregierung brechen. Die öffentliche Vernichtung überschüssiger Kleinwaffen wäre auch hierzulande mal ein sehr gutes Zeichen!

Was tun gegen die Seuche?

Für schwerere Waffen gibt es seit Jahren umfassende Kontroll- und Abrüstungsverträge und ein ausgefeiltes System an Kontrollen (Verifikation). Kleinwaffen und leichte Kriegswaffen sind bisher ohne wirksame Rüstungskontrolle.
UNICEF hat hierzu einen vorbildlichen Forderungskatalog vorgelegt, wie die Kleinwaffenflut eingedämmt werden könnte.
Als erstes kommt es darauf an, den legalen wie illegalen Handel mit Kleinwaffen besser zu überwachen und die vorhandenen Bestände zu kontrollieren. Das wird aber ein Kampf gegen Windmühlenflügel sein, wenn es nicht verbunden wird mit der Bekämpfung der Ursachen der Kleinwaffennachfrage.
Im Einzelnen sind notwendig:
internationale Abkommen und Verhaltenskodices zur Bündelung der Anstrengungen; Dokumentation und sichere Lagerung nationaler Waffenbestände,
verbesserte Transparenz durch effektive Kennzeichnung von Kleinwaffen und (inter-)nationale Kleinwaffenregister, Verschärfung und internationale Abstimmung der nationalen Waffen- und Exportgesetzgebung, wirksame Endverbleibsklauseln, Kontrolle und Eindämmung des "Verbrauchsguts" Munition, stärkere Kontrolle von Waffenhändlern
Einsammlung und Vernichtung überschüssiger Waffen und ausreichende Ausstattung entsprechender Waffenvernichtungsprogramme in Krisenregionen, Wiedereingliederung von (Kinder-)Soldaten.
Was geschieht gegen die Seuche?
Die Bekämpfung der Kleinwaffenflut ist inzwischen Thema bei EU, VN, OSZE, der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS und der G-8-Runde der größten Industrienationen.
Die EU beschloss am 17.11.1998 auf deutsche Initiative eine "Gemeinsame Aktion zur Bekämpfung der destabilisierenden Anhäufung und Verbreitung von Kleinwaffen und leichten Waffen". Die EU-Staaten einigten sich auf einen gemeinsamen freiwilligen Verhaltenskodex und wollen den Kleinwaffenhandel auf die legitimen Sicherheitsbedürfnisse der Staaten beschränken. Dafür werden u.a. Waffenregister und mehr Transparenz gefordert. Mit EU-Ratsbeschluss wurde die Gemeinsame Aktion auf die Entwicklungszusammenarbeit der EU übertragen. Entwicklungsprojekte werden mit Projekten zur Waffenvernichtung verbunden. Zum Beispiel wurden 1,3 Mio. Euro für ein Projekt zur Einsammlung und Vernichtung von Kleinwaffen in Kambodscha eingestellt. Auf Grundlage der Gemeinsamen Aktion arbeitet die EU mit Kanada, Südafrika und Regionalorganisationen in Afrika, Asien und Lateinamerika zusammen.
Die OSZE, in der 55 Staaten der nördlichen Hemisphäre zusammengeschlossen sind, verabschiedete im Dezember 2000 eine politische Erklärung über die Ächtung von Kleinwaffen, in der u.a. die lückenlose Kennzeichnung und Registrierung, Exportkriterien und ein wirksame Reduzierung des weltweiten Überschusses an Kleinwaffen gefordert wird.
ECOWAS beschloss ein Moratorium zum Stopp der Produktion und des Ex- und Imports von Kleinwaffen.
Im Mai 1999 nahm das International Action Network on Small Arms (IANSA) seine Arbeit auf. Es besteht aus über 200 internationalen Organisationen. Deutsche Mitglieder sind Bonn International Center for Conversion (BICC), die Kampagne "Produzieren für das Leben – Rüstungsexporte stoppen", Pax Christi u.a.
Die Generalversammlung der Vereinten Nationen verabschiedete im Dezember 1999 die von Deutschland miteingebrachte Resolution 54/L 42, wonach 2001 eine Internationale Staatenkonferenz den illegalen Handel mit Kleinwaffen in allen seinen Aspekten behandeln soll. Sie wird vom 9.-20. Juli in New York stattfinden.
Die Vorbereitungskonferenzen im März und Juli 2000 sowie im Januar 2001 verliefen sehr unterschiedlich. Während die erste Konferenz kaum Ergebnisse brachte, legte im Juli 2000 der mozambiquanische Vorsitzende einen weitreichenden Entwurf vor, der von der EU unterstützt, von Arabischer Liga, China und USA aber als zu weitgehend abgelehnt wurde.
Viele wichtige Bestimmungen wurden auf Stichworte reduziert. Die USA opponierten gegen alle Formulierungen, die auch nur den Anschein on Rechtsverbindlichkeit erweckten.
Bei der dritten Vorbereitungskonferenz stand ein abgespeckter Text zur Debatte, der auf Kriterien für Export und Überschüsse verzichtete und sich mit Formulierungen wie "die Staaten sollen einen verantwortlichen Export betreiben" begnügte.
Die EU trat bisher geschlossen und als treibende Kraft auf. Die Bundesrepublik unterstützt die jetzige schwedische und künftige belgische Präsidentschaft ganz besonders in der Frage der Überschusszerstörung.
Für New York erhofft sich die deutsche Seite (AA) ein Dokument, das gute Ansätze für ein Aktionsprogramm bietet und einen Folgeprozess weiterer Konkretisierungen, Überprüfungen etc. ermöglicht.
Konkrete Abrüstungsprojekte laufen erfolgreich auf verschiedenen Kontinenten.
Auf Ebene der VN betreibt die "Gruppe interessierter Staaten", angestoßen durch eine seitens der Bundesrepublik 1997 eingebrachten Resolution, seit 1998 zusammen der VN-Entwicklungsorganisation UNDP Projekte, die Abrüstung, friedenserhaltende Maßnahmen, Sicherheit für die Zivilbevölkerung und Entwicklungsanreize miteinander verknüpfen. Inzwischen unterstützen 86 der 189 VN-Mitgliedsstaaten aktiv das Vorhaben. Ein Projekt von "Entwicklungsanreize gegen Waffenabgabe" kostet zwischen 100.000 und 500.000 US-$. Norwegen, Kanada, Schweden und Deutschland gehören zum harten Kern der freiwilligen Geldgeber. Die Berliner Zeitung vom 17.11.2000 schildert das Beispiel der albanischen Provinz Gramsch, wo 15.000 Kleinwaffen und etliche Tonnen Munition abgegeben wurden im Tausch gegen Hilfen beim Straßen- und Brückenbau, der Stromversorgung und dem Aufbau eines Telefonnetzes. Die extrem hohe Arbeitslosigkeit sank deutlich, die Lebensbedingungen verbesserten sich spürbar.
Das Entwicklungsministerium fördert Projekte für insgesamt 10 Mio. DM. Weitere Förderungen laufen über den Titel "Friedenserhaltende Maßnahmen" des AA und im Rahmen des Stabilitätspakts. Einzelbeispiele sind die Erforschung und Eindämmung von Kleinwaffenströmen am Horn von Afrika (BICC und NRO) oder "Schwerter zu Pflugscharen" des Christenrats Mozambique.
Als ich kürzlich das Zentrum für Verifikationsaufgaben der Bundeswehr in Geilenkirchen anlässlich seines zehnjährigen Bestehens besuchte, war gerade eine vierköpfige Soldatengruppe aus Albanien zurückgekehrt. Sie hatten dort die Registrierung und Zerstörung von 40.000 Kleinwaffen geleitet.
Perspektiven
Gegenwärtig stehen im Vordergrund der öffentlichen Diskussion die Bundeswehrreform mit ihren Finanzproblemen und das US-Vorhaben einer Raketenabwehr. Dabei geht es jeweils um riesige Milliardenbeträge zur angeblichen Bedrohungsabwehr und Krisenbewältigung.
Die Entwicklungen im Kosovo, in Mazedonien und anderen Krisenregionen beweisen aber Tag für Tag, dass die tatsächlichen und drängendsten Bedrohungen viel "einfacher" sind und dass die Seuche der Kleinwaffen dabei ein Schlüsselproblem ist. Ihre Bekämpfung darf nicht bei erfreulichen und ermutigenden Einzelprojekten und diplomatischen Initiativen stehen bleiben. Sie muss zu einer sicherheits- und friedenspolitischen Haus- und Hauptaufgabe werden!
Die weltweite Kampagne zum Stopp der Kleinwaffen ist zentral für mehr friedliche Verhältnisse auf dieser Welt und unerlässlich für das Austrocknen der Neuen Kriege.
Aber ist das nicht ein hoffnungsloses Unterfangen so wie der Kampf gegen die Hydra des Drogenhandels?
Die internationale Kampagne gegen Landminen beweist, was eine professionelle Kampagne von NRO zusammen mit einsichtigen PolitikerInnen und Staaten auf Dauer erreichen kann. In Sachen Kleinwaffen erkennen immer mehr Staaten, dass deren ungezügelte Verbreitung ihren eigenen Interessen zuwiderläuft und das friedliche Zusammenleben in den Staaten regelrecht zerfrisst.
Die VN-Konferenz im Juli wird auf dem langen Weg zum Stopp der Kleinwaffen hoffentlich ein entscheidendes Stück voranbringen. Dazu sollte die Öffentlichkeit, dazu muss die deutsche Politik beitragen.

UNICEF-Unterschriften-Kampagne STOPPT KLEINWAFFEN:
Wir brauchen eine schärfere Kontrolle von Produktion, Handel und bestehenden Waffenarsenalen.
Die Bundesregierung soll sich für ein internationales Abkommen einsetzen, um die Flut der Kleinwaffen wirkungsvoll zu begrenzen.
An: UNICEF Deutschland, Höninger Weg 104, 50969 Köln